Stadtnachricht

Spatenstich für Kita Stöhrerweg



Die ersten Kilogramm Erde wurden bewegt.
Beim offiziellen Spatenstich war zwar noch nichts von der neuen Kindertagesstätte im Stöhrerweg zu sehen – bislang hatten nur ein paar Baggerarbeiten das Gelände vorbereitet –, Oberbürgermeister Matthias Klopfer fand jedoch schnell eine andere gute Aussicht. Von dem letzten Ascheplatz Schorndorfs aus, auf dem die Kita entsteht, hat man nämlich einen perfekten Blick auf den Grafenberg und seine Weinstöcke. Doch dafür war man nicht gekommen.

Im Stöhrerweg gleich neben der Rainbrunnenschule entsteht auf einer Fläche von 1,5 Hektar eine eingeschossige Kindertagesstätte, die ab Ende April 2021 etwa 100 Kinder beherbergen soll, aufgeteilt in drei U3- und drei Ü3-Gruppen.

Corona-Verzögerung

Der Entwurf des Büros architekturagentur.Eigentlich sollte schon vor drei Monaten mit den Bauarbeiten begonnen werden, durch Corona konnte der italienische Zulieferer der Firma Rubner Objektbau GmbH, die die Bauleitung übernimmt, jedoch nicht produzieren. Die Traditionsfirma Rubner Objektbau stammt aus Tirol und ist schon seit 100 Jahren im Baugeschäft. Die Kita Stöhrerweg setzt sie als Generalübernehmer in Fertigbauweise um und wird sie schlüsselfertig an die Stadt übergeben.

Kostensicherheit und Erfahrung

„Diese Bauweise bringt nicht nur Kostensicherheit“, erklärt Oberbürgermeister Klopfer – 4,96 Millionen Euro kostet die Kita –, „wir konnten auch schon Erfahrung mit dieser Bauweise in der Kita Haldenstraße sammeln.“ Auch der Bau der Kita Haldenstraße wurde im Zuge eines Ausschreibungsverfahrens an einen Generalübernehmer vergeben. Die schlüsselfertige Erstellung einschließlich Planungsleistungen benötigte damals gerade einmal 15 Monate. Durch die Bauweise, bei der Fertigteile ineinander gesteckt werden, stand das Gebäude bereits nach zwei Wochen.

Sogar noch schneller

Und im Stöhrerweg soll es sogar noch schneller gehen. „Massivbau ist nicht so einfach wie Holzbau, aber wir versuchen, die benötigte Zeit durch Vorfertigung so stark zu reduzieren, wie es nur geht“, erklärt Ulrich Deisser, Area Sales Manager von Rubner Objektbau. „Wir versuchen, im Werk alles so fertigzustellen, dass wir es hier vor Ort nur noch zusammensetzen müssen.“ Er schätzt, dass dafür wohl etwa zehn Lkws mit Wand- und Deckenelementen nötig sein werden. Was nicht viel sei, wenn man es mit den Anforderungen herkömmlicher Bauweisen vergleiche. „Die kommen und sind auch gleich wieder weg.“ Insgesamt sei das Unterfangen deutlich ruhiger, da „nicht so viel gehämmert und gebaut“ werde. Der Rohbau stehe relativ zügig und „wenn es laut wird, dann zumindest nicht so lang“, sagt Deisser.

Und auch Klaus Konz, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement, ist begeistert von dem Verfahren. „Das ist schon spektakulär, wie zügig so ein Gebäude errichtet wird. Die Leute werden verblüfft sein, wie schnell der Rohbau steht.“

Natürlich wirft Deisser ein, dass es zu Verzögerungen kommen könnte, sollte im Herbst eine zweite Corona-Infektionswelle über das Land ziehen, zeigt sich aber zuversichtlich. Auch OB Klopfer ist guter Dinge und hofft, im Frühjahr dann zusammen mit allen Beteiligten, Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und natürlich den Kindern ein großes Fest zum Einzug feiern zu können.

Das nächste Projekt steht schon an


Und auch wenn jetzt erstmal das vom Architekturbüro architekturagentur aus Stuttgart entworfene Gebäude im Stöhrerweg entsteht, steht doch für die Stadt auch schon das nächste Projekt in den Startlöchern. Denn in der Stadtmitte soll 2021 mit dem Bau der nächsten Kita begonnen werden, diesmal zweistöckig.
„Die Kitas sowie die Rainbrunnenschule, die neu gebaut wird, vervollständigen unsere drei starken Bildungszentren in Süd, Mitte und Nord“, so Matthias Klopfer.