Blick über Schorndorf

Stadtnachricht

KLIMAreporter 2022 verabschieden sich aus ihrem Amt


OB Bernd Hornikel (l.), Verena Krabbe (2.v.r.) und Krystin Müller (r.). Die Reporter v.l. Hannah Bayer, Jasmin Fiçici, Kira Rost, Zoe Singer, Juliana Hager, Tobias Bühler, Jakob Eschenbeck, Neven Ploskar, Constantin Schmidt und Martin Pinto Killguss.

„Am 1. April 2022 startete das Projekt mit der Auftaktveranstaltung in Schorndorf, damals blickte ich in viele interessierte und vor allem hoch motivierte Gesichter“, startete Projektleiterin Krystin Müller von der Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität in den Abend der Abschlussveranstaltung „KLIMAreporter 2022“. Anfang April hatten sich knapp 30 Kinder als KLIMAreporter beworben. Dies zeigte direkt das große Interesse am Projekt. Aus dem Bewerberkreis wurden zwölf Nachwuchsreporter ausgewählt, die hoch engagiert über brandaktuelle Klimaschutz- und Mobilitätsthemen in und aus Schorndorf berichteten. Und dies über die gesamte Zeit der vergangenen neun Monate.

Dafür haben die KLIMAreporter nicht nur den Radwegekoordinator der Stadt interviewt und eine Vor-Ort-Radwege-Begehung gemacht, sie durften auch beim Besuch eines Imkers des Remstalvereins erfahren, wie es um die Imkerei in Bezug auf den Klimawandel bestellt ist. Am Tag der offenen Tür bei den Stadtwerken gingen sie Fragen nach wie: Woher kommt eigentlich unser Strom? oder Was bedeutet E-Mobilität eigentlich? Weitere Themen, die behandelt wurden, waren - „Was bedeutet Kreislaufwirtschaft?“, „Klimaschutz zu Hause - Was machen wir schon? Was können wir noch tun?“. Hierbei wurde die ganze Familie miteinbezogen und wirklich eindrucksvoll geschildert, was Mama, Papa und auch die Großeltern in Bezug auf Klimaschutz schon alles zu Hause tun. Auch in der Stadtbücherei, im „Unverpacktladen - Der Bergerei“, in Metzgereien der Stadt und in anderen Geschäften wurden die KLIMAreporter herzlich empfangen und man nahm sich Zeit, alle Fragen der Nachwuchsjournalisten zu beantworten. „Als besonderer Termin bleibt mir auch der Fotoworkshop in Erinnerung“, so Müller weiter. Der Schorndorfer Fotograf Danijel Grbic lud die KLIMAreporter zu diesem Extra-Termin ein. Die Schülerinnen und Schüler lernten, was es für ein aussagekräftiges und gutes Foto wirklich braucht und machten dabei mit ihren Kameras und Handys den Stadtpark unsicher.

Während der Projektlaufzeit entstanden beeindruckende Beiträge in Form von Zeitungsartikeln, Fotos und Videos. „Ich bin unfassbar stolz auf Eure tollen Leistungen und Euer Durchhalten“, so Krystin Müller abschließend in ihrer Rede.

Auch die stellvertretende Pressesprecherin Verena Krabbe, welche den journalistischen Teil des Projekts KLIMAreporter 2022 begleitete, sprach ihren Stolz aus: „Die letzten Monate waren für uns alle spannend und fordernd zugleich, aber auch ich bin unglaublich stolz auf Eure Entwicklung. Ich hoffe, dass Eure Begeisterung für das Schreiben ebenso wie natürlich für den Klimaschutz an sich, noch weiter gewachsen ist und ihr Euch auch künftig damit beschäftigen werdet. Vielleicht könnt Ihr Euch in Euren Schülerzeitungen oder anderen AGs einbringen und dort Euer erlerntes Wissen weiterhin anwenden und auch künftig spannende Interviews führen, Projekte fotografisch begleiten oder Videos drehen.“

Höhepunkte der KLIMAreporter  Die Nachwuchsreporter, hier Juliana Hager, blickten in kurzen Redebeiträgen auf ihre Zeit als KLIMAreporter 2022 zurück.

In kurzen Redebeiträgen blickten die zehn anwesenden KLIMAreporter auf ihre Zeit im Amt zurück. Lisa Scharpf und Lino Link konnten aus terminlichen Gründen leider nicht an der Abschlussveranstaltung teilnehmen.

Für Tobias Bühler war der Besuch beim Imker Dieter Trump am spannendsten. Hier haben die zwölf Reporter nämlich einiges gelernt und viele Informationen rund ums Klima und den Einfluss auf die Biene bekommen. Auch Zoe Singer, Juliana Hager und Constantin Schmidt hat das Thema „Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Imkerei und die Bienen aus?“ am meisten begeistert. „Die Bienen sind so wichtig, ohne sie würde es kein Essen mehr geben. Außerdem wurden uns sämtliche Instrumente gezeigt und ausführlich erklärt, dass war interessant“, so Juliana Hager.

Die elfjährige Jasmin Fiçici erzählte von dem Tag, als Radwegkoordinator Patrick Hippich eine Karte aller Radwege in Schorndorf gezeigt hat. Hier haben die Nachwuchsreporter auch einen kleinen Einblick in das Arbeitsleben des Radwegkoordinators bekommen und gesehen, dass viele Entscheidungen in diesem Bereich lange überlegt und durchdacht werden müssen. Das Projekt „Klimaschutz Zuhause“ war ebenfalls für viele interessant, wie zum Beispiel auch für Kira Rost. Für sie war das Projekt zu Hause sehr gut umzusetzen und man hat durch die Aufgabe gezeigt bekommen was man zu Hause noch klimafreundlich ändern kann.

Das Thema „Kreislaufwirtschaft“ war für Hannah Bayer ein echtes Highlight: „Hier konnte man einige Informationen für den eigenen Alltag mitnehmen und so schlussendlich diesen auch klimabewusster gestalten.“. Für den zehnjährigen Martin Pinto Killguss und Neven Ploskar war der Fotoworkshop am besten. „Hier haben wir viele hilfreiche Tipps mit auf den Weg bekommen was mir beim Fotos schießen geholfen hat“, so der Zehnjährige weiter.

Wünsche für die Zukunft

Am Abend wurde nicht nur in Erinnerungen geschwelgt, viele der KLIMAreporter haben nach ihrer Zeit bei der Stadt Wünsche für die Zukunft geäußert. Für Jakob Eschenbeck war das zum Beispiel der Wunsch nach einem zentralen Feuerwerk für alle an Silvester. So müsste keiner auf ein Feuerwerk verzichten aber man würde die Menge an Schadstoffen, die an dem Abend in die Luft gehen, verringern. Eine andere Hoffnung, die geäußert wurde war, dass die Radwege und das Radfahren in Schorndorf für alle attraktiver gemacht werden soll. Für Neven Ploskar ist ganz klar, dass in Schorndorf mehr Naturschutzgebiete her müssen und man weniger bauen sollte. Zoe Singer wünscht sich, dass weniger Plastik für herkömmliche Lebensmittel verwendet wird. „Würde weniger Plastik verwendet und so auch weggeworfen werden, würden wir die Natur und den Lebensraum der Tiere automatisch mit verbessern und schützen“, so Singer abschließend. Der KLIMAreporter Martin Pinto Killguss hofft durch seine Arbeit und die Arbeit aller Reporter Menschen in Schorndorf dazu zu bewegen, mehr für das Klima zu tun. „Wir können einfach mal das Auto zu Hause stehen lassen und zu nahgelegenen Terminen oder Verabredungen laufen, dass würde dem Klima schon weiterhelfen“, so Pinto Killguss weiter.

Hannah Bayer, Kira Rost und Juliana Hager hoffen, dass Schorndorf es noch rechtzeitig schafft bis 2035 klimaneutral zu werden. „Ich wünsche mir für die Stadt Schorndorf, dass wir in der Innenstadt mehr Bäume und Blumen pflanzen“, so Jasmin Fiçici zu ihren Wünschen für die Stadt.

Großartiges Engagement Im Foyer konnten sich die Gäste die Beiträge der KLIMAreporter ansehen.

„Ich habe großen Respekt vor Eurer Arbeit und Eurem Auftritt heute Abend, denn ich weiß genau wie es ist, wenn man das erste Mal hinter dem Pult vor vollem Saal sprechen muss“, begann Oberbürgermeister Bernd Hornikel seine Ansprache. Auch ihm ist bewusst, dass man Schorndorf bis 2035 nur klimaneutral machen kann, wenn alle, egal ob jung oder alt, den Klimaschutz in unserer Stadt aktiv betreiben. „Klimaschutz ist längst keine Zukunftsaufgabe mehr, sondern wir müssen spätestens jetzt aktiv werden, um noch eine Chance zu haben, die Welt wie sie ist zu erhalten“, so Honikel weiter. Für ihn ist es wichtig, dass man die Welt aus den Augen der Kinder und Jugendlichen sieht, die in einer Zukunft leben werden, die unter unseren aktuellen Entscheidungen geprägt sein wird. „Ich danke Euch für Euer großartiges Engagement als KLIMAreporterinnen und -reporter“, so Bernd Hornikel abschließend.

Den perfekten Ausklang der Abschlussfeier bildete eine Ausstellung mit den Werken der Schülerinnen und Schüler im Foyer. Für jeden Reporter wurde ein Plakat mit allen verfassten Artikeln erstellt. So hatten Familie und Freunde einen Überblick über die tolle Leistung jedes Einzelnen. In gemütlicher Runde ergaben sich tolle Gespräche und ein reger Austausch über die Zeit als KLIMAreporter 2022.

Rückblick auf das neunmonatige Projekt

Zu sechs Themen wurden 72 Beiträge erarbeitet - Texte, Fotos und Videos entstanden

Anfang April 2022 startete das neunmonatige Projekt KLIMAreporter 2022 mit zwölf Kindern im Alter zwischen zehn und 14 Jahren. In dem Projekt ging es darum, verschiedene Themen rund um Klimaschutz und nachhaltige Mobilität zu bearbeiten und Hintergründe über Pressearbeit zu erfahren. Veröffentlicht wurden diese als Beiträge in Schorndorf Aktuell sowie auf den städtischen Social Media Kanälen und der Webseite. Treffen mit Experten, spannende Exkursionen und Vor-Ort-Termine rundeten das vielfältige Programm ab.

Zu Beginn wurde sich kennengelernt und über die richtige Ausstattung gesprochen. Daraufhin bekamen die Kinder ihr Starterpaket: Eine Reportertasche mit Stift und Block, sowie einen Reporterausweis, der unter anderem zur Nutzung der Stadtbücherei Schorndorf für Recherchezwecke berechtigte. Um für die erste große Aufgabe gewappnet zu sein, bekamen die jungen Reporter eine Einführung in die Erstellung eines journalistischen Textes. In einer Gruppenarbeit wurden verschiedene Fallbeispiele diskutiert und bearbeitet. So bekamen die KLIMAreporter einen ersten Einblick und spielerisch ihre ersten Grundlagen mit auf den Weg.

Folgend setzte sich die Theorie in die Tat um. Die KLIMAreporter hatten bis zur nächsten Redaktionssitzung Zeit, einen individuellen Artikel zum Thema „Klimaschutz zu Hause - Was kann ich selbst machen? Was machen wir schon?“ zu verfassen. Hier konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen, indem sie sich aussuchten ob sie alleine oder in einer Gruppe einen Text oder lieber ein Video erarbeiten wollen.

In der nächsten Redaktionssitzung wurde stolz über alle erarbeiteten Berichte geschaut und diese gegenseitig bewertet. Der Theorieteil stand unter dem Motto: Was gibt es bei einem Interview zu beachten und was macht ein gutes Interview aus? Das gesammelte Wissen konnte in Kürze angewendet werden, denn sie durften mit dem Radwegkoordinator der Stadt Schorndorf, Patrick Hippich ein Interview führen. Bei diesem ersten Außeneinsatz entstanden zwei tolle Interviews, viele schöne Bilder und ein informatives Video.

Der nächste Außentermin der KLIMAreporter ließ nicht lange auf sich warten und war beim Tag der offenen Tür bei den Stadtwerken Schorndorf. Hier bekamen sie spannende Informationen zum Thema: „Was bedeutet E-Mobilität?“, „Woher kommt unser Strom?“ und „Welche erneuerbaren Energien gibt es?“. Daraus entstanden erneut tolle Interviews und ein Video.

Um mehr über Bildqualität sowie die Kunst der Fotografie im Allgemeinen zu erfahren, trafen sich die Mädchen und Jungen im Stadtpark mit Fotograf Danijel Grbic. Er gab den Kindern viele Informationen mit auf den Weg und übte mit ihnen reale Szenen, wie etwa ein Interview oder ein Gespräch zwischen zwei Personen, mit der Kamera zu begleitet und einzufangen.

Bei der vierten Redaktionssitzung bekamen die KLIMAreporter Besuch von Oberbürgermeister Bernd Hornikel. Hier hatten sie die Möglichkeit alle Fragen zum Thema Klimaschutz zu stellen und bekamen einen Einblick in das Arbeitsleben eines Oberbürgermeisters. Fragen wie: „Wie wichtig ist Klimaschutz für Schorndorf?“ oder „Was machen wir in Schorndorf im Falle eines Blackouts?“, beantwortete der Oberbürgermeister den Reportern geduldig und ausführlich.

Der nächste Außentermin führte die Schülerinnen und Schüler zum Schorndorfer Imker Dieter Trump. Hier gingen sie der wichtigen Frage nach, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Imkerei hat und warum Bienen so wichtig für alles Leben sind. Beim Blick in ein Bienenvolk konnten die Kinder zudem hautnah erleben, was eine Biene so alles leisten muss, um Honig produzieren zu können. Auch die klimatischen Bedingungen, die sie zum Überleben und zur Verrichtung ihrer Arbeit benötigen, wurden thematisiert. Nach getaner Arbeit durfte eine Kostprobe des Honigs natürlich nicht fehlen.

In der letzten Redaktionssitzung ging es um das Thema: „Kreislaufwirtschaft“. Zu diesem sehr umfangreichen Thema teilten sich die KLIMAreporter in drei Untergruppen mit den Themen „weniger Müll“, „weiterverwenden“ und „recyceln“ ein. Hier war die Aufgabe einen Text zu erarbeiten, der die Fakten rund um das Thema verdeutlicht, Verbesserungsansätze vorschlägt oder Tipps und Tricks beinhaltet.

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