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Blick über Schorndorf

Stadtnachricht

Die Digitalisierung schreitet voran


Das Corona-Virus hat das Schulleben ordentlich durcheinandergewirbelt. Und es hat sich ganz deutlich gezeigt: Digitales Fernlernen wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Dafür hat die Verwaltung die Grundlagen gelegt.

Jahrelang kümmerte sich in Schorndorf jede Schule selbst um ihre Computer, Programme und deren Wartung. Mittlerweile sorgen Mitarbeiter der städtischen IT (Informationstechnik) für einheitliche Lösungen. Begonnen hat diese enge Zusammenarbeit vor fünf Jahren mit einem Pilotprojekt der Stadt mit drei Schulen. „Ziel war es, die Schulen zu unterstützen und die Lehrerinnen und Lehrer gleichzeitig zu entlasten“, erzählt Claudiu Zenn, Leiter der Abteilung Internet und Kommunikation (IUK) der Stadt Schorndorf.

In den Jahren 2016 bis 2020 erfolgte dann die sukzessive Sanierung der Infrastruktur und Ausstattung mit digitalen Medien in den Schulen. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurden die Grundschulen mit digitalen Medienkoffern ausgestattet, in denen sich konvertible und robuste Mini-Notebooks, ein WLAN-Accesspoint, eine Dokumentenkamera, ein Beamer und ein Lautsprecher für den Einsatz im Klassenzimmer befinden. In den weiterführenden Schulen wurden in den Klassenräumen interaktive Whiteboards, Beamer und Dokumentenkameras eingerichtet.

Noch nicht vollständig abgeschlossen sind die IT-Arbeiten in der Fuchshofschule, der Schurwaldschule in Oberberken, der Primarstufe der Rainbrunnenschule und in der Gottlieb-Daimler-Realschule.

Digitales Klassenzimmer mit Dokumentenkamera

Im Jahr 2018 wurde ein weiteres Pilotprojekt auf den Weg gebracht: das digitale Klassenzimmer. Im Rahmen des Neubaus des Burg-Gymnasiums wurde die Schule mit modernen Multimediakomponenten ausgestattet. Durch die in diesem Jahr aus dem Digitalpakt des Bundes bewilligten 1,5 Millionen Euro Fördermittel ist das digitale Klassenzimmer auch im MPG und der GDRS Realität geworden. In allen Klassenzimmern des MPG und in den bereits sanierten Klassenzimmern der GDRS wurde vor Ende der Sommerferien die Multimediatechnik eingerichtet. Erste Schulungen für die Lehrer fanden ebenfalls vor Schulbeginn statt. „Auch wenn es an der ein oder anderen technischen Stelle noch zwackt, die Begeisterung bei den Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Schulleitungen über die neuen digitalen Klassenzimmer ist sehr groß“, so Isabelle Kübler, Leiterin des Fachbereichs Schulen und Vereine, die gemeinsam mit den Schulen die geforderten Medienentwicklungspläne zur Bewilligung der Fördermittel erstellt hat. Bis nach den Herbstferien sollten alle Geräte konfiguriert und voll funktionsfähig sein.
Die Digitalisierung der Schulen ist und bleibt dabei ein finanzielles Mammutprojekt: Bisher hat die Stadtverwaltung allein rund 4,5 Millionen Euro für Investitionen in die Hand genommen, um die Schulen digital-zukunftsfähig aufzustellen. Jährlich entstehen zusätzlich zu den Personalkosten in der IUK laufende Kosten von mehr als 1,1 Millionen Euro.

Daher sind Kommunen auf Förderprogramme von Bund und Land angewiesen. Die Bundesregierung hat aktuell ein 500 Millionen Euro schweres Sofortprogramm aufgesetzt, um allen Schülern technisch zu ermöglichen, am Homeschooling teilzunehmen. Die auf Baden-Württemberg daraus entfallenen 65 Millionen Euro hat das Land verdoppelt. Auf Grundlage der Gesamtschülerzahl erhält Schorndorf Fördermittel in Höhe von knapp 350.000 Euro. Mit diesen Mitteln werden 380 „convertible“ Laptops (Laptop und Tablet in einem) für die weiterführenden Schulen und 230 „convertible“ Mini-Laptops für die Grundschulen beschafft. Diese können dann von Schülern ausgeliehen werden, die sich eine Anschaffung von IT-Geräten nicht leisten können.

Ein weiterer Schritt zur Digitalisierung der Schorndorfer Schulen und gleichzeitig eine Chance, soziale Ungleichheit der Schülerinnen und Schüler beim Homeschooling auszugleichen.
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