Stadtnachricht

Politik im Rathaus: CDU-Fraktion


Matthias Härer … ein gern verwendetes Motto für Wahlprospekte und Sonntagsreden. Für Kommunalpolitiker stellen diese Worte auch eine Verantwortung im doppelten Sinne dar: Zum einen müssen wir jetzt und hier für unsere Kinder beste Bedingungen schaffen, damit sie für die Zukunft gut gerüstet sind. Wir müssen unsere Stadt so attraktiv machen, dass junge Menschen in Schorndorf Familien gründen und junge Familien hierher kommen. Andererseits sind wir dafür verantwortlich, dass wir unseren Kindern nicht Schuldenberge hinterlassen, die unsere Nachkommen möglicherweise nicht mehr zurück bezahlen können. Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat die Kindergartenbedarfsplanung fortgeschrieben. Nicht nur durch den Zuzug von Flüchtlingsfamilien haben sich einige Prioritäten verändert. Ein wichtiger Baustein ist die Errichtung des sechsgruppigen Bewegungskindergartens am Sportpark Rems. Die Notwendigkeit dieser Einrichtung ist aus unserer Sicht unstrittig, vor allem weil die Kindergärten Sonnenbogen und Stadthaus ersetzt werden müssen. Zudem wirken sich die Folgen des demographischen Wandels sehr zeitverzögert auf unsere Kindergartenbedarfsplanung aus, weil sich auch die Anforderungen an Kindertagesstätten (flexible Öffnungszeiten, mehr Ganztagesbe-treuung, Mehrbedarf bei Unter-Drei-Jährigen etc.) verändern. Für die CDU-Fraktion sind große, mehrgruppige Einheiten nicht das Allheilmittel bei der Kinderbetreuung. Eine günstige und sinnvolle Alternative ist der Ausbau von Waldkindergarten-Gruppen. Deshalb begrüßen wir die Erweiterung der „Waldwichtel“ beim Gelände des Kleintierzuchtvereins Weiler und fordern die Einrichtung eines weiteren Waldkindergartens. Eine unverzichtbare Ergänzung des Kinderbetreuungsangebotes ist die Arbeit des Tageselternvereins. Dies zeigt sich durch die hohe Nachfrage an Tagesbetreuungsplätzen. Leider finden sich weit weniger Tagesmütter als notwendig, um den Bedarf zu decken. Dies liegt an den hohen Eingangshürden (160 Stunden Qualifikationskurs) und vor allem an der zu geringen Vergütung. 5,50 Euro je Kind und Betreuungsstunde abzüglich Sozialversicherung und Verpflegungskosten sind nicht auskömmlich. Deshalb hat die CDU-Fraktion den Antrag auf deutliche Erhöhung der Vergütung von Tagesmüttern gestellt. Dieser Antrag muss noch mit dem Landratsamt und den umliegenden Gemeinden abgestimmt werden und wird in einer der nächsten Sitzungen behandelt. Um unsere Kinder im Vorschulalter optimal betreuen zu können, setzt die CDU weiterhin auf das Miteinander von städtischen, kirchlichen und freien Trägern und auf den Tageselternverein mit seinem flexiblen Betreuungsangebot.