Ich heiße Samir, bin 27 Jahre alt und lebe seit sieben Jahren in Deutschland. Ich habe studiert, einen guten Job und wohne allein in einemkleinen Ort. Von außen sieht alles erfolgreich aus – aber innen fühlt es sich oft leer an.
Ich spreche gut Deutsch, aber manchmal fehlen mir die richtigen Worte, um das auszudrücken, was ich wirklich fühle. Dann schweige ich lieber. In Gesprächen komme ich mir oft wie ein Zuschauer vor. Die kulturellen Unterschiede machen es nicht leichter: Zuhause war alles anders – das Miteinander, der Ton, die Nähe. Hier weiß ich oft nicht, wie ich mich verhalten soll.
„Ich bin angekommen – aber ich weiß nicht, ob ich irgendwo dazugehöre.“
„Ich denke, es wäre gut, wenn mehr Räume entstehen, in denen man ohne Angst Fehler machen darf – zum Beispiel bei Sprachcafés oder bei Begegnungen auf Augenhöhe. Man bräuchte mehr Gelegenheiten, wo Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte sich wirklich begegnen können – nicht nur nebeneinander leben, sondern miteinander sprechen. Das würde helfen, Einsamkeit abzubauen – nicht nur bei mir…“