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Stadtnachricht

Daimlermedaille für Hilfsverein Sonofa


OB überreicht Daimlermedaille an Ute Pohlmann

(jab) - Der kleine Schorndorfer Verein Sonafa setzt sich für eine bessere Zukunft der Menschen in Benin ein. Er hat in den fünf Jahren seines Bestehens eine Menge geleistet. In dem westafrikanischen Land mit seinen gut 8,1 Millionen Einwohnern wurden mit Spendengelders aus der Daimlerstadt 18 Klassenzimmer in sieben Dörfern gebaut. Zudem wurden 200 Schulbänke gestiftet und drei weitere Klassenzimmer restauriert. Für dieses außerordentlich erfolgreiche soziale Engagement zeichnete jetzt Oberbürgermeister Matthias Klopfer Sonafa mit der Daimlermedaille aus. Diese nahmen die Schorndorfer Stadthalterin Ute Pohlmann und Vorsitzender Dr. Mensah Wekenon Tokponto freudestrahlend entgegen. An ihrer Seite weilte mit Kindjanhoundé Zéphirin hoher Besuch aus dem Beniner Abgeordneten-Haus. Weil Ute Pohlmann im Winter stets vorort in Benin weilt, erfolgte die Ehrung schon jetzt und nicht wie üblich im Rahmen des Neujahrsempfangs.

Der Erfolg von Sonafa gründet sich vor allem auf die direkte Hilfe. Nach Angaben von Ute Pohlmann, die bis 2003 an der Keplerschule unterrichtete, werden gerade zwei Prozent der Spenden für Verwaltungskosten eingesetzt. OB Matthias Klopfer anerkennend: "Dies ist eine excellente Quote." Zugleich ist sie für viele Anlass, Geld für die Arbeit in Benin zu spenden. Möglich ist dies, weil alle Beteiligten ihre Flüge selbst bezahlen. Dies gilt für Ute Pohlmann enbenso wie für den Vorsitzenden Dr. Mensah Wekenon Tokponto, der zwischenzeitlich wieder in Benin lehrt und vorort dafür sorgt, dass nicht zuviel Geld ausgegeben wird. Mit örtlichen Handwerkern handelt er die Preise aus und sieht sich nach freiwilligen Helfern um. Von denen gibt es eine ganze Menge. Notwendig ist die Hilfe allemal, herrschen in dem zentral von der Staatsregierung gesteuerten Schulwesen nach Aussage der Sonafa-Vertreter "teils erbärmliche Verhältnisse" vor. Rund 6.000 Euro sind notwendig, um ein Klassenzimmer zu bauen und einzurichten.

Vor der Leistung hat auch Abgeordneter Kindjanhoundé Zéphirin großen Respekt. Der Ex-Bürgermeister von Zogbodomey, in dessen Bezirk die meisten Klassenzimmer gebaut wurden und werden, hat sich eigens eine Woche frei genommen, um die Schorndorder Sonafa-Gruppe zu besuchen und sich bei ihr für ihre großzügige Unterstützung zu bedanken.

Er gehört einer alten Dynastie an, die im Land schon viele Könige gestellt und dieses auch regiert hat. Der in braun und blau gehaltene Umhang mit weißen Figuren und Formen unterstreicht laut seinem Träger die Wertschätzung des Treffens. Das Gewand wird "agbada" genannt und nur bei offiziellen und ernsten Terminen getragen. Der Abgeordnete aus Benin, dessen Partei an der Regierung mit einem Minister beteiligt ist, äußerte sich "froh, dass in unserem Land Frieden herrscht". Seit 1990 sei dort die Demokratie ziemlich gefestigt.




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