Blick über Schorndorf

Stadtnachricht

Stadtverwaltung beteiligt sich an den UNESCO Projekttagen 2022 des Burg-Gymnasiums


Schülerinnen und Schüler auf Standortsuche im Schlosspark

Vergangene Woche Mittwoch und Donnerstag war es dann soweit. Treffpunkt war die Kreativschmiede im Künkelin-Rathaus – ein ganz besonderer Besprechungsraum, der sichtlich Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern hinterlassen hat.

Insgesamt bestand die bunte Gruppe aus acht Schülerinnen und Schülern von der 8. Klasse bis zur Jahrgangsstufe 1 und Lehrerin Frau Ramadani vom Burg-Gymnasium.

Die Gruppe konnte sich schnell für das interaktive Projekt begeistern. Nach einer kurzen einführenden Präsentation durch Franziska Starz vom Fachbereich Kommunales, bei der sie unter anderem den Aufbau der Stadtverwaltung und das wichtigste Gremium, den Gemeinderat, mit seinen verschiedenen Ausschüssen erklärte, schlüpften die Schülerinnen und Schüler beim anschließenden Planspiel selbst in die verschiedenen Rollen, die an der kommunalen Entscheidungsfindung beteiligt sind. Paarweise übernahmen sie die Rolle des Oberbürgermeisters, der Bürger, der Stadträte, der städtischen Mitarbeitenden und der lokalen Presse. Jessica Löscher von der Stabsstelle Digitalisierung führte in das Rollenspiel ein: Ein Bürger kommt in der Bürgersprechstunde auf den Oberbürgermeister zu und berichtet von seiner Idee einen „SummerBeach“ in Schorndorf zu veranstalten. Der Oberbürgermeister ist begeistert von der Idee und beauftragt daraufhin den städtischen Mitarbeiter ein Konzept für einen „SummerBeach“ zu erstellen und eine Beschlussvorlage für den Gemeinderat vorzubereiten. Die Presse war natürlich überall mit einem Ohr dabei. Da jede Rolle eine vorgefertigte Meinung zum Thema hatte, begann schnell eine hitzige Diskussion, an der die Schülerinnen und Schüler sichtlich Freude hatten.

Um dabei die digitale Transformation zu veranschaulichen, die momentan in der Stadtverwaltung von statten geht, wurden die Rollen in „analog“ und „digital“ unterteilt und bekamen jeweils passende Instrumente zur Durchsetzung ihrer Meinung. Während die „Analogen“ klassisch Stift, Papier und Telefon zur Verfügung hatten, konnten die „Digitalen“ in Echtzeit über E-Mail und Social Media kommunizieren, spontan ein Video-Reel oder ein Umfrage-Posting starten.

Auch bei der anschließenden Standortsuche durften die „Digitalen“ Karten-Apps zu Hilfe nehmen, während die „Analogen“ klassisch mit dem Stadtplan loszogen.

Schnell kristallisierten sich zwei Standorte als Favoriten heraus: der Schlosspark und das Remsufer in der Nähe des Sportparks. Die Schülerinnen und Schüler erörterten dabei die Vor- und Nachteile der Standorte und immer wieder zeigte sich, dass sich die verschiedenen Rollen nur schwer einigen konnten.

Am Abend besuchten die Schüler gemeinsam mit Florian Schnitzler vom Fachbereich Kommunales die Gemeinderatssitzung und konnten so die kommunale Entscheidungsfindung „live“ miterleben.

Am nächsten Tag endete das Planspiel mit der Ausarbeitung eines Werbekonzepts für den „SummerBeach“ in Schorndorf. Wieder unterteilt in die Gruppen „analog“ und „digital“, bastelten die „Analogen“ Flyer und Plakate, während die „Digitalen“ Grafiken mit QR-Code am Laptop erstellten und eine fiktive Social-Media-Kampagne vorbereiteten. Im Anschluss stellten beide Gruppen ihr jeweiliges Marketing-Konzept vor.

Zum Abschluss der Projekttage bekamen die Schülerinnen und Schüler noch einen Überblick über die derzeit laufenden Digitalisierungsprojekte und die vielseitigen Aufgabenbereiche und Ausbildungsmöglichkeiten innerhalb der Stadtverwaltung Schorndorf. Zuletzt durften sie die Projekttage anhand eines Fragebogens bewerten und benoten – natürlich analog auf Papier oder digital über einen QR-Code und dem eigenen Smartphone. Das Fazit: Sie haben durch das Planspiel gelernt, wie komplex die Entscheidungsfindung innerhalb einer Stadt abläuft und wie schwierig und langwierig es sein kann eine Idee in die Realität umzusetzen. Doch waren alle sehr erstaunt, dass die Stadtverwaltung so jung und wenig "staubig" bzw. langweilig ist. Das Projekt bekam die Schulnote 1,9.

Direkt nach oben