Blick über Schorndorf

Stadtnachricht

Die Wünsche der Schorndorferinnen und Schorndorfer


OB Bernd Hornikel und Dekan i.R. Waldemar Junt mit dem Wunschbuch.

Circa 4.000 Wünsche wurden 2022 ins Wunschbuch geschrieben. Bunt und vielfältig waren sie, die Wünsche. Ein Abbild der Gesellschaft. „Das Buch ist lebendig“, sagt Initiator Dekan i.R. Waldemar Junt.

Seinen Platz hatte das Wunschbuch auf dem Weihnachtsmarkt direkt neben dem Rathauseingang, im Wunschbuchhäuschen. Dieses wurde von Schülerinnen und Schülern der Keplerschule mit gesponsterten Materialen von toom gebaut.

Rathausmütze

Oft genannt im Wunschbuch 2022 wurde die Rathausmütze, die im vergangenen Jahr aus Kostengründen nicht auf dem Rathausturm thronte. „Diesen Wunsch kann ich absolut nachvollziehen, die Mütze ist wirklich ein lustiges Erkennungszeichen, aber mit 10.000 Euro momentan schlicht zu teuer“, erklärt Oberbürgermeister Bernd Hornikel. „Dieses Geld sehe ich im sozialen und gesellschaftlichen Bereich besser investiert. Aber, wenn sich unsere finanzielle Situation entspannt, freue ich mich auch wieder auf die Mütze“, so der OB weiter.

Frieden

Definitiv am häufigsten wurde der Wunsch nach Frieden formuliert. Auch Oberbürgermeister Bernd Hornikel äußerte diesen im Wunschbuch.

Ebenso bewegend waren die vielen persönlichen Wünsche. Zum Beispiel, dass der Freund den Geburtstag nicht vergisst, dass Eltern wieder zusammenkommen oder sich gar nicht erst trennen oder, dass der Alkohol die Familie nicht zerstört.

Parken und Bücherei

Daneben wirkten Wünsche rund um das Thema Parken nahezu banal. Und generell spiegelte auch hier das Wunschbuch die Ambivalenz des Themas wider. Auf der einen Seite gab es Wünsche nach günstigeren oder gar kostenlosen Parkplätzen, auf der anderen Seite wurden mehr Radwege gefordert und gewünscht, dass der Klimaschutz schneller vorangetrieben wird.

Dazu OB Hornikel: „Der Platz ist beengt, jede Fläche kann nur einmal vergeben werden, also muss gut überlegt werden, für was. Ein generelles Konzept ist hierzu von Nöten.“ Gleichzeitig betont er, habe er in seiner Amtszeit keinen einzigen Parkplatz gestrichen, auch wenn dies regelmäßig, wie auch im Wunschbuch, unterstellt wird.

Auch der Neubau der Stadtbibliothek am Spitalhof wurde im Buch der Wünsche 2022 thematisiert. Dieses Thema beschäftigte den Gemeinderat und die Verwaltung ganze 14 Jahre lang und führte nun im vergangenen Jahr zu einem finalen Beschluss. „Für den Neubau der Bücherei muss keiner auf etwas verzichten, wie im Wunschbuch befürchtet“, so Hornikel. „Auch die Grundsteuer wird deswegen nicht steigen. Das Problem ist ein strukturelles. Investitionen zu verschieben, verschiebt nur den Schuldenberg. Im Bereich Schulen, Kitas und Sportanlagen ist Schorndorf bestens aufgestellt.“ Und OB Hornikel verrät: „Dafür werden wir von umliegenden Städten beneidet, denn diese Investitionen stehen dort größtenteils noch bevor.“

Dank an alle Nutzer

Waldemar Junt bedankt sich bei allen Nutzerinnen und Nutzern des Wunschbuches. „Auch in diesem Jahr ist alles optimal gelaufen.“ Er danke auch Oberbürgermeister Bernd Hornikel, der die Schirmherrschaft übernommen hatte. Dem städtischen Eigenbetrieb Tourismus und Citymarketing für die Umsetzung sowie der Presse für die Begleitung des Projektes. „Nur mit all dieser Unterstützung, ist für uns Rotarier der Betrieb des Wunschbuchs machbar“, so Junt.

Oberbürgermeister Bernd Hornikel sprach Junt ebenfalls seinen Dank aus: „Ihre Begeisterung hat mich begeistert und überzeugt Schirmherr zu werden. Jedes Projekt braucht einen Antrieb und Sie sind der Motor des Wunschbuches.“

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