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Stadtnachrichten

Hier finden Sie Informationen aus dem städtischen Mitteilungsblatt  "Schorndorf Aktuell"

Sommer-Filmfestival: Benefizabend für die Freiheit


Annette Krönert, Vorstand der Palm-Stiftung (rechts), spendet im Namen der Stiftung die ersten 100 Euro für Reporter ohne Grenzen – zur Freude der Organisatoren des Sommer-Filmfestivals, Gerhard Nickel und Ulrich Fink (v.l.).

Schon heute beginnt Ulrich Fink mit dem Daumendrücken. Daumendrücken, dass der Wettergott mitspielt und das diesjährige Sommer-Filmfestival, organisiert von SchorndorfCentro, bei lauen Sommertemperaturen und möglichst ohne Regen über die Bühne geht. Von Freitag, 11. August bis Montag, 21. August stehen tolle Filme auf dem Programm (siehe „Das Kinoprogramm“ in diesem Text). „Dieses Jahr ist uns die Auswahl richtig schwer gefallen, es gab so viele gute Filme im Angebot“, sagt Fink, Geschäftsführer von SchorndorCentro. Erneut arbeitet er mit Kinobetreiber Heinz Lochmann zusammen, der das Schorndorfer Sommer-Filmfestival seit Jahren tatkräftig unterstützt. In diesem Jahr haben sich die Sommer-Filmfestivalmacher zudem noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Sie verlängern gemeinsam mit der Palm-Stiftung das Festival um einen Kinoabend und zeigen am Montag, 21. Juli den Film „Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück“. Der Erlös des Abends geht an die Organisation „Reporter ohne Grenzen“.

Meinungs- und Pressefreiheit

Das Thema Meinungs- und Pressefreiheit sei derzeit in aller Munde, nicht zuletzt seit der Inhaftierung des deutschen Journalisten Deniz Yücel in der Türkei, erklärt Gerhard Nickel, Vorsitzender von SchorndorfCentro, wie es zu der Idee des Benefizabends kam. Und da die Palm-Stiftung, die ihren Sitz in Schorndorf hat, alle zwei Jahre den Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit vergibt, lag eine Zusammenarbeit auf der Hand. „Unser Ziel ist es, die Menschen zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass Meinungs- und Pressefreiheit unerlässlich sind für eine funktionierende Demokratie, auch wenn das nicht immer bequem ist“, betont Annette Krönert, Vorstand der Palm-Stiftung. „Und uns geht die Arbeit leider nicht aus.“ Eine Organisation, die sich weltweit für Pressefreiheit und gegen Zensur einsetzt, ist „Reporter ohne Grenzen“. An diese soll der Erlös des Benefizabends gehen. „Wir verlangen keinen Eintritt, freuen uns aber sehr über Spenden“, erklärt Ulrich Fink. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am Abend Dienst haben, unterstützen die Idee: Sie verzichten allesamt auf ihr Gehalt. Ebenso haben die Bewirter Marc Schmitt und Thomas Stech aus Esslingen angekündigt, einen Beitrag zu leisten. Die ersten 100 Euro kamen als Spende gleich von Annette Krönert im Namen der Palm-Stiftung.

Über „Colonia Dignidad“

Der Film „Colonia Dignidad spielt in Chile im Jahr 1973. Lena und Daniel geraten während des Militärputsches in die Fänge der Geheimpolizei. Daniel (Daniel Brühl) wird verschleppt und Lena (Emma Watson) findet heraus, dass er in der hermetisch abgeriegelten Colonia Dignidad im Süden Chiles festgehalten wird. Nach Außen ein deutsches Musterdorf unter der Führung des Laienpredigers Paul Schäfer (Michael Nyqvist), kollaboriert die Colonia in Wahrheit mit Diktator Pinochet und lässt ihn dort politische Gefangene foltern und töten. Lena beschließt, sich der berüchtigten Sekte anzuschließen, um Daniel zu befreien. Regie der französisch-deutsch-luxemburgischen Koproduktion führte Florian Gallenberger.

Das Kinoprogramm

Und diese Filme stehen beim diesjährigen Sommer-Filmfestival auf dem Programm:
  • Freitag, 11. August: „Lion – Der lange Weg nach Hause
  • Samstag, 12. August: „Die Schöne und das Biest“
  • Sonntag, 13. August: „Ein Dorf sieht schwarz“
  • Montag, 14. August: „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“
  • Dienstag, 15. August: „Mein Blind Date mit dem Leben“
  • Mittwoch, 16. August: „Plötzlich Papa“
  • Donnerstag, 17. August: „La La Land“
  • Freitag, 18. August: „Willkommen bei den Hartmanns“
  • Samstag, 19. August: „Toni Erdmann“
  • Sonntag, 20. August: „Florence Foster Jenkins“
  • Montag, 21. August: Benefizabend mit dem Film „Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück“
Einlass und Bewirtung ist jeweils ab 19.30 Uhr, die Filme starten gegen 21 Uhr. Der Zugang zum Kinogelände erfolgt über die Johann-Philipp-Palm-Straße/Finanzamt. Der Eintritt kostet 9 Euro pro Person, die Karten gibt es nur an der Abendkasse. Alle Infos sowie das Programmheft zum Herunterladen finden Interessierte im Internet unter www.schorndorf-centro.de.

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