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Stadtnachrichten

Hier finden Sie Informationen aus dem städtischen Mitteilungsblatt  "Schorndorf Aktuell"

Offizieller Baubeginn des Hochwasserrückhaltebeckens zwischen Urbach und Plüderhausen




 Damit wird ein entscheidender Baustein des Hochwasserschutzes im Remstal umgesetzt. Die Bedeutung dieses Spatenstichs zeigt sich bereits an dem Teilnehmerkreis: Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima, Energiewirtschaft Dr. Andre Baumann, Landrat des Rems-Murr-Kreises, Dr. Richard Sigel, der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer, der Plüderhäuser Bürgermeister Andreas Schaffer und der Urbacher Bürgermeister Jörg Hetzinger sowie die Verantwortlichen des Wasserverbands Rems.

„Die Hochwasser in den vorangegangenen Jahren haben uns eindrucksvoll vor Augen geführt, dass wir die Gefahr, die von diesen Ereignissen ausgeht, nicht unterschätzen dürfen. Umso wichtiger ist es, dass sich die Kommunen ihrer Verantwortung bewusst sind und sich der Aufgabe stellen. Wir als Land nehmen unsererseits unsere Verantwortung für den Hochwasserschutz wahr. Deshalb stellen wir zur Finanzierung von Hochwasserschutzmaßnahmen und für Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie im Jahr insgesamt rund 90 Millionen Euro bereit. Dies soll und wird auch in Zukunft so bleiben. Gemeinsam können wir vieles erreichen, auch wenn wir wissen, dass ein hundertprozentiger Hochwasserschutz nicht machbar ist – aus technischen und ökonomischen Gründen“, so Staatssekretär Dr. Andre Baumann.

Im Herbst 2016 übergab Umweltminister Franz Untersteller einen Förderbescheid in Höhe von zwölf Millionen Euro an den Wasserverband Rems zur Finanzierung des Rückhaltebeckens Urbach-Plüderhausen. Damit sind bereits 70 Prozent der Kosten in Höhe von rund 17 Millionen Euro gedeckt. Somit können die entsprechenden Dämme und das Durchlassbauwerk gebaut und im Falle eines Hochwassers rund 700 000 Kubikmeter gestaut werden. „Dieses Hochwasserrückhaltebecken ist das vierte im Bunde des Wasserverbands Rems – neun sollen es insgesamt werden. Das heißt: Wenn dieses Becken fertig ist, haben wir schon fast die erste Halbzeit geschafft. Wir freuen uns mit dem Wasserverband Rems darüber, dass es voran geht. Denn damit kommen wir unserem großen Ziel, die Bewohner des Remstals noch besser vor Hochwasser zu schützen, ein gutes Stück näher“, betont Landrat Dr. Richard Sigel. „Bei diesem Thema steht das Landratsamt auch in der zweiten Halbzeit vor einer besonderen Herausforderung: Einerseits möchten wir gemeinsam den Hochwasserschutz voranbringen, andererseits müssen wir dafür Sorge tragen, dass die Vorgaben in Sachen Naturschutz eingehalten werden.“

Die Bauarbeiten am HRB 4 sollen bis kurz vor Beginn der Remstalgartenschau im Mai 2019 abgeschlossen sein. „Ich freue mich, dass nachdem die Rückhaltebecken Schorndorf-Winterbach, Schwäbisch Gmünd-Reichenhof und Lorch-Waldhausen zwischen 2005 und 2008 fertiggestellt wurden, nun das Hochwasserrückhaltebecken Urbach-Plüderhausen gebaut wird. Wir kommen damit unserem Verbandsziel einen entscheidenden Schritt näher“, sagt Schorndorfs Oberbürgermeister und Vorsitzender des Wasserverbands Rems, Matthias Klopfer. Als nächstes Rückhaltebecken stehe der Rückhalteraum Schorndorf-Urbach auf der Agenda.

Andreas Schaffer, Bürgermeister aus Plüderhausen, sagt zum Baubeginn: „Wir freuen uns mit allen Beteiligten über den Baubeginn nach zehn Jahren Planung. Plüderhausen war nie Gegner das HRB 4 – auch wenn wir uns kurzfristig quer stellen mussten.“ Und so bedankte er sich bei Oberbürgermeister Matthias Klopfer, der 2012 den Verbandsvorsitz des Wasserverbands Rems übernommen hatte und maßgeblich daran beteiligt war, das Becken auf den Weg zu bringen. „Mit politisch klugem Vorgehen und fachlich überzeugenden Plananpassungen wurde rasch verlorenes Vertrauen aufgebaut, aus dem sich ein reibungsloser Planungsablauf ergab“, so Schaffer. Sein Urbacher Bürgermeisterkollege Jörg Hetzinger ergänzt: „Mit dem Bau des Rückhalteraums zwischen Urbach und Plüderhausen wird nach jahrelanger Planung und vielen Diskussionen der für unsere Gemeinde dringend notwendige Hochwasserschutz entlang der Rems erreicht. Vor allem Urbacher Gewerbe- und Industriebetriebe werden geschützt. Auch Schorndorf und Winterbach profitieren von der Maßnahme. Damit rückt der vom Wasserverband Rems angestrebte Schutz vor Jahrhunderthochwassern bei uns in greifbare Nähe.“

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