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Stadtnachrichten

Hier finden Sie Informationen aus dem städtischen Mitteilungsblatt  "Schorndorf Aktuell"

Roland Wöhr verabschiedet


Der Schorndorfer Schlossermeister Roland Wöhr, der nicht mehr kandidierte, wurde jetzt nach elf Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als Kreishandwerksmeister in einer Feierstunde verabschiedet.

Die Laudatio hielt sein Stellvertreter Herbert Titze: "Der welcher geht, nimmt stets ein Stück von denen mit, die bleiben, und ebenso lässt er von sich etwas zurück beim Scheiden". Titze bezeichnet den Scheidenden als einen Schaffer, der sich, nur um ein Beispiel zu nennen, vor allem bei der Fusionierung der Innungen der alten Landkreise Backnang und Waiblingen mit viel Engagement eingesetzt habe. Wöhr sei ein geradliniger Typ mit Ecken und Kanten, der an vielen Fronten gekämpft habe und mit dem nicht immer alle gleicher Meinung gewesen wären. Zum Schluss hätte man aber immer einen gemeinsamen Weg gefunden und sich dann beim Auseinandergehen stets in die Augen sehen können. Nur wer Profil hat hinterlässt Spuren, stellte Titze zum Abschluss fest und Roland Wöhr hinterlasse tiefe Spuren für seinen Nachfolger.

Herbert Titze überreicht Urkunde zum Kreisehrenhandwerksmeister an Roldnad Wöhr

Für Landrat Johannes Fuchs, genauso Hobby-Motorradfahrer wie Wöhr, ist der scheidende Kreishandwerksmeister ein Mensch, mit dem er jederzeit ein Handschlag-Geschäft abschließen würde. Süffisant den Blick in die Runde schweifen lassend fügte er lächelnd hinzu, er habe da seine Zweifel, ob allzu viele im Saal sitzen, von denen er das Gleiche behaupten würde. Raunen und verhaltenes Gelächter kam als Echo aus dem zumeist aus Handwerkern bestehenden Publikum. Das belastete den gut gelaunten Landrat aber in keinster Weise. Jeder hat halt seine eigene Art seine Späße zu machen. Zum Abschied überreichte er Roland Wöhr ein Buch mit dem Titel "100 Alpenpässe mit dem Motorrad".

Nachfolger Herbert Hofmeister dankte Roland Wöhr für sein langjähriges unermüdliches, sehr engagiertes und erfolgreiches Wirken an der Spitze des Handwerks im Kreis. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Herbert Titze und den übrigen Verantwortlichen weiterhin eine erfolgreiche Zukunft für die Kreishandwerkerschaft und die Innungen gestalten und prägen wolle. Er setze auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Hauptamt, wobei sich jeder und jede auf den anderen verlassen können müsse. "Wir wollen den Handwerksbetrieben neue Impulse und gute Ideen geben."

OB Matthias Klopfer sagte von Roland Wöhr habe man heute schon vieles vernommen, was Wöhr wichtig sei und für was er sich einsetze. Auch seine Verdienste um das Handwerk wurden heute schon ausreichend geschildert. "Mir geht es deshalb heute eher um den Menschen Roland Wöhr. Lieber Herr Wöhr, wir in Schorndorf haben Sie immer gerne um uns. Ob als Vertreter des Handwerkes, der IHK oder als Privatmensch. Sie sind uns sympathisch und wir schätzen Ihr zupackendes Wesen. Sie sind tolerant und sozial. Es ist toll, was Sie als Ausbildungsbetrieb hier in Schorndorf leisten. Sie geben vielen Hauptschülern eine Chance und haben dabei schon etlichen jungen Menschen einen erfolgreichen Start ins Leben ermöglicht." Auch in seiner Heimatstadt, so Klopfer weiter, habe er unübersehbare Spuren hinterlassen und zwar mehr in künstlerischer Art, als Wöhr nämlich vor einigen Jahren zusammen mit Robert Schad, dem international bekannten Künstler, in seiner Werkstatt das Eisen-Kunstwerk "Larak" anfertigte.

Wöhr stellte bei seinem Schlusswort klar, dass er wisse, dass der Landrat für die handwerklichen Belange stets ein offenes Ohr und Herz habe, das würden die hervorragend ausgestatteten beruflichen Schulen im Rems-Murr-Kreis belegen.

Matthias Klopfer und er hätten anfangs miteinander etwas Startprobleme gehabt, die aber mit einem offenen, klärenden Gespräch unter Männern ausgeräumt worden wären und seither verstehe man sich blendend. Wöhr bedankte sich bei allen, die ihn in den letzten 35 Jahren bei seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten unterstützt und mit ihm zusammengearbeitet hätten.

Er betonte zum Schluss: "Das Amt des Kreishandwerksmeisters war für mich immer ein Ehren-Amt war. Bei Google hat meine Frau Renate herausgefunden, wird dieses folgendermaßen definiert - "Das Ehrenamt, freiwilliges Engagement, ist eine Chance für jeden Einzelnen sich einzumischen und mitzugestalten. Freiwilliges Engagement ist nicht nur Hilfe für andere, sondern bedeutet auch persönliche Weiterentwicklung."



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