Blick über Schorndorf

Stadtnachricht

Theater in der Forscherfabrik


Foursemble.

Es ist eines der erfolgreichsten Theaterstücke der letzten Jahrzehnte und ein Meisterwerk mit psychologischem Tiefgang. Nun kommt „Der Gott des Gemetzels“ am Freitag, 27. Januar, gespielt vom Stuttgarter Theater Atelier in Zusammenarbeit mit „Foursemble“, um 20 Uhr in der Forscherfabrik Schorndorf zur Aufführung. Und nicht nur das: Alle Einnahmen des Abends werden zugunsten von ukrainischen Geflüchteten gespendet.

In der Komödie von Yasmina Reza prügeln sich zwei elfjährige Jungen. Die Eltern treffen sich bei Kaffee und Kuchen, um die Sache zu besprechen. Aber schon bei der Schuldfrage gibt es unterschiedliche Meinungen. Ist so ein brutales Verhalten eines Kindes nicht auch ein Zeichen dafür, dass in der Familie irgendetwas nicht stimmen kann? Sticheleien führen zu Wortgefechten und die beiden Paare geraten selbst in eine Auseinandersetzung, bei der alle gesellschaftlichen Spielregeln und Lebenslügen über Bord gehen. Das Treffen degeneriert zur Saalschlacht mit ständig wechselnden Verbündeten. Was auf der Bühne zur höchst unterhaltsamen Inszenierung wird, hat zugleich vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die mögliche Eskalation im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg noch eine ganz andere Ebene: Die Komödie ist ein Lehrstück, wie schnell Situationen eskalieren können.

Der Schorndorferin Sophie Schneider, die neben Robert Velemir, Agnieszka Bonomi und Mario Danic selbst Mitglied des Ensembles ist, war es vor dem Hintergrund der vielen ukrainischen Geflüchteten in der Stadt eine Herzensangelegenheit, das Stück als Benefizveranstaltung in Schorndorf aufzuführen. Hierfür sprach sie das Kulturforum an, das nun die verschiedenen Akteure in der Stadt koordiniert hat.

Neben dem Atelier Theater engagieren sich nicht nur das Kulturforum und seine Ehrenamtlichen, sondern auch die Stadt Schorndorf und die Forscherfabrik. Diese verzichtet auf ihre Mieteinnahmen, das ganze Ensemble auf seine Gage. Alle Einnahmen des Abends sollen ausschließlich den ukrainischen Geflüchteten zu Gute kommen.

Ticketvekauf

Tickets sind online über reservix.de und in Schorndorf bei der Buchhandlung Osiander, Marktplatz 14, und in der Stadtinfo im Rathaus, Marktplatz 1, erhältlich.

Weitere Informationen beim Veranstalter, Kulturforum Schorndorf e.V., Karlstraße 19, Telefon 07181 9927940, E-Mail post@kulturforum-schorndorf.de und unter kulturforum-schorndorf.de.

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