Stadtnachricht

Zum 20. Mal Schorndorfer Kunstnacht


Kunstspektakel im Schorndorfer Stadtgebiet am kommenden Samstag.

Am Samstag, 16. September von 18 Uhr bis 24 Uhr, präsentiert sich die vielfältige Schorndorfer Kunstszene bereits zum 20. Mal. Die 60 Stationen beinhalten zahlreiche Künstlerateliers und Kunstgalerien sowie Geschäfte, Cafés und kulturelle Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet. Längst ist die Kunstnacht zu einem Abend der Begegnungen geworden: Man trifft sich, kommt mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch und tauscht sich aus. Führungen, Lesungen, Performances und Live-Musik sowie kulinarische Köstlichkeiten runden den Abend zum vollen Kunstgenuss ab. Ab 18 Uhr fahren zwei Shuttle-Busse, mit denen die Stationen der Kunstnacht erreicht werden können. Anlässlich der 20. Ausgabe der Kunstnacht steigt ab 23.30 Uhr in der Ohrengrube im RÖHM eine After-Party mit DJ Nonstopdiscoteque. Neu ist außerdem die Familienpreview am Nachmittag in ausgewählten Ateliers. So können Familien bereits ab 16 Uhr Kunst hautnah erleben.

Eröffnung in der Q Galerie für Kunst

Die Eröffnung des Kunstspektakels findet um 17.30 Uhr in der Q Galerie für Kunst Schorndorf statt. Oberbürgermeister Bernd Hornikel spricht ein Grußwort. Anschließend können Besucherinnen und Besucher bei einem Getränk die aktuelle Ausstellung „CONFRONTIER. Die Mauern dieser Welt“ mit großformatigen Fotografien von Kai Wiedenhöfer auf sich wirken lassen. Hierzu finden um 18 Uhr eine Kurzführung, um 19.30 Uhr eine Führung in ukrainischer Sprache und um 21 Uhr und 22.30 Uhr Taschenlampenführungen statt.

Kunst in der Stadt

Verstecken, um neu zu entdecken: In der Höllgasse wird eine Skulptur verhüllt und verschwindet für eine Woche - um sich so wieder ins Bewusstsein zu rufen. Um 21 Uhr beginnt bei der Skulptur „Swan Song“ von David Lee Thompson (Karlsplatz) ein Skulpturenrundgang bei Nacht, geführt von Eberhard Abele. In der Hetzelgasse zeigt Ute Retter im Atelier FreiStil Collagen und Bilder im Kleinformat. Friedrich Hensen präsentiert im Architekturbüro von Tobias Schmidt in der Gottlieb-Daimler-Straße eine multimediale Ausstellung zum Thema „Konkrete Utopie“. Im jakob Concept Store in der Neuen Straße stellt Yana Duga neue kleinformatige Bilder mit zwei interagierenden Figuren aus und Theresa Reutter zeigt minimalistische Collagen. Im EMMAS in der Höllgasse versucht sich Newcomer Samet Tan Ünlü in verschiedenen Stilen und Techniken. Im Atelier 3S, ebenfalls in der Höllgasse, finden Besucher Skulpturen aus Holz, Stein, Metall und Feuerschalen.
In der Stadtkirche sind Bilder der im Iran lebenden Künstlerin Negar Zolfaghari zu sehen. Sie portraitieren um Freiheit kämpfende Frauen im Iran.
Die Arbeiten, die in der offenen Werkstatt des Kulturforums und in ihrem Umfeld entstanden sind, können in den Räumen der Karl-Wahl-Begegnungsstätte (AWO) in der Augustenstraße betrachtet werden. In der Gmünder Straße folgen Hartmut Renners Bilder, wie bei einem Algorithmus, einer diagrammartigen, durchgehenden Linie mit Abständen, Verzweigungen, Nähe und Ferne. Die nach eigenen Angaben besten Blumen-Bilder von Renate Busse sind in ihrem Garten-Atelier zu finden. Gastkünstlerin Sandra Riegert trägt Bild-Geschichten auf ihren Hat-Pieces spazieren. Lydia Feulner-Bärtele fragt sich in ihrem Atelier Risslerin 18a in der Risslerinstraße ob ihre Kunst reiner Selbstzweck ist.
Auch in der Vorstadtstraße 61-67 ist in diesem Jahr wieder einiges geboten. Im Atelier von EBBA Kaynak sind neue Bilder von Carl Smith und EBBA Kaynak zu sehen. Carl Smiths Schwerpunkt ist die Serigrafie auf Leinen und Büttenpapier. EBBA Kaynak arbeitet mit Nadel, Faden und Wachs auf Holz. Wolfgang Mücke und Rüdiger Penzkofer verwandeln ihren Atelierraum in ein begehbares Kunstwerk. Die Künstlerinnen der Ateliergemeinschaft forMal beschäftigen sich malerisch und zeichnerisch mit dem Bild des Menschen und im KV67 präsentieren sich die neuen Künstlermitglieder des Kunstvereins.
Hardy Langer bietet die Gelegenheit, das ganze Werklager seines Ateliers im Hammerschlag 8 durchzustöbern und zeigt aktuelle Arbeiten. Das künstlerische Jahr der VHS Schorndorf drehte sich in Siebdruck, Radierung, Zeichnung und Malerei rund um das Thema „Bewegung“. Die Ergebnisse sind in den Werkstätten der VHS ebenfalls im Hammerschlag 8 zu sehen. In der Kunstgalerie Bech, Gottlob-Bauknecht-Straße, transferiert Paolo Staccioli, international erfolgreicher Skulpteur aus Florenz, Figuren antiker Mythen aus Keramik, Eisen und Bronze in unsere Zeit.

Neu: Kunst in den Stadtwerken Schorndorf

Vor dem neuen Gebäude der Stadtwerke in der Robert-Bosch-Straße 9 finden Besucherinnen und Besucher das Motiv der Kunstnacht 2023. Die 2022/2023 von Regina Kochs erstellte Skulptur mit dem Titel „Durchgang“ sowie der Rems-Wasser-Würfel von Katharina Wibmer, der sich ebenfalls dort befindet, ist die neueste Kunst am Bau in Schorndorf. In Artist Talks um 20 und 22 Uhr stellt Regina Kochs ihre Skulptur vor. Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums präsentieren in einer Foto-Ausstellung ihre Street Art Gallery, die aus bunt gestalteten Stromkästen in Schorndorf besteht. Plastische Arbeiten von Rüdiger Penzkofer bespielen die Räumlichkeiten der Stadtwerke auf den unterschiedlichen Ebenen. Um 19 und 21 Uhr führt er durch seine Ausstellung. Für Kinder wird Action Painting und Kinderschminken angeboten.

Kunstprojekt in der Villa Kunterbunt

Im Haus und Garten der Villa Kunterbunt, Weilerstraße 52, in der sich Annette Schocks Atelier befindet, haben mehrere Künstler des Schorndorfer Kunstvereins ein Kunstprojekt vorbereitet. Mit dabei sind Paula Pelz, Ulrich Kost, Yana Duga, Hardy Langer, Simone Fezer und Annette Schock. Zudem sind Gastkünstler Thomas Putze und Carell Filusch, dessen Atelier und Werkstatt auch in der Villa untergebracht ist, am Projekt beteiligt. Thomas Putze erfasst in einer Performance die Besucher zeichnerisch in ihren Bewegungen, die Ergebnisse werden Teil einer Installation im Kühlraum.
Außerdem: Club House und Rap mit DJ Max Schock und DAUNER_7991.

Kunst in Haubersbronn

Eine Fahrt zum Atelier 4 in Haubersbronn lohnt sich ebenfalls. Gez Zirkelbach, Andreas Heinrich Adler sowie Gastkünstler Stefan Mayer stellen ihre aktuellen Bilder aus und Luis Zirkelbach präsentiert seine neuen Songs.

Kunst im SchockAreal

Im Gewerbepark in der Gmünder Straße öffnen Bertold Becker, Beate Walter mit Sylvia Friedt und Steffen Schulze ihre Ateliers. Stefanie Etter zeigt in der Etter Art Academy neue Werke und gestaltet live Bilder mit gefärbtem Kunstharz. Außerdem bietet sie kostenlose Mitmach-Workshops an. Des Weiteren stellen die Gastkünstlerinnen und -künstler Jens Grundschock, Karin Lutz, Marlies Spiekermann, Bruno Nagel, THITZ, Katharina Trost (DADA) und Alfons Koller ihre Arbeiten aus. Es gibt Schmackhaftes vom Holzkohlegrill sowie Wein und Bier aus der Region. Direkt am SchockAreal sind Parkplätze verfügbar.

Kunst im RÖHM

In der alten Lederfabrik RÖHM öffnen ansässige Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers und Gastkünstler präsentieren sich in reizvollen Nischen und Plätzen. Die Schorndorfer Weiber bewirten bei Live-Musik und Kerzenschein in der Wasserwerkstatt und die RÖHM-Bar ist wieder mit leckeren Drinks dabei. Parkmöglichkeiten gibt es in der Stuttgarter Straße.

Infos auf einen Blick

Alle Informationen zur Kunstnacht und den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sind unter kulturforum-schorndorf.de und bei der Kunstnacht an den Infoständen in der Q Galerie für Kunst, am Karlsplatz, im RÖHM sowie im SchockAreal zu finden. Kunstnacht-Sticker können für sieben Euro im Vorverkauf ab Freitag, 15. September zu den Öffnungszeiten der Q Galerie für Kunst oder am Tag der Kunstnacht ab 18 Uhr an den Infoständen und in allen beteiligten Ateliers erworben werden. Sie gelten als Eintrittskarte in die Ausstellungsorte und die Afterparty sowie als Fahrkarte für die Shuttle-Busse. Neben dem RÖHM und dem SchockAreal bieten auch viele einzelne Ateliers kulinarische Überraschungen und ein Rahmenprogramm an. Die Programmflyer liegen im Einzelhandel der Schorndorfer Innenstadt und in kulturellen Anlaufstellen in der Region aus. Die Kunstnacht 2023 wird vom Kulturforum Schorndorf koordiniert und wurde mit freundlicher Unterstützung der Stadtwerke Schorndorf realisiert.