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Stadtnachrichten

Hier finden Sie Informationen aus dem städtischen Mitteilungsblatt  "Schorndorf Aktuell"

Neue Struktur für bessere Dienstleistung


Neues Organigramm der Stadtverwaltung Schorndorf
Über diese künftige Dezernatsstruktur der Stadtverwaltung stimmt der Gemeinderat in seiner kommenden Sitzung am 18. Februar ab.

Der Schorndorfer Gemeinderat entscheidet in seiner Sitzung in der kommenden Woche über eine neue Organisationsstruktur der Stadtverwaltung. Der Kernpunkt: Künftig soll es drei statt vier Dezernate geben.
„Der Impuls, intensiv über unsere Strukturen nachzudenken, kam von den vier Fraktionsvorsitzenden, nachdem unser Baubürgermeister Andreas Stanicki erklärt hatte, sich nach Ende seiner Amtszeit am 30. September dieses Jahres nicht erneut für das Amt zu bewerben“, erklärte Oberbürgermeister Matthias Klopfer bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit den Fraktionsvorsitzendeden Hermann Beutel (CDU), Karl-Otto Völker (SPD), Peter Erdmann (FDP/FW) und Werner Neher (GRÜNE) im Vorfeld der Gemeinderatssitzung. In Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Fichtner Management Consulting hat die Verwaltungsspitze in den vergangenen gut sechs Monaten einen Vorschlag erarbeitet und diesen im Ältestenrat vorbesprochen.

Zwei Alternativen geprüft

Zwei Alternativen seien geprüft worden, so Klopfer: erstens die Fortführung des Status quo mit vier Dezernaten und zweitens eine neue Zuordnung der Fachbereiche des bisherigen Dezernates von Baubürgermeister Stanicki mit einer damit verbundenen Reorganisation und Umverteilung der Aufgaben auf künftig wieder drei Dezernate. Das Ergebnis: Das Technische Dezernat in seiner bisherigen Form wird aufgelöst und die Stadtverwaltung Schorndorf ab dem 1. Oktober 2016 mit drei Dezernaten organisiert. Dies zieht folgende Änderungen der bisher im Technischen Rathaus vereinten Fachbereiche nach sich:

Fachbereich „Stadtentwicklung und Baurecht“

Der Fachbereich „Stadtentwicklung und Baurecht“ kommt zum Dezernat I. Bereits heute gibt es im Bereich der Stadtentwicklung eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich 23 „Wirtschaftsförderung und Grundstücksverkehr“ und dem Fachbereich „Stadtentwicklung und Baurecht“. Stadtentwicklungsschwerpunkte können damit in Zukunft noch besser gemeinsam betreut und koordiniert werden. Der Bereich „Vermessung“ geht vom Fachbereich „Stadtentwicklung und Baurecht“ in die neu zu schaffende „Planungsabteilung“ beim Eigenbetrieb Zentrale Dienste (ZDS) über.
Insgesamt erfolgt damit eine Bündelung der technischen Aufgaben und Synergien werden geschaffen. Aufgrund der Aufgabenvielfalt soll dieser Bereich jedoch um eine Stelle „Stadtplaner/in“ verstärkt werden. „Es war eine klare Forderung der Fraktionsvorsitzenden, dass wir bei einem Verzicht auf den Baubürgermeister einen erfahrenen Stadtplaner einstellen“, betonte Oberbürgermeister Matthias Klopfer.

Fachbereich „Gebäudemanagement“

Der Fachbereich „Gebäudemanagement“ und die Zuständigkeit für die Städtische Wohnungsbaugesellschaft SWS werden im Dezernat II gebündelt. Wertvolle Synergieeffekte ergeben sich auch durch die ab November 2016 unmittelbare räumliche Nähe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter einem Dach: Der Fachbereich „Gebäudemanagement“ und die SWS werden in die Postarkaden umziehen und dann Besprechungs- und -Sozialbereiche gemeinsam nutzen. „Beispielsweise bei der Planung der Forscherfabrik und der Stadtbücherei zeigt sich schon heute, dass sich SWS und der Fachbereich Gebäudemanagement sehr gut ergänzen. Die beiden Bereiche stellen die Hochbaukompetenz in unserer Stadt dar“, erläuterte Klopfer.

Fachbereich „Tiefbau“

Die Aufgaben des Fachbereichs „Tiefbau“ gehen zum größten Teil zu den Zentralen Diensten und teilweise dem Fachbereich „BürgerService, Sicherheit und Ordnung“ über. So soll das Friedhofswesen dem Fachbereich „BürgerService, Sicherheit und Ordnung“ zugeordnet werden. Somit erfolgt dort eine weitere Aufgabenbündelung und Stärkung als zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger. „Durch eine Zentralisierung der Planung für Infrastruktur bei den ZDS erhoffen wir uns effektivere Abläufe“, fasste es OB Klopfer zusammen. Die Infrastruktur der Kernstadt Schorndorf und in den Teilorten wird bislang von drei unterschiedlichen Einheiten geplant, gebaut und anschließend auch unterhalten und instandgesetzt. Die Planungsabteilungen der Stadtwerke Schorndorf (SW), der Fachbereich Tiefbau, der Bereich Vermessung und die Planungsabteilungen der ZDS werden nun zu einer Zentralen Planungsabteilung gebündelt, um neue Möglichkeiten der Arbeitsorganisation und wichtige Synergien in Planung, Bau und Unterhaltung zu erreichen. Sowohl die ZDS wie auch die Stadtwerke werden in der übergeordneten Steuerung dem Dezernat I zugeordnet, die Stadtentwässerung verbleibt im Dezernat II.

Bürgermeisterstelle wird ausgeschrieben

Durch die Organisation in drei Dezernaten entfällt auch die Stelle des Finanzdezernenten zum 30. September dieses Jahres. Stattdessen wird die Bürgermeisterstelle mit Zuständigkeit für das Dezernat II ausgeschrieben. „Unser Finanzdezernent Thorsten Englert hat angekündigt, dass er sich für diese Stelle bewerben wird“, ließ Oberbürgermeister Klopfer bereits wissen. Ihm selbst untersteht das Dezernat I, Erster Bürgermeister Edgar Hemmerich führt das Dezernat III.

Fraktionsvorsitzende sind sich einig

„Es war richtig, dass wir uns Gedanken gemacht haben, ob die bisherige Struktur noch die richtige ist“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Beutel. Es sei wichtig gewesen, eine langfristige Lösung zu finden, ein Modell, das viele Jahre funktioniert. Zudem müsse nun gewährleistet werden, dass eine „wirklich gute Kraft“ für die Stadtplanung eingestellt werde, die Schorndorf voranbringe. Dies bekräftigte neben den beiden anderen Fraktionsvorsitzenden auch SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Otto Völker: „Wir brauchen eine hohe Kompetenz im Stadtplanungsbereich. Die neue Struktur ist aus meiner Sicht zukunftsfähig und eröffnet nebenbei auch noch eine Kostenersparnis, da ein Dezernatsleiter entfällt.“

Die Stadtverwaltung entwickle sich jetzt noch mehr hin zu einem Dienstleistungsunternehmen, erklärte Werner Neher, GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender. Dies sei ganz im Sinne der Bürgerinnen und Bürger: „Denn die Arbeiten müssen gut und effektiv erledigt werden.“ Und für FDP/FW-Fraktionsvorsitzender Peter Erdmann ist die Neuorganisation der Strukturen ein „sehr gangbarer Weg“. Entscheidungen seien leichter zu treffen durch die kürzeren Wege. Dies wiederum führe zu besseren Ergebnissen.

Die Zustimmung des Gemeinderates in der kommenden Woche vorausgesetzt, wird die neue Dezernatsstruktur zum 1. Oktober dieses Jahres umgesetzt.

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