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Blick über Schorndorf

Stadtnachricht

Die Friedshofspläne gibt es jetzt digital


Auch der Friedhofsplan Haubersbronn liegt jetzt in digitaler Form vor.

Augenscheinlich mag der Titel „Digitalisierung der Friedhofspläne“ nach nichts Besonderem klingen. Man scannt den vorhandenen Papierplan ein und damit ist der Plan digital als PDF oder Bilddatei verfügbar - fertig. Bei etwa 400 Bestattungen pro Jahr in Schorndorf ist der Plan schon am nächsten Tag jedoch nicht mehr aktuell. Somit ist das einfach erscheinende Einscannen keine Lösung. Die Stadt Schorndorf hat sich vor rund eineinhalb Jahren auf den Weg gemacht, dies zu lösen.

Der Papierplan

Die Pläne sind bis heute noch in Papierform. Das heißt, es gibt für jeden Friedhof je nach Größe einen großen Papierplan oder mehrere Teilstücke. Läuft bei einem Grab die Nutzungszeit ab und das Grab wird eingeebnet, wird das Grab durchgestrichen und ein kleines „-e-„ dazu geschrieben. Bei einer Beisetzung wird der Name des Verstorbenen von Hand in den Papierplan eingetragen. Erfolgen neue Belegungen, werden Teile des Plans einfach überklebt. Somit entstand im Laufe der letzten Jahrzehnte ein Werk aus Papierschnipseln, viel Tesa und verschiedensten Handschriften, welches nur auf dem Neuen Friedhof zur Verfügung steht. Wenn man ein Grab einer bestimmten Person sucht, muss man zum Neuen Friedhof fahren und alle Pläne des entsprechenden Friedhofs durchgehen. Es braucht also ein Programm, das die Gräber in einem digitalen Plan anzeigt und sich automatisch ändert, wenn eine Bestattung stattgefunden hat oder ein Grab aufgelöst wurde.

Was kann der digitale Plan?

Der digitale Friedhofsplan ersetzt den Papierplan, indem er direkt mit der Friedhofsdatenbank (FIM) spricht. Diese wird bereits seit einigen Jahren geführt und enthält alle Grabstätten mit den dazugehörigen Daten digital. Die Daten aus dem Friedhofsprogramm werden über eine Schnittstelle automatisch an das Friedhofsplanprogramm geschickt. In dem Planprogramm selbst ist für jedes Grab ein Kästchen hinterlegt, was immer die aktuellen Daten aus dem FIM anzeigt. Somit kann man sich auch einen Blick farblich anzeigen lassen, welches Grab frei ist und welches belegt. Über eine Suchfunktion kann man auch den Namen des Verstorbenen eingeben und der Plan zeigt einem automatisch an, wo das Grab ist. Ähnlich wie bei Google Maps eine Adresse. Das aufwendige Suchen fällt weg und auch das Basteln an dem Papierplan. Außerdem ist der Plan über einen Login für die Friedhofsmitarbeitenden über das Internet abrufbar – egal wo der- oder diejenige sich befindet. Auch bei einer Begehung vor Ort ist der Plan aufrufbar.

Der Papierplan sollte seit einigen Jahren abgeschafft werden, jedoch musste dafür auch eine adäquate Lösung her. Bei einem gemeinsamen Termin mit einer anderen Kommune zum Thema Digitalisierung wurde der Friedhofsplan vorgestellt. Nach einigen Recherchen über passende Programme wurde im März 2019 eine Testphase für ein Programm für den Friedhof Weiler begonnen. In dieser wurde das Programm auf Herz und Nieren geprüft und Anpassungen durchgeführt. Nach dem erfolgreichen Test konnte das Programm für alle Ortsteile und anschließend auch für den Neuen Friedhof ausgerollt werden. Seit August 2020 arbeiten Mitarbeitende vom Fachbereich Infrastruktur und dem Friedhofsteam an der Dateneingabe in den Digitalen Plan. Dabei wurden für alle zehn Friedhöfe über 12.000 Grafikobjekte (die Grabkästchen im Plan) generiert und mit dem FIM verknüpft. Danach wurden alle Gräber vor Ort kontrolliert, ob diese mit dem digitalen Plan übereinstimmen. Im Zug dessen wurden mehr als 235 Gräber gesperrt, weil diese als Baggerwege dienen oder zu nah an einem Baum sind. Einige Datenfehler – insgesamt rund 340 – wie beispielsweise doppelte Datensätze konnten behoben werden. Heute ist der digitale Plan fast fertig. Ein Paar Datenfehler müsse noch behoben werden. Künftig wird der digitale Plan mit der Entwicklung der Friedhöfe fortgeschrieben.

Der große Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger

Auskünfte, wo eine Person auf dem Friedhof zu finden ist, sind viel leichter zu erteilen. Auch ein Bild kann künftig per E-Mail an die Fragenden versendet werden. Zudem arbeitet die Verwaltung viel effizienter.

Langfristig kann der digitale Plan mit reduzierten Daten für die Bürgerinnen und Bürger freigeschaltet werden. Das heißt, man kann auch ohne Login suchen, wo die Tante oder der Großvater beigesetzt wurde oder sich einen Gesamtüberblick über den Friedhof verschaffen.
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