Felix, 17 Jahre, Schüler

Felix, 17 Jahre, Schüler

Ich heiße Felix, bin 17 Jahre alt und lebe mit meinen Eltern in einer größeren Wohnsiedlung. In meiner Freizeit höre ich gern Musik, schreibe Geschichten oder programmiere kleine Spiele. Aber meistens bin ich allein. Ich habe nicht viele Freunde – und oft das Gefühl, dass ich nicht dazugehöre.

Als Jugendlicher, der aufgrund von Unsicherheit, Mobbing und fehlenden Anschlussmöglichkeiten sozial ausgegrenzt wird, fühle ich mich oft tief einsam.

Ich bin eher ruhig, nicht so sportlich wie andere, und gehe nicht gern auf Partys. Viele in meiner Klasse verstehen sich blind – ich bleibe außen vor. Es gibt Tage, an denen niemand mit mir spricht. Oder ich mich einfach nicht traue, etwas zu sagen.

Es gibt hier keine Orte, an denen man neue Leute kennenlernen kann. Wegen eines Unfalls als Kind kann ich nicht Rad fahren – das macht mich noch abhängiger vom Bus oder meinen Eltern. Aber die sind beruflich stark eingebunden und oft nicht da. Ich wüsste nicht, mit wem ich über all das reden könnte.

Online bin ich zwar auch – aber das hilft mir nicht wirklich. Die perfekten Leben, die ich dort sehe, machen es eher schlimmer.

„Ich wünschte, es gäbe einen Ort, an dem ich einfach ich sein darf – ohne Angst, nicht dazuzugehören.“

„Ich glaube, es braucht mehr sichere Räume für Jugendliche – gerade für die, die nicht laut, sportlich oder extrovertiert sind. Orte, an denen man sich ausprobieren kann, ohne bewertet zu werden. Und Menschen, die zuhören, ohne zu urteilen. Mobbing darf kein Teil des Aufwachsens sein – genauso wenig wie das Gefühl, allein zu sein, während alle anderen scheinbar dazugehören. Wenn Schule und Stadtteile Raum für echte Begegnung schaffen, dann könnte Einsamkeit auch in meinem Alter weniger werden.“