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Geschichte des Stadtarchivs

Die Anfänge des Stadtarchivs Schorndorf gehen zurück bis ins Mittelalter. Für die Stadt ist 1539 die "Stadtlade" (Archivtruhe, Archivkasten) erwähnt, zu der jeder der Bürgermeister einen Schlüssel hatte und in der die wichtigsten Dokumente aufbewahrt wurden. Privatleute konnten dort auch ihr Testament hinterlegen. Stadt und Spital hatten jeweils eigene Registraturen. Von "des Spitals Laden" ist bereits 1507 die Rede. Die Urkunden wurden in einem Gewölbe, einem feuer- und diebstahlsicheren Ort, gelagert. Für die Registratur des "Spitals zum Heiligen Geist" war der Spitalmeister zuständig.

Beim Stadtbrand von 1634, der die ganze Stadt vernichtete, wurde das Archiv stark dezimiert. Das Spitalarchiv konnte teilweise gerettet werden. Im Jahr 1653 wurden die städtischen Dokumente in "ein absonderlichen rotulum auffgezaichnet" (Verzeichnis), der leider nicht erhalten ist. In der Folgezeit sind viele Archivalien verloren gegangen, so z.B. verschiedene Urkunden, das Spitalpfründbuch von 1599, Bürgermeisterrechnungen von 1497 an und Siegeltypare. 1813 hat der Brand der Stadtschreiberei Akten, Güter- und Steuerbücher vernichtet. 1826 wurden Akten ausgeschieden und veräußert. 1883 wurde das Archiv durch den Verwaltungsaktuar a.D. Stein geordnet, aber leider auch "wertlose" Akten verkauft.

Die städtischen Archivalien werden heute noch im Archivgebäude in der Archivstraße aufbewahrt. Es handelt sich dabei um einen alten Archivzweckbau, von dem heute nur noch wenige erhalten sind. Das Archivgebäude wurde in den Jahren 1785-1788 anstelle eines "in Abgang gekommenen" nach dem Entwurf des württembergischen Landoberbauinspektors Johann Adam Gross d.J. (1728-1794) errichtet. Es war von Anfang an feucht, dazu kam noch Schädlingsbefall. Schädigend wirkten sich auch "Sammler" aus. Fast alle Siegel an den Urkunden und die Briefe von und an Karl Friedrich Reinhard fehlen. 1976 wurde das alte Archivgebäude im Innern saniert, 1979 auch äußerlich erneuert.

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