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Stadtnachricht

Landkreis hat sich für Schulöffnungen gewappnet


Wenn die 7-Tages-Inzidenz im Rems-Murr-Kreis an fünf Werktagen (Samstag zählt mit, Sonn- und Feiertage nicht) in Folge unter 165 liegen sollte, könnten Schulen und Kitas am zweiten Tag danach wieder öffnen – im Wechselunterricht beziehungsweise in der Regelbetreuung.

„Sollten die Zahlen sich weiter stabilisieren, erreichen wir in der kommenden Woche formal die Schwellenwerte nach der Bundesnotbremse, die ermöglichen, dass die Kinder endlich wieder zurück in die Schulen und Kitas dürfen“, hofft Landrat Dr. Sigel. Mit Blick auf den Feiertag ist allerdings rein rechnerisch klar, dass es auch bei erfreulicher Entwicklung der Infektionszahlen kommende Woche noch bei Fernunterricht und Notbetreuung bleiben wird.

Das Gesundheitsamt wird dennoch das Unterschreiten der Schwellenwerte umgehend bekannt machen, so dass die Schulen und Kitas in der letzten Woche vor den Pfingstferien ab dem 17. Mai noch einmal öffnen könnten. „Mir war immer wichtig, die Schulen und Kitas bestmöglich in der Pandemie zu unterstützen. Die erneute Schließung wurde daher genutzt: Zum einen zur Umwandlung des Schnelltestzentrums in Winnenden in ein PCR-Testzentrum und zum anderen, um die App RMK-COSIMA möglichst gut für den Schulalltag zu rüsten“ sagt Landrat Sigel.

Bereits im Herbst 2020 hat der Rems-Murr-Kreis das erste Schnelltestzentrum eines Gesundheitsamts in Baden-Württemberg am Winnender Klinikum eingerichtet. Hintergrund war damals, dass von Seiten des Landes keine verlässlichen Strukturen für Reihentestungen in Schulklassen und Kita-Gruppen mit Schnelltests geschaffen wurden. Diese waren aber mit Blick auf die zahlreichen Corona-Fälle in Schulen und Kitas aus Sicht des Rems-Murr-Kreises dringend nötig. So konnte im Rems-Murr-Kreis schon früh und schnell Klarheit über das Infektionsgeschehen in Schulen und Kitas gewonnen, oder auch Kinder unkompliziert und schnell wieder aus der Quarantäne freigetestet werden.

Diese Reihentestungen mit Schnelltests sind inzwischen nicht mehr nötig, da an Schulen, in Kitas und in Unternehmen regelmäßig Schnelltests durchgeführt werden. Schnelltests haben sich inzwischen etabliert und sind kein Neuland mehr, wie noch im Herbst letzten Jahres. Gleichzeitig steigt aufgrund der zahlreichen Schnelltests nicht nur in Schulen und Kitas der Bedarf an PCR-Tests, da ein positives Schnelltestergebnis über diese laborgestützten Tests überprüft wird. Die Zusammenarbeit mit der Fieberambulanz und der niedergelassenen Ärzteschaft, die diese Testungen sicherstellt, war insoweit immer hervorragend. Dank gute Abstimmung konnten und können die PCR-Nachtestungen meist schnell in den jeweiligen Arztpraxen oder der Fieberambulanz erledigt werden. Inzwischen sind die Arztpraxen nicht nur in die bei der Impfkampagne gefordert, auch an Sonn- und Feiertagen war die PCR-Nachttestungen immer nur sehr begrenzt möglich.

„Im Rems-Murr-Kreis war es uns bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie von Anfang an wichtig, in funktionierende Strukturen zu investieren, vor allem für Schulen und Kitas“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. Deshalb passt der Rems-Murr-Kreis in enger Abstimmung mit der Kreisärzteschaft seine Teststrategie der aktuellen Lage an: Der Rems-Murr-Kreis hat mit den Rems-Murr-Kliniken einen starken Partner und baut das bisherige Schnelltestzentrum am Klinikum Winnenden in ein PCR-Testzentrum um. „Insoweit profitiert der Landkreis von dem inzwischen erfolgten Ausbau der Labormedizin in den Rems-Murr-Kliniken mit dem neuen Chefarzt Dr. Kath. Wir können jetzt Dinge, die wir uns zu Beginn der Krise gewünscht hätten, umsetzen“, so der Landrat.

Ab Montag, 10. Mai, können in folgenden Fällen PCR-Tests im Testzentrum beim Rems-Murr-Klinikum Winnenden gemacht werden:

  • Nach einem positiven Schnelltest können Bürgerinnen und Bürger kostenlos einen PCR-Test machen. Nachweis: positiver Schnelltest (zum Beispiel über COSIMA oder COSAN).
  • Gleiches gilt für enge Kontaktpersonen mit Nachweis.
  • Wer aus anderen Gründen einen PCR-Test braucht – zum Beispiel im Kontext einer Reise – kann diesen ebenfalls im Winnender Testzentrum machen lassen – allerdings als Selbstzahler. Die Kosten liegen bei 89 Euro.
  • Wer Symptome hat, die auf das Coronavirus hinweisen könnten, meldet sich bitte weiterhin telefonisch beim Hausarzt oder am Wochenende bei der Corona-Ambulanz an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf.


Anmeldung und Auswertung

  • Die PCR-Testung ist von Montag bis Sonntag jeweils von 7.30 bis 12 Uhr mit Termin möglich. Termine erhält man in nur wenigen Klicks über das Schnelltestportal COSAN: www.rems-murr-kreis.de/schnelltest
  • Das eigene Labor der Rems-Murr-Kliniken ermöglicht eine schnelle Auswertung der Tests. Das Ergebnis wird in der Regel am selben Tag über COSAN per E-Mail oder über die neue App RMK-COSIMA mitgeteilt. Für letztere Option genügt es, sich bei der Terminvereinbarung über die Webseite des Landratsamts mit den Daten aus der RMK-COSIMA-App anzumelden.

Ergebnis aus dem Testzentrum auch bequem und digital in RMK-COSIMA anzeigen

Die RMK-COSIMA-App ist mit dem COSAN-Portal vernetzt. Wer häufiger im Rems-Murr-Kreis in Schnelltestzentren geht, sollte sich deshalb die App RMK-COSIMA herunterladen. Bei allen Schnelltests, die wie gewohnt über die Termin-Plattform des Landkreises gebucht werden, kommt das Ergebnis dann direkt aufs Handy und ist als Nachweis überall dabei. Dazu muss man sich lediglich bei der Buchung eines Termins im Schnelltestportal COSAN mit dem Zugang aus RMK-COSIMA anmelden. Die neue App RMK-COSIMA ergänzt also das Schnelltest-Angebot im Landkreis.

App RMK-COSIMA ist jetzt auch in Schulen voll einsatzfähig

In einer Pilotphase testen bereits einige Schulen die App RMK-COSIMA zur digitalen Erfassung von Selbst-Schnelltests. Die App erleichtert den Schulen nicht nur die Abwicklung der Tests – etwa durch den bequemen Import von Klassenlisten. Die App übermittelt zudem positive Testergebnisse automatisch ans Gesundheitsamt und hilft damit Betroffenen, schnell und unkompliziert einen PCR-Test machen zu können.

Außerdem sollen die Schulen die nötige Dokumentation – inklusive Berichte an das Kultusministerium – bequem per Datenexport in Excel erledigen und auf viel Zettelwirtschaft verzichten können. Diese Lösungen hat der Rems-Murr-Kreis bewusst in die App integriert, um die Schulen bei der Abwicklung der Testungen mit digitalen Lösungen zu entlasten. Nach der Erprobung bei Frisören und in Unternehmen ist die App damit auch in Schulen voll einsatzfähig. Der Landkreis wird die Lösung auch dem Land Baden-Württemberg in der Arbeitsgruppe Digitales Gesundheitsamt vorstellen.

Inzwischen nutzen über 5000 Menschen im Rems-Murr-Kreis RMK-COSIMA und über 170 Firmen. Diese digitale Lösung könnte sich daher schnell als praktischer Begleiter entpuppen.

Weitere Informationen: 

www.rems-murr-kreis.de/corona

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