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Fachwerkgebäude

Weiler

Weiler ist mit über 4.000 Einwohnern der größte Stadtteil der Großen Kreisstadt Schorndorf und liegt im schönen Remstal an der Landesstraße (L1150) sowie an der Bahnlinie Stuttgart - Aalen. Weiler (255 m über N.N.) grenzt im Osten an die Kernstadt und im Westen an die Gemeinde Winterbach.

Das Wappen von Weiler


Wappen von Weiler Das aus drei ineinander verschränkten Dreiecken bestehende, in einem Zug gezeichnete Fünfeck, ist als Fleckenzeichen von Weiler zuerst für 1686 nachgewiesen und heute noch auf alten Marksteinen zu sehen. Am 8. Dezember 1958 wurde vom Innenministerium das Recht zur Führung eines Wappens verliehen. Der unter dem Fleckenzeichen erscheinende Wellenbalken weist auf die Lage an der Rems hin.

Zur Unterscheidung von anderen gleichnamigen Orten wird dies auch im amtlichen Gemeindenamen "Weiler/Rems" ausgedrückt. Die Wappenfarben erinnern an die Zugehörigkeit zu Württemberg. Um die Unterscheidung der Gemeindeflagge von der Landesflagge zu ermöglichen, wurde für die Weilermer Flagge die Farbkombination Blau-Gelb gewählt.


Die Geschichte Weilers


Ursprünglich wurde anhand einer vorliegenden Urkunde davon ausgegangen, dass Weiler im Jahr 1206 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Neuere Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass es sich hier um ein Weiler im Filstal handelt. Sicher ist, dass "unser" Weiler in einer Urkunde vom 22. Juli 1293 erwähnt wird, als Graf Eberhard von Württemberg das Kloster Lorch unter seinen Schutz nahm. Der tatsächliche "Geburtstag" von Weiler dürfte nach Ansicht der Experten wesentlich früher als die erste urkundliche Erwähnung sein.

Das älteste Gebäude in Weiler ist die Evangelische Kirche zum heiligen Kreuz, deren Geschichte mindestens bis in das Jahr 1359 zurückreicht: So ist den Büchern zu entnehmen, dass in diesem Jahr der Bischof von Konstanz anreiste, um einen Altar zu weihen. Die Kelter kann seit ihrer Erbauung im Jahr 1687 auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. So war sie nicht nur Kelter, sondern beherbergte z.B. auch die Feuerwehr, da der Weinbau in Weiler im Jahr 1910 eingestellt wurde.

Im Jahr 1684 erhielt Weiler eine eigene Schule, in der das Wohnzimmer des Schulmeisters zugleich das Klassenzimmer war.

1880 entstand anstelle der Ziegelhütte die Dampfziegelei G. Groß. Diese war bis 1976 der größte Arbeitgeber der Gemeinde. Seit 1952 nimmt diese Stellung die Firma Oskar Frech GmbH ein, die bis heute stets erweiterte und in Weiler 320 Personen beschäftigt.

Weiler/Rems schloss im Mai 1966 eine Partnerschaft mit der damaligen Marktgemeinde Radenthein in Kärnten, die bis heute durch regelmäßige Besuche gepflegt und belebt wird.

Zum 1. Januar 1973 wurde mit der Eingliederung der selbständigen Gemeinde Weiler/Rems in die Stadt Schorndorf die Eigenständigkeit aufgegeben.

Die Kirchen in Weiler


Die evangelische Kirche wurde 1359 erstmals urkundlich erwähnt und dem heiligen Kreuz geweiht. Sie wurde von einem Schorndorfer Pfarrer betreut, da Weiler erst im Jahr 1852 eine eigene Pfarrei bekam. 1742 wurde die Kirche gegen Norden vergrößert und die Männerempore geschaffen. Im Jahr 1879 wurde der Kirchturm vom Zeltdach zur heutigen Form umgebaut. Die renovierte Kirche konnte 1962 eingeweiht werden.

Nachdem Weiler im Jahr 1963 über 630 katholische Gläubige zählte, wurde mit dem Bau einer Kirche westlich des Friedhofs begonnen. Sie wurde am 30. Oktober 1966 eingeweiht und dem Heiligen Stephanus geweiht. Die "Gemeinde Gottes" hat seit 1941 ihre Gottesdienste in Privathäusern abgehalten. 1950 konnte eine eigene kleine Kirche in der Winterbacher Straße eingeweiht werden.

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