Stadtnachricht

Neubau für die Freiwillige Feuerwehr


Das bestehende Feuerwehrhaus in der Künkelinstraße wird in den nächsten Jahren einem Neubau weichen.

Die Freiwillige Feuerwehr Schorndorf erhält in der Kernstadt am aktuellen Standort in der Künkelinstraße ein neues Gebäude. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstag vergangener Woche einstimmig den Grundsatzbeschluss für den Neubau in den kommenden Jahren gefasst. „Die Feuerwehr wartet seit Jahren auf einen den Aufgaben entsprechenden Bau. Jetzt gibt es eine Perspektive für ein wirklich tolles Einsatzgebäude“, sagte Oberbürgermeister Bernd Hornikel. An das Team der Feuerwehr gerichtet, das in diesem Jahr schon bei mehr als 200 Einsätzen geholfen hat, ergänzte er: „Ich bin Ihnen zutiefst dankbar, dass Sie sich so für die Stadt engagieren.“ Die Notwendigkeit eines adäquaten Gebäudes stellte auch Erster Bürgermeister Thorsten Englert heraus: „Das ist für uns eine ganz wichtige Pflichtaufgabe.“

Das bestehende Feuerwehrhaus wurde 1962 erbaut und ist seitdem Hauptstandort der mittlerweile größten freiwilligen Feuerwehr im Rems-Murr-Kreis. Über einen Neubau des Feuerwehrhauses war bereits in den vergangenen Jahren diskutiert worden. Denn die Fahrzeughalle entspricht bezüglich Größe und technischer Ausstattung nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Zudem ist das Gebäude aufgrund substanzieller Schäden in absehbarer Zeit nicht mehr nutzbar. Nachdem verschiedene Varianten und mögliche Flächen geprüft wurden, kristallisierte sich ein Neubau in zwei Bauabschnitten am aktuellen Standort als beste Möglichkeit heraus.

Nach dem Grundsatzbeschluss soll dieser in den Jahren 2026 bis 2028 entstehen. Die zwei Abschnitte ermöglichen, dass die Feuerwehr den Standort während der Bauzeit weiterhin nutzen kann. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes ist eine Fahrzeughalle mit Nebenbereichen angedacht, darunter eine Tiefgarage vorgesehen. Das erste Obergeschoss wird Platz für Verwaltungs- und Veranstaltungsflächen für die Feuerwehr bieten. Zudem wird im weiteren Planungsverlauf untersucht, ob oberhalb des zweigeschossigen Baus mit zwei aufgestapelten, modularen Geschossen Wohnraum geschaffen werden kann.
Der Grundsatzbeschluss des Gemeinderats für den Neubau sieht vor, das Projekt mit einem Generalübernehmer anzugehen. Zuvor werden bis Ende des kommenden Jahres die Unterlagen für den Teilnahmewettbewerb und das Generalübernehmer-Verfahren vorbereitet und erstellt. Im Jahr 2025 folgen dann die Auswertung und Vergabeverhandlungen, ehe der Zuschlag erteilt wird. Erst dann wird auch feststehen, wie das neue Feuerwehrgebäude genau aussehen wird und auf welche Summe sich die Baukosten, die als Fixpreis mit dem Generalübernehmer vereinbart werden, belaufen. Die vorläufige Kostenschätzung für die Tiefgarage und den Feuerwehr-Funktionsbau beträgt rund 18,3 Millionen Euro. „Wir müssen uns dafür finanziell enorm strecken“, sagte Thorsten Englert. „Wir wollen diese Investition alle, aber wir finanzieren sie voll über Kredite.“