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Stadtnachricht

Bürgerstiftung unterstützt Demenz-Gruppe der Sozialstation


Bürgerstiftung unterstützt Demenz-Gruppe der Sozialstation

Jeder darf bei uns sein, wie er will

Zuschuss von 1.000 Euro wird zum Bau eines Hochbeets verwendet

(jab) - Im Katholischen Gemeindezentrum St. Markus in der Nordstadt geht es jeden Mittwoch Nachmittag drei Stunden recht friedlich und freundlich zu. Das Dutzend ältere Damen und Herren wird von Helferinnen gestützt zu den Stühlen an den gedeckten Tischen geführt. Über den servierten Kaffee und Kuchen herrscht allseits Zufriedenheit. In der Ecke sind alte Kleider und Hüte aus der Mitte des letzten Jahrhunderts aufgehängt. Durchweg Gegenstände von früher, teils auf Flohmärkten erworben, ergänzen die kleine Ausstellung. Hinter einem Bilderrahmen posieren Paare oder auch Einzelpersonen, geschmückt mit feschen Hüten, für den Hausfotografen. Wir sind bei der Demenz-Gruppe der Katholischen Sozialstation zu Gast, die regelmäßig fachkundige Betreuung für Demenzkranke anbietet und so deren Angehörige einige Stunden entlastet.

Zu den Besuchern gehören an diesem Tag OB Matthias Klopfer und seine Aufsichtsrat-Kollegin Christel Riedel, die symbolisch einen Scheck von der Bürgerstiftung über 1.000 Euro mitbringen. Mit dieser ersten Zinsausschüttung werden in der Stadt Projekte gefördert, mit denen viel ehrenamtliches Engagement verbunden ist. Geschäftsführerin Brigitte Haisch und Gruppenleiterin Margit Klenk nehmen die Spende dankbar entgegen. Sie versichern, diese zweckgebunden für die Demenzgruppe einzusetzen: "Wir legen mit diesem Geld ein Hochbeet im Garten an." Damit können die Besucher künftig ohne Bücken Früchte pflücken. Dies sei eine große Erleichterung.

Die Demenzkranken in St. Markus gelten als die einzig professionell betreute Gruppe in Schorndorf. Geleistet wird mit ihnen vor allem Erinnerungsarbeit. Dies geschieht gesellig und ohne jeglichen Druck. Brigitte Haisch und Margit Klenk übereinstimmend: "Bei uns darf jeder sein, wie er will." Man lege Wert auf eine angenehme Atmosphäre, in der sich alle Besucher wohl fühlen. Man versuche mit Basteln, einfachen Spielen und Spaziergängen möglichst viele Erinnerungen zu wecken. Dabei sind die alten Gegenstände vom Flohmarkt eine wertvolle und praktische Hilfe. Der Service ist bewundernswert. Die Kranken werden auf Wunsch abgeholt und auch wieder nach Hause gefahren. Die Sozialstation steht mit ihrem Angebot durchweg im Wettbewerb zu Anbietern auf dem freien Markt, die oft unter dem öffentlichen Tarif bezahlen. Die Antwort darauf gibt Geschäftsführerin Haisch: "Unsere Mitarbeiter punkten mit hoher Qualität."






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