Stadtnachricht

Exzellente Schülerleistungen wurden belohnt


„Wenn aus einer Innovation eine Tradition wird, die nach fast einem Vierteljahrhundert noch Bestand hat, dann kann man sagen, es war eine gute Idee“, sagte Felix Stammler in seiner Eigenschaft als Präsident des Rotary Club Schorndorf vor wenigen Tagen. Damit meinte er den Rotary-Schülerpreis, der vergangene Woche bereits zum 24. Mal verliehen wurde.

Schulische Leistungen und soziales Engagement

Mit dem mit 500 Euro dotierten Preis werden Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Schorndorf ausgezeichnet, die im vergangenen Schuljahr durch soziales Engagement und besondere schulische Leistungen aufgefallen sind.
Rotary Club Präsident Stammler wünschte den Preisträgern in seiner Ansprache zum einen Eigensinn und eigene Ideen, zum anderen gab er ihnen aber auch mit, ein offenes Ohr für vorangegangene Generationen zu haben. „Aber auch die Eltern und Lehrkräfte müssen erwähnt werden. Sie haben mit ihrem Engagement die Grundlagen für diese Auszeichnungen gesetzt.“
Stefan Weißert, Schulleiter der Grafenbergschule, wo die Verleihung in diesem Jahr stattfand, lobte ebenfalls die Leistungen der acht Schülerinnen und Schüler. „Sie haben viel Zeit und Energie aufgebracht um die Basis zu schaffen und haben sich nicht nur Fachwissen, sondern auch soziale Kompetenzen angeeignet. Davon lebt unsere Gemeinschaft.“
Und auch Oberbürgermeister Matthias Klopfer zeigte sich stolz auf die Leistungen der geehrten Schüler und hob ebenfalls die Leistung von Familien und Lehrern hervor. „Ich wünsche Ihnen auch weiterhin die Kraft, die Jugendlichen zu motivierten Erwachsenen zu erziehen.“

Rotary Präsident Felix Stammler, Janina Hanker, Sabine Waldner (vorne), Jessica Alekseev, Nora Boholt, Simone Goltz, Luise Hoppe, Celine Schwenger und OB Matthias Klopfer bei der Preisverleihung. Es fehlt Malte Roßkamp.

Laudationes von Lehrkräften

Jeder ausgezeichnete Schüler bekam von einer Lehrkraft eine Laudatio und anschließend die Urkunde überreicht. Geehrt wurden:

Celine Schwenger, Johann-Philipp-Palm-Schule

Celines Hand gleicht im Unterricht der einer Tennisspielerin. Mit rund 20 bis 30 Wortmeldungen pro Schulstunde ist sie ständig in Bewegung. Sie zeigte ausnahmslos an allen Fächern Interesse und stelle neugierig und wissbegierig viele Fragen. Als Klassensprecherin und in der SMV set- zte sie sich für die Gemeinschaft ein. Mitschülern gab sie Nachhilfe, in den Pausen veranstaltete sie einen Bibelkreis, sie half bei Spendenaktionen und in der Schulbibliothek mit. Ebenso ist sie in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert, spielt Klavier und singt. Auch ihre gute Laune und ein ständiges Grinsen zeichnet sie aus.

Janina Hanker, Grafenbergschule

Janina besuchte das Technische Gymnasium und fiel durch gute Leistungen, ihre Gewissenhaftigkeit sowie ihr Engagement auf. Sie war Klassen- und Schulsprecherin, in der SMV tätig und zuständig für das Klassenbuch. Jeder an der Schule wusste, ein Projekt in Janinas Händen wird ein gutes Projekt. Sie spielt Oboe und Klarinette, Letzteres auch in der Stadtkapelle, wo sie auch für die Organisation der Jugendkapelle zuständig war.

Sabine Waldner, Fröbelschule

Sabine ist eine starke Frau, die gerne Verantwortung übernimmt. So war sie beispielsweise für das wöchentliche Begrüßungsritual im Religionsunterricht zuständig und brachte dafür zuverlässig Tücher und Kerzen mit. Als Klassensprecherin und Mitglied der Schülerband hatte sie zahlreiche zusätzliche Termine. Als Sängerin trat sie bei ihrer eigenen Entlassfeier im Juli auf. In der Schülerfirma war sie im Catering aktiv. Als Sportlerin schnitt sie bei den Bundesjugendspielen sehr gut ab und zeigte in der Tanz-AG beim Cheerleading vollen Körpereinsatz. Privat betreibt sie Trampolinsport, spielt Flöte und besucht die christliche Jugendgruppe Move.

Jessica Alekseev, Albert-Schweitzer-Schule

Mit viel Fleiß hatte sich Jessica zum zweitbesten Notenschnitt vorgekämpft, denn das Lernen fällt ihr nicht ganz so leicht. Trotzdem hilft sie Mitschülern aus eigenem Antrieb und wird auch oft von diesen angefragt. Als anerkanntes Mitglied der Klasse war sie stets zuverlässig und zielorientiert. Sie erkannte schnell, wenn es etwas zu tun gab, und packte dann an. Hervorzuheben ist auch ihre große Hilfsbereitschaft. Wenn es um zusätzliche Dinge wie zum Beispiel einen Kuchen für den Flohmarkt ging, half sie immer mit. Als Klassen- und auch Schulsprecherin war sie immer freundlich und offen, sogar in Konfliktsituationen. Sie erhielt auch den Sozialpreis der Klasse.

Luise Hoppe, Burg-Gymnasium

Luise machte am Burg-Gymnasium nicht nur ihr Abitur, sie war auch Schulsprecherin, Mitglied im Schulsanitätsdienst, aktiv im Ghana-Arbeitskreis und auch bei Schüleraustauschen dabei. Die Schülerzeitung hat sie mitgegründet und dann auch fleißig dran mitgearbeitet. Und auch bei der Organisation von Schulfesten war sie gerne und zuverlässig dabei.

Malte Roßkamp, Max-Planck-Gymnasium

Malte konnte aus beruflichen Gründen nicht an der Verleihung teilnehmen, seine Laudatio wurde daher für ihn aufgezeichnet, seinen Preis nahm sein Vater entgegen. Malte fiel besonders durch sein großes technisches Verständnis auf. Schon als Sechstklässler wollte er unbedingt in die Technik-AG, um sein Können mit anderen zu teilen. Auch hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, das recht dunkle Schulfoyer ins rechte Licht zu rücken und so zum optimalen Platz für Veranstaltungen zu machen. Selbst mit Profis von Licht und Ton arbeitete er problemlos zusammen. Als Klassen- und Kurssprecher wagte er sich manchmal in unsicheres Gewässer, schaffte es aber stets, die Wogen zu glätten.

Simone Goltz, Gottlieb-Daimler-Realschule

Vorbildliches Verhalten, außerordentliche Leistungen und der Einsatz für Mitschüler sind Merkmale, die Simone besonders gut beschreiben. Zudem hat sie ein großes Herz, ist wissbegierig und engagiert. Für Sonderaufgaben war sie jederzeit zu haben. Mit reger Mitarbeit und guten Beiträgen trug sie zum Unterricht bei, war erst zufrieden, wenn alle Fragen beantwortet waren. Dank ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn setzte sie sich für Schwäche ein. In ihrer Freizeit ist sie Jugendgruppenleiterin einer Oberberkener Jugendgruppe. Als leidenschaftliche Musikerin spielt sie im Symphonieorchester der Jugendmusikschule und singt in der Jugendkantorei.

Nora Boholt, Gemeinschaftsschule Rainbrunnen

Das Lehrerkollegium der GMS Rainbrunnen war sich schnell einig, dass Nora die Preisträgerin des Rotary-Schülerpreises sein soll. Kritisches Nachfragen und ein gutes Zeitmanagement waren typisch für sie. Mit Unterstützung und Förderung von Daheim, verlor sie ihre Ziele nie aus den Augen. Neben ihrer Tätigkeiten als Schul- und Klassensprecherin war sie Mitglied der Schulband, organisierte Feste und Tage der offenen Tür mit, unterstützte die SMV und kümmerte sich auch um Schülerinnen und Schüler mit Problemen.