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Stadtnachricht

Ehepaar Schörg feierte 70-jähriges Ehejubiläum


Oberbürgermeister Matthias Klopfer (hinten) besuchte das Ehepaar Schörg anlässlich ihrer Gnadenhochzeit

Vergangene Woche besuchte Oberbürgermeister Matthias Klopfer das Ehepaar Schörg und überreichte ihnen anlässlich ihrer Gnadenhochzeit einen Strauß Blumen, Wein und eine Urkunde. Mit den Worten „Auf die nächsten fünf Jahre und dann zu Ihrer Kronjuwelenhochzeit“ stieß er mit dem Ehepaar und ihrem Sohn an. „Leider kann ich aufgrund der Corona-Krise zur Zeit nur sehr wenige Besuche machen, aber bei diesem Anlass habe ich es mir nicht nehmen lassen, persönlich vorbeizukommen“, erzählte Klopfer. „Besuche zur Gnadenhochzeit sind sehr selten. Höchstens zwei Mal im Jahr“, ergänzte er.

Geschichte des Ehepaars

Kennengelernt haben sich Margarete und Alfred Schörg bereits während ihrer Schulzeit, sie wohnten im selben Ort. Das 92-jährige Ehepaar heiratete vor 70 Jahren im Alter von 22 Jahren in Crailsheim. 1972 bezog das Paar ihr jetziges Haus in der Remsstraße. „Wie sind Sie denn auf Schorndorf aufmerksam geworden?“, fragte Oberbürgermeister Matthias Klopfer interessiert. Alfred Schörg antwortete „Wir waren im Urlaub in Südtirol und haben dann zufällig in der Zeitung entdeckt, dass in Schorndorf Häuser verkauft werden. Wir sind dann einen Tag früher abgereist und haben uns das angeschaut.“ Als ehemaliger Mitarbeiter bei der Bahn im Mittleren Dienst war es für den 92-Jährigen wichtig, dass ein Bahnhof in der Nähe ist. Die ebenfalls 92-jährige Margarete Schörg ist gelernte Schneiderin und arbeitete zuletzt bei Breuninger. Auch heute näht sie noch und macht kleine Änderungen und Ausbesserungen bei Kleidungsstücken. Klopfer wollte wissen, ob sich die Familie in den letzten knapp 50 Jahren in Schorndorf wohlgefühlt habe und ob sie in Vereinen tätig waren. Das Ehepaar antwortete einstimmig, dass sie sich immer sehr wohl in Schorndorf gefühlt haben. Alfred Schörg begann mit 16 Jahren in einem Kirchenchor zu singen. Auch in Schorndorf sang er 15 Jahre in der Chorvereinigung. „Wurde dann auch regelmäßig gemeinsam gesungen?“, fragte Oberbürgermeister Matthias Klopfer Alfred Schörg. „An Weihnachten sang die Familie gemeinsam, aber durch den Gesang von meiner Frau und meinem Sohn kam ich häufig durcheinander“, erzählte der Jubilar lachend. Auch fußballinteressiert ist Alfred Schörg, zwar nicht mehr so sehr wie früher, aber wenn der VfB Stuttgart spielt, wartet er gespannt auf das Endergebnis.

Gemeinsames Zusammenleben

„Es ist etwas Besonderes, auch in Ihrem Alter noch in einem Haus zusammenleben zu können“, betonte Oberbürgermeister Matthias Klopfer. Das Ehepaar hat einen Sohn, zwei Enkel und fünf Urenkel. „Hoffentlich können Sie dieses Fest mit ihrer Familie nachholen“, sagte Klopfer hoffnungsvoll. Auf die Frage, wo sie die Gnadenhochzeit feiern wollen, wusste das Paar noch keine Antwort. Sie warten ab und wenn es wieder möglich ist, dann wahrscheinlich im engen Familienkreis. Klopfer fragte das Ehepaar, wie sie denn bis jetzt durch die Corona-Zeit gekommen sind. „Wir sind gut durchgekommen“, antwortete Alfred Schörg, „unser Sohn ist für uns einkaufen gegangen und wir waren nicht so häufig draußen“. Margarete und Alfred Schörg haben eine feste Routine in ihrem Tag. Morgens schaut sich das Ehepaar gemeinsam die Zeitung an, dies klappt auch heute noch ohne eine Brille. Nach einem Mittagsschlaf geht es bei gutem Wetter raus an die frische Luft für einen gemeinsamen Spaziergang. In die Innenstadt gehen die beiden eher selten, da sie mit 90 Jahren ihren Führerschein abgegeben haben und seitdem auch kein Auto mehr besitzen. „Die Strecke bis zur Innenstadt ist uns zu Fuß zu weit“, erklärte Alfred Schörg. Zu den Arztterminen oder anderen Terminen fährt sie der Sohn.

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