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Blick über Schorndorf

Stadtnachricht

Nachhaltige Mobilitätslösungen für die Stadt von morgen


Teilnehmer beim Mobilitätsworkshop

Ein Konzept für den potenziellen Einsatz von Mikromobilen in Schorndorf wurde vom 1. Januar 2020 bis 31. März 2021 im Rahmen des Projekts „Mikromobilität - nachhaltige Mobilitätslösungen für die Stadt von morgen“, ausgearbeitet. Hierbei wurden von der Stadtverwaltung Schorndorf gemeinsam mit Projektpartnern und interessierten BürgerInnen Überlegungen unternommen, mit Blick auf mögliche Einsatzgebiete, Chancen und Risiken von Mikromobilen und notwendige infrastrukturelle Maßnahmen zur praktischen Erprobung in Schorndorf. Woraus eine konkrete Strategie entwickelt wurde. Initiiert und gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Ausschreibung „MobilitätsWerkStadt 2025“.

Starke Bürgerbeteiligung

Das Projekt zeichnete sich durch eine starke Bürgerbeteiligung aus. Zum Einsatz verschiedener Mikromobile hatten teilnehmende BürgerInnen folgende Standpunkte. E-Lastenräder erhielten Zuspruch, E-Scooter wurden kritisch gesehen, jedoch im betrieblichen Mobilitätsmanagement, also für Wege zum Arbeitsplatz, in Erwägung gezogen, dagegen abgelehnt wurden E-Roller (Vespa). Die Erörterung der Potenziale zum Einsatz von Mikromobilen in Schorndorf erfolgte in vier Abschnitten. Begonnen wurde mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Situation des Stadtverkehrs, darauf folgte das Durchspielen von Mobilitätsszenarien, eine Recherche von verfügbaren Kleinstfahrzeugen auf dem Markt und einer Analyse von Beispielen aus anderen Städten.
Die Einsatzmöglichkeiten von Mikromobilen in Schorndorf wurden mit der Bürgerschaft im Rahmen eines Mobilitätsworkshops entwickelt. Dieser fand am 8. Juli 2020 im Rathaus statt. Hierbei wurden die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung abgefragt und die Umsetzung, Chancen und Herausforderungen von Mikromobilen diskutiert. In Kleingruppen fanden vertiefte Diskussionen zu den fünf folgenden Kleinstfahrzeugen statt: E-Scooter im öffentlichen Verleih sowie im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements, der Einsatz von E-Lastenrädern sowie der Einsatz von drei- und vierrädrigen Elektro-Leichtfahrzeugen (E-Mikro-Autos) und E-Rollern (Vespas). Die Nutzung des jeweiligen Kleinstfahrzeugs wurde hinsichtlich der Kriterien Anwendbarkeit, Nutzergruppen, Wegestrecken, Probleme sowie Bedenken und Lösungsvorschläge betrachtet. Am Ende des Workshops wurden die Fallbeispiele von den TeilnehmerInnen bewertet, wobei die Lastenräder den meisten Zuspruch erhielten und der Einsatz von E-Vespas keinerlei Zustimmung fand.
Das von den Bürgerinnen und Bürgern entwickelte Konzept wurde in einem ergänzenden Vertiefungsworkshop von ExpertInnen bestätigt. Somit liegt nun ein mit der Bürgerschaft Schorndorfs gut ausgearbeitetes Konzept für den Einsatz von Mikromobilen in Schorndorf vor. Dieses Konzept kann in Form des Projektabschlussberichtes unter www.schorndorf.de/mikromobilitaet im Detail eingesehen werden.

Das Projekt

  • Fördergeber und Initiator: Bundesministerium für Bildung und Forschung; Ausschreibung: „MobilitätsWerkStadt 2025“
  • Projektpartner: Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt e.V.; Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg; Lokale Agenda 21 Schorndorf - Untergruppe Verkehr; Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart; Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH; Landeshauptstadt Stuttgart - Referat für Strategische Planung und Nachhaltigkeit; SG Schorndorf 1846 e.V.; Yorks/FELE GmbH & Co. KG (bis Mai 2020)
  • Projektlaufzeit: 1. Januar 2020 bis 31. März 2021
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