Volltextsuche:
Your Language: DE | EN
Schrift einstellen: AA
Stadtmuseum @Jens Oswald
Startseite > Die Stadt > Stadtporträt > Historisches > Ludovike Simanowiz

Ludovike Simanowiz (1759 - 1827)
- die Frau, die Friedrich Schiller malte

Kunigunde Sophie Ludovike Reichenbach wurde am 21. Februar 1759 in Schorndorf als drittes Kind des Regimentsarztes Jeremias Friedrich Reichenbach und seiner Frau Susanne Sophie geb. Schwegler, einer Apothekerstochter, geboren.

1762 zog die Familie nach Ludwigsburg in die Mömpelgardstraße 26, wo auch 1766 die Familie Schiller einzog. Ludovike wuchs zusammen mit Friedrich Schiller und seinen Schwestern auf. Eine besonders innige Freundschaft verbindete Ludovike mit Friedrich Schiller und dessen Schwester Christophine.

Entgegen der gesellschaftlich vorgegebenen Norm, schlug Ludovike, unterstützt von ihrer Familie, die von ihrem außergewöhnlichen Talent überzeugt war, eine künstlerische Laufbahn ein. Allerdinge gestaltete sich ihr Weg bereits zu Beginn schwierig, denn Frauen war der Zutritt zur herzoglichen Académie des Arts und zur Hohen Carlsschule in Stuttgart untersagt. Doch Ludovike hatte Glück und erhielt 1776 in Stuttgart Privatunterricht beim württembergischen Hofmaler und Kunstprofessor der Hohen Carlsschule, Nicolas Guibal. Dieser führte Sie in die Ölmalerei ein, und unterrichtete Sie im Zeichnen.

Mit 28 Jahren unternahm sie, mittels finanzieller Unterstützung von Herzog Carl Eugen und der württembergischen Herzogin Franziska von Hohenheim, ihre erste Parisreise. Dort ließ Sie sich vom französischen Hofmaler Antoine Vestier weitere zwei Jahre ausbilden.

Ihr erster großer Erfolg war ihr Portrait der Herzogfamilie Württembergs im Jahre 1788.

Im Mai 1791 heiratet sie den Leutnant Franz Simanowiz. Mit 18 Jahren hatte sie Franz Simanowiz breits kennengelernt, vermutlich über ihre Brüder, die wie Friedrich Schiller auf der Hohen Carlsschule ausgebildet wurden. 

1792 unternahm sie eine zweite Parisreise. Durch die aufkommende Revolution und die damit verbundenen Unruhen, musste sie 1793 aus Frankreich über die Normandie und Straßburg nach Ludwigsburg fliehen. Zurück in Ludwigsburg portraitierte sie die Familie Schiller.

Nachdem ihr Mann, Franz Simanowiz, 1798 einen Schlaganfall erlitt, pflegte sie ihren Mann, gab Malunterricht und nahm Schülerinnen als Pensionsgäste in ihrem Haus auf.

Im Juni 1827 starb Franz Simanowiz. Noch im selben Jahr, am 18. September 1827, folgte Ludovike Simanowiz ihrem Mann. 

Das Portrait von Friedrich Schiller zählt wohl zu Ihren bekanntesten Werken. Insgesamt sind  mehr als hundert Bilder, darunter 30 Portraits von Familienangehörigen, erhalten.

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK