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Fachwerkhaus in Haubersbronn

Haubersbronn

Haubersbronn ist mit rund 3.300 Einwohnern der zweitgrößte Stadtteil der Großen Kreisstadt Schorndorf und liegt an den Landesstraßen L 1150 und L 1148, die von Schorndorf in das Wieslauftal und auf den Welzheimer Wald führen. Im Osten grenzt Haubersbronn an das Landschaftsschutzgebiet Linsenberg sowie nördlich an den Fuß des Welzheimer Waldes.

Das Wappen von Haubersbronn


Wappen von Haubersbronn In gespaltenem Schild vorne in Rot ein mit dem Bart nach links gekehrter silberner Schlüssel, hinten in Silber eine gestürzte, das heißt mit der Spitze nach oben weisende Pflugschar.

Um daran zu erinnern, dass Haubersbronn bis zur Reformation der westlichste Ort des Bistums Augsburg war, riet die Archivdirektion im Jahre 1954, die Wappenfarben des Bistums, Silber und Rot, zu wählen und der Pflugschar zur Unterscheidung von bestehenden ähnlichen Gemeindewappen ein Beizeichen hinzuzufügen. Am 26. November 1954 nahm der Gemeinderat das jetzige Wappen an, wobei er den Schlüssel als Hinweis darauf verstanden haben wollte, dass die Gemeinde ihrer Lage nach der Schlüssel zum Wieslauftal ist. Zugleich erinnert diese Figur als Attribut von St. Peter an die 1470 gestiftete Kaplanei zu Haubersbronn, die unter anderen auch diesen Heiligen zum Patron hatte.

Zur Geschichte Haubersbronn


Haubersbronn wurde im Jahre 1296 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname besteht aus einem Eigennamen "Hubrecht", wie es in der Urkunde von 1296 noch heißt, und dem Hinweis auf einen Brunnen. Mit Brunnen war nicht unbedingt ein gegrabener und gefaßter Brunnen gemeint. Als Brunnen wurde in früheren Zeiten auch eine Quelle bezeichnet. Quellen hat es an den Ausläufern des Welzheimer Waldes zum Wieslauftal hin viele gegeben. Der Hubertsbrunnen geht vermutlich auf den Namen von Bischof Hubert von Lüttich zurück, der selbst aber nie im Remstal war. Der Brunnen gab hiernach der Siedlung den Namen, als Menschen im 9. Jahrhundert den Wald hier rodeten, Wiesen, Äcker und vielleicht schon Weinberge anlegten und in den Nähe des Hubertsbrunnens ihre Behausungen bauten.

Die Kirche in Haubersbronn


Die evangelische Kirche wurde 1470/80 an der Stelle eines in erhaltenen Teilen nachweisbaren, kleineren spätromanischen Baus errichtet. Die Chorseitenturmanlage lässt auf die geplante Erhebung zur Pfarrkirche schließen. Im Netzgewölbe des Chores der Kirche ist der Heilige Wendelin, nachdem die Kirche benannt ist, neben Maria und dem Jesuskind abgebildet. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Haubersbronn eine rein evangelische Gemeinde. Mit der Zuweisung von Heimatvertriebenen kamen vorwiegend Katholiken nach Haubersbronn. Am 24. Juli 1955 wurde die neu erbaute katholische Kirche dem Heiligen Bonifatius geweiht.

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