Projektgruppen der Lokalen Agenda 21

1. Projektgruppe "Nachhaltigkeitskonzept Schorndorf"


Die Projektgruppe Nachhaltigkeitskonzept Schorndorf engagiert sich für nachhaltige Entwicklung unserer Stadt im Sinne der Agenda 21. Wichtige Voraussetzung dafür ist zuverlässige Information über Entwicklungsmöglichkeiten und -hindernisse.

Mit einer umfangreichen Datenerhebung hat die Projektgruppe zu diesem Zweck aussagekräftige Indikatoren aus den Bereichen Ökologie (Natur und Umwelt), Ökonomie (Wirtschaft), Gesellschaft/Soziales und Partizipation (Mitwirkung) erfasst und in einem Nachhaltigkeitsbericht Schorndorf  2012) veröffentlicht.

Anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse im Gemeinderat hat die Projektgruppe ihre Bereitschaft bekundet, gemeinsam mit Mitgliedern des Gemeinderats und der Stadtverwaltung eine Strategie für ein nachhaltiges Schorndorf zu erarbeiten.

Sie wollen mitmachen? Dann wenden Sie sich an Helmut Hess oder Eva-Maria Hartmann

2. Projektgruppe “Bürger für Demokratie aktivieren“


In der Agendagruppe "Bürger für Demokratie aktivieren" beteiligen sich Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Migrationshintergrund an Diskussionen über Entwicklungen in Schorndorf.
Die Projektgruppe hat viel vorausgedacht und ins kommunale Geschehen eingebracht. Nachdem die bisher bearbeiteten Themen abgeschlossen oder in andere Projekte eingeflossen sind, ruht die Arbeit der Projektgruppe bis auf weiteres. Die bisherigen Gruppenmitglieder bleiben der Lokalen Agenda 21 erhalten, indem sie sich in anderen Bereichen engagieren.

Folgende Themen wurden bearbeitet:
  • Zentraler Schorndorfer Busbahnhof: Die "Hochleistung" war ein planerisch ausgearbeiter Vorschlag für einen Zentralen Schorndorfer Busbahnhof, der im Juli 2012 in die Sommerakademie eingebracht wurde. Der Gemeinderat hat beschlossen, diese Planungsidee langfristig "zu sichern". Hier gilt es, ein Auge auf die weiteren Entwicklungen zu haben, um bei Bedarf die Projektgruppe wieder zu aktivieren.
  • Stadtentwicklung: Nach einer gut besuchten Veranstaltung der Volkshochschule am 23.10.2013 und dem Integrationsworkshop am 1.10.2013 wird die Volkshochschule weitere Veranstaltungen organisieren. In das Integrationskonzept soll anhand eines noch zu identifizierenden Stadtteils ein Projekt "Soziale Stadt" aufgenommen werden. Dieses wird ggf. von der Lokalen Agenda 21 begleitet.
  • Pflege von ältere Muslime: Beim Integrationsworkshop "Gesundheit und Älter werden" wurden folgender Vorschlag der Agendagruppe aufgenommen: Um das Thema zu „enttabuisieren“, soll in enger Kooperation mit der DITIB - Moschee zuerst innerhalb der Moschee unter Beteiligung des dortigen Imams eine "muttersprachliche, kulturnahe" mobile Pflegeorganistion aufgebaut werden. Der Vorstand der "Islamischen Gemeinde zu Schorndorf" will diesbezüglich demnächst ein Sondierungsgespräch mit der Schorndorfer AWO führen.

3. Projektgruppe “Nachhaltiges Verkehrskonzept für Schorndorf“


Anliegen der Gruppe ist die Entwicklung und Realisierung eines nachhaltigen und vernetzten Mobilitätskonzepts für Schorndorf und Umgebung. Bereits 2007 wurde ein Radwegekonzept entwickelt, dessen Weiterentwicklung und Umsetzung jetzt unterstützt werden soll.

In einer umfangreichen und detaillierten Fragebogenaktion zur Situation des Fahrradverkehrs in Schorndorf wurde in 2012 Information gesammelt, die bei weiterer Planung genutzt wird.

Aktuell beschäftigen sich 3 Arbeitsgruppen mit folgenden Themen- Schwerpunkten:
  • Weiterentwicklung und Konkretisierung des Radverkehrskonzepts mit dem Ziel: gefahrloses Radfahren in Schorndorf.
  • Verkehrsvernetzung mit dem Ziel: Anbindung Busse, Bahn mit nachhaltigen Mobilitätskonzepten.
  • Fußgänger/Barrierefreiheit mit dem Ziel: gefahrlose, barrierefreie Wege in der Stadt.
Die Projektgruppe trifft sich monatlich im Rathaus Urbanstraße; Termine in der Presse.

Sie wollen mitmachen? Dann wenden Sie sich an Gunhild Veil-Panni

4. Projektgruppe “Nachhaltige Energieversorgung“


Ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Entwicklung in Schorndorf und Umgebung ist eine Energieversorgung, die auf erneuerbaren Ressourcen beruht. Entsprechende Konzepte sollen bekannt gemacht, entwickelt und unterstützt werden.

Schwerpunkt der bisherigen Arbeit war die Mitwirkung von Mitgliedern unserer Gruppe an dem Beteiligungsprojekt Bürgerinnen und Bürger aus Schorndorf und Winterbach zur Windkraft. An 3 moderierten Terminen wurde über das Thema Windkraftanlagen im Mittelbereich Schorndorf diskutiert. Am dritten Termin (24.10.12) wurde eine Stellungnahme für die Gemeinderäte von Schorndorf und Winterbach vorbereitet. Diese war Ende 2012 auch Grundlage für die Entscheidungen beider Gremien zum Regionalplan.

Inzwischen fand die Gründung der Bürgerenergiegenossenschaft Remstal (BEG) statt, in der auch Mitglieder unserer Gruppe vertreten sind.

Sie wollen mitmachen? Dann wenden Sie sich an Martin Thomä.

5. Projektgruppe “Streuobstwiesen/Schorndorfer Apfelsaft“


Streuobstwiesen sind ein Kulturgut. Sie prägen unser Landschaftsbild, geben ihm einen besonderen Reiz und stellen eine ideale Verkörperung des Begriffs "Natur" dar.
Dieser vielfältige Lebensraum muss geschützt und für kommende Generationen erhalten werden.

Die Projektgruppe hat im Herbst 2012 in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Lokalen Agenda 21 Schorndorf, des Obst- und Gartenbauvereins, Asyl suchenden Personen und der Stadt Schorndorf 11 Tonnen Äpfel aus städtischen Streuobstwiesen geerntet. Die Vermostung erbrachte einen Ertrag von 8.500 Litern bestem Apfelsaft.

Inzwischen wurde die zweite „Ernte“ wurde eingebracht. Diesmal unter erschwerten Witterungsbedingungen, aber wieder mit viel Begeisterung und Unterstützung von Schülern Schorndorfer Schulen. Koordiniert wurde die Sammelaktion von Ruth Wagner-Jung.

Den Bericht über die Aktion 2013 finden Sie bei den Stadtnachrichten.

Der Verkauf erfolgt derzeit über die Firma Ricker Fruchtsäfte, Kellerwiesen 19, 73614 Schorndorf und den Schorndorfer Weltladen el mundo. Weitere Vertriebsstellen werden gerade aktiviert. Der Erlös aus dem Apfelsaftprojekt kommt sozialen Aufgaben und dem Erhalt der Streuobstwiesen in Schorndorf zugute.

Sie wollen mitmachen?  Dann wenden Sie sich an Ruth Wagner-Jung, Ulrich Kommerell oder die Firma Ricker.

6. Projektgruppe "Schorndorf auf dem Weg zur Fairhandels-Stadt"


Schorndorf ist Fairhandels-Stadt!

In einer öffentlichen Feier am 25. September 2013 überreichte der Ehrenbotschafter von Fairtrade Deutschland, Manfred Holz, Oberbürgermeister Matthias Klopfer die Urkunde. Damit gehört Schorndorf zu den ersten 200 Fairhandels-Städten in Deutschland. Weltweit gibt es mittlerweile 1.200 Fairtrade-Towns in 24 Ländern, darunter London, Brüssel, Rom, San Francisco und Kopenhagen. 

Mit der Auszeichnung Fairhandels-Stadt wird das Engagement der Stadt und seiner Bürger für den Fairen Handel gewürdigt. Seit mehr als 30 Jahren bietet der Weltladen el mundo (www.elmundo.de) Produkte des Fairen Handels an. Inzwischen führen 16 Geschäfte in Schorndorf, darunter auch Blumengeschäfte, einige Waren, die das Fairhandels-Siegel tragen. In den Sitzungen des Gemeinderats stammen Kaffee, Säfte, Gebäck und Obst aus Fairem Handel. Fünf Cafés und Restaurants, vier Schulen, vier Vereine, die Katholische und die Evangelische Kirchengemeinde haben sich angeschlossen.

Doch nicht nur Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Bananen, Orangensaft und Schokolade, auch Blumen, Kleidung und viele andere Waren finden sich im Fairen Handel. Allen Produkten ist gemeinsam, dass ihre Bestandteile aus Ländern des Südens stammen. Wenn Bäuerinnen und Bauern, die diese anbauen, ihre Familien trotz harter Arbeit nicht ernähren können, dann liegt das nicht zuletzt an ungerechten Welthandelsstrukturen. Der Faire Handel (www.fairtrade-deutschland.de) möchte ein Beispiel geben, wie es anders gehen könnte. Beispielsweise wird durch partnerschaftliche Handelsbeziehungen, faire Preise, die Ausschaltung des ungerechten Zwischenhandels und menschenwürdige Arbeitsbedingungen ein Beitrag für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbäuerinnen und –bauern geleistet. Gleichzeitig sind wir Verbraucherinnen und Verbraucher aufgefordert, bewusst einzukaufen, indem wir uns über die globalen Zusammenhänge von Armut und Reichtum informieren und uns für bessere politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzen.

Die Verleihung der Urkunde ist erst der Anfang auf dem Weg Schorndorfs zur Fairhandels-Stadt. Die Liste der Beteiligten kann noch wachsen, der Umfang der angebotenen Waren ist in vielfach noch klein. Fairhandels-Stadt ist mehr als eine Urkunde, es ist die Hoffnung, Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen zu können, dass es möglich ist, gemeinsam ein Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen.

Sie wollen mitmachen?
Dann wenden Sie sich an Dr. Eberhard Bolay, Telefon 07181 24046 oder Christa Hess, Telefon 07181 259240.

Weitere Informationen: www.fairtrade-towns.de

7. Projektgruppe “Gut älter werden in Schorndorf“


Als Ergebnis der Klausur des Gemeinderats 2007 zum Thema demografischer Wandel ergeben sich wichtige, neue Herausforderungen für unsere Stadt. Diese betreffen sowohl jüngere als auch ältere Bürgerinnen und Bürger.
Alle Institutionen, Einrichtungen und Gruppen in der Stadt Schorndorf sind zu beteiligen und zu informieren. Deren Ideen und Vorschläge sollen aufgegriffen und wenn möglich ganz oder teilweise umgesetzt werden.

Als "Auftakt" wurde im Frühjahr 2012 das "Lenninger Netz", ein Zusammenschluss verschiedener Gruppen und Institutionen vorgestellt. Die sich aus dem demografischen für unser Gemeinwesen stellenden Herausforderungen müssen beurteilt werden können. Die Stadt plant zur Zeit die Durchführung einer repräsentativen Umfrage bei Schorndorfer Seniorinnen und Senioren. In den sich daraus ergebenden Handlungsfeldern wird die Projektgruppe mitarbeiten. Unter anderem ist geplant, neben den professionellen Diensten ein Netzwerk zur Versorgung von Seniorinnen und Senioren und die Einrichtung eines "Hol- und Bringdienstes" aufzubauen.

Eine Unterstützung erfolgt durch die Helmut Schwarz Stiftung. Ein wichtiger Partner ist das Seniorenforum Schorndorf, welches sich aktiv einbringt.

Sie wollen mitmachen? Dann wenden Sie sich an Ulrich Kommerell, Falk-Dieter Widmaier oder an das Seniorenforum Schorndorf.

8. Projektgruppe “Rems-Konzept“


Die Rems-Konzeption der Lokalen Agenda 21 in Schorndorf ist inzwischen zwölf Jahre alt. Sie fand seinerzeit in der Öffentlichkeit, aber auch beim Gemeinderat zustimmende Anerkennung.
Diese Konzeption hat mit dazu beigetragen, dass die Rems aus ihrem Schattendasein heraus trat, das sie bis dahin in der Stadt führte und auf ein erfreulich breites Interesse stieß. Inzwischen ist der Fluss zwischen Erlensiedlung und Baurenwasen durchgängig begehbar und mit dem Rad befahrbar. Dieser Fuß- und Radweg wird täglich von Vielen gerne benutzt. Ein Uferpfad direkt am Wasser im Bereich des Baurenwasens lockt ebenfalls viele Spa-ziergänger, zumal in Begleitung ihrer Hunde.

Die Rems-Konzeption der Lokalen Agenda 21 Schorndorf ist damit aber noch nicht in allen Punkten umgesetzt. Insbesondere fehlt es noch an Zugangsmöglichkeiten direkt zum Wasser. Mit der neuen Initiative soll versucht werden, neue Interessierte für das Projekt zu gewinnen, die bereit sind, sich für seine Realisierung einzusetzen. Es gibt viel zu tun, insbesondere auch für Praktiker, die gewohnt sind, die Dinge mit der Hand am Arm anzugehen.

Sie wollen mitmachen? Dann wenden Sie sich an Dr. Eberhart Heiderich.