Stadtnachricht

Neuigkeiten aus dem Technischen Ausschuss


„Wunderschön nur leider etwas spät, der Bewegungskindergarten“, so BM Englert.

In der vergangenen Sitzung des Technischen Ausschusses stellte Stefan Hein, Leiter des Dezernats Bauen, Umwelt und Infrastruktur gemeinsam mit Radkoordinatorin Karen Fischer des Landratsamts Rems-Murr die Planungen einer Radschnellverbindung zwischen Schorndorf und Fellbach vor. Baden-Württemberg sei das zweite Bundesland nach Nordrhein-Westfalen, das die Realisierung der Radschnellwege umsetzt. In Böblingen wurde die erste dieser Art bereits realisiert. Das Landratsamt Rems-Murr beschäftigt sich schon seit zwei Jahren mit der Thematik. Im letzten Jahr wurden zwei Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben: Die Verbindung Schorndorf - Fellbach und die Strecke Ludwigsburg - Waiblingen. Hein stellte außerdem Finanzierungsmöglichkeiten der Radschnellverbindung vor: durch den Bund sei eine Förderung von 75 Prozent und durch das Land eine Förderung von 50 Prozent möglich. Dies entspricht dann einer Gesantförderung von 87,5 Prozent.

Machbarkeitsstudie

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde eine Vorzugsvariante auf der Strecke Schorndorf - Fellbach ermittelt. Für diese Strecke erstellte das Landratsamt ein Maßnahmenkataster und hinterlegte dieses mit einer Kostenschätzung. Der erforderliche Standard für eine Radschnellverbindung lässt sich dabei auf 85 Prozent der Strecke realisieren. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 32 Millionen Euro. Das Landratsamt geht von 2.800 Nutzern dieser Strecke pro Tag aus.

Voraussetzungen

Bei der Planung der Radschnellverbindungen sind bestimmte Voraussetzungen zu berücksichtigen. Grundsätzlich muss die Radschnellverbindung eine Länge von über fünf Kilometer und eine Mindestbreite von vier Metern erfüllen. Die Fahrbahnoberfläche muss eine hohe Qualität aufweisen sowie weitestgehend kreuzungsfrei sein. Kinderwägen und E-Roller sind auf dem Radschnellweg nicht erlaubt. Die gute Nachricht: Das Potenzial der Verbindung Schorndorf - Fellbach ist auf über 22 Kilometern und in den sieben beteiligten Kommunen nachgewiesen. Das Landratsamt bereitet nun im nächsten Schritt den Förderantrag für die Radschnellverbindung vor. Weitere Informationen sowie das Meldeportal für das Radwegenetz finden sich online unter: www.radfahren-im-rmk.de.

Fertigstellung Bewegungskindergarten verzögert sich

Das von der Stadt Schorndorf beauftragte Architekturbüro „h4a Architekten“, Steffen Schultheiß, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement und Bürgermeister Thorsten Englert berichteten im Technischen Ausschuss über die aktuelle Situation zu den Bauarbeiten im Bewegungskindergarten mit Mehrzweckgebäude im Sportpark Rems. Vielfältige Ursachen, erschwerten und unterbrachen mehrfach bereits den Baufortschritt. Zuletzt sorgte ein Wasserschaden an der Fassade für weitere Komplikationen. Auch Lieferengpässe in Verbindung mit einer ungenügenden Arbeitsmoral der ausführenden Baufirmen erschwerten das Projekt, so Englert. Der sechsgruppige Bewegungskindergarten, der durch den freien Träger AWO geleitet wird, kann demnach erst im Januar 2020 bezogen werden. Im schlimmsten Fall erhöht sich das Budget von 8,4 Millionen Euro um weitere 300.000 Euro Mehrkosten, kalkuliert Englert. Bislang sind 24 Kinder verbindlich für den Bewegungskindergarten angemeldet. 19 Kinder werden ab Mitte September zusätzlich durch die AWO im Kinderhaus Sonnenbogen betreut. Alle Kinder, die nicht im Sonnenbogen untergeracht werden, bekommen bis Januar ein Alternativangebot oder es werden Gespräche geführt, einen späteren Betreuungsstart ab Januar wahrzunehmen. Der Fachbereich Kindertagesstätten ist mit den Eltern im Gespräch.