Der Sommer ist für die meisten eine der schönsten Zeiten des Jahres. Es ist warm, länger hell und man kann den vielfältigsten Freizeitaktivitäten in guter Gesellschaft nachgehen. Doch wie warm ist zu warm? Vielen Menschen ist es an manchen Tagen schon heute zu heiß - und das verwundert nicht. Der Klimawandel hat zur Folge, dass Hitzewellen häufiger und immer intensiver unseren Alltag prägen. Die meisten wissen, wo sie sich an solchen Tagen gerne aufhalten. Aufgeheizte Stadtplätze ohne Bäume oder Schatten fallen dabei definitiv aus der engeren Wahl. Es sind die Parks, Freibäder, Flussufer oder kühlen Einrichtungen, die uns in solchen Zeiten die höchste Aufenthaltsqualität bieten. Weiterführend finden Sie die wichtigsten Punkte rund um heiße Sommertage.
Hitzeinseln
Schorndorf ist - wie die meisten Städte - eine gewachsene Stadt, was vor allem in zentralen Lagen für eine hohe Dichte der baulichen Strukturen sorgt. Stark versiegelte Flächen, meist dunkel in der Farbgebung, speichern die Sommerhitze. Dichte Bebauung versperrt Wege für Luftzirkulation und spärliche Vegetation sorgt nicht ausreichend für Schatten und Kühlung. Sogenannte Tropennächte werden vor allem für körperlich und psychisch Kranke, Menschen im hohen Alter und Säuglinge gefährlich. Aber auch für Menschen in unvorteilhaften Wohnsituationen (Dachgeschoss, schlecht isolierter Altbau, etc.), wird dies zu einem schwerwiegenden Gesundheitsrisiko. Im Sinne einer klimagerechten Entwicklung muss sich die Stadt anpassen, um allen Bürgerinnen und Bürgern einen zumutbaren Lebensraum zu bieten, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen.
Dürre
Seit 1931 war es in Deutschland noch nie so trocken wie im Jahr 2025. Durch den langanhaltenden Regenmangel trocknen Böden aus und Gewässer leiden unter zu hoher Nährstoffbelastung, Sauerstoffmangel und erhöhter Temperatur. Die Folgen sind gravierend, denn diese empfindlichen Ökosysteme drohen zu “kippen”, sprich das System kollabiert und es sterben massenhaft Lebewesen, die für die Aufrechterhaltung des Ökosystems unverzichtbar sind. Auch trockene Böden werden schnell zur Gefahr, wenn sie bei plötzlich auftretendem Starkregen kein Wasser aufnehmen und es oberflächlich ungebremst unsere Städte fluten kann. Ebenso kämpft die Landwirtschaft mit Dürreperioden, da die Ernte leidet und erhebliche Mehrkosten durch zusätzliche Maßnahmen entstehen. Auch für Kommunen fallen Mehrkosten durch den mangelnden Wasserhaushalt an. Junge oder standortschwache Bäume oder Pflanzungen müssen deutlich häufiger gewässert werden oder gehen ein. Städte müssen ihre Vegetation anpassen und einen bewussteren Umgang mit Regenwasser integrieren. Gemeinsam mit den Bürgern hat Schorndorf bereits Fortschritte im zeitgemäßen Umgang mit Wasserressourcen erzielt und dennoch wird noch vieles nötig sein, um diese Herausforderung unserer Zeit gemeinsam zu bewältigen.