Fokuskonzept Mobilität

Projektziel und -ablauf

Wie bewegen sich die Schorndorfer Bürgerinnen und Bürger heute und wie soll die Mobilität in Schorndorf künftig gestaltet werden? Genau darum ging es im Projekt Fokuskonzept Mobilität. Ziel des Projektes war die Erarbeitung eines Maßnahmenplans, der umweltfreundliche Mobilität fördert, gute Alternativen zum Auto stärkt und die Stadt lebenswert weiterentwickelt. Betrachtet wurden dabei explizit alle Verkehrsmittel, das heißt der motorisierte Individualverkehr, der Öffentliche Personennahverkehr sowie der Rad- und Fußverkehr.

Zuerst wurde genau hingeschaut: Wie viel Verkehr gibt es? Wo entstehen Staus? Welche Wege legen die Menschen in Schorndorf zurück? Neben Zahlen und Statistiken gab es auch:

  • eine repräsentative Befragung der Bürgerinnen und Bürger sowie eine offene Online-Befragung an der sich alle Interessierten beteiligen konnten
  • eine Umfrage bei lokalen Unternehmen in Schorndorf

So wurde festgestellt, wie die Menschen in Schorndorf unterwegs sind – im Alltag, zur Arbeit oder zur Schule.

Auf Basis dieser Ergebnisse wurden Potentiale zur Veränderung Mobilität erarbeitet: Wo kann Verkehr in Zukunft umweltfreundlicher gestaltet werden? Dabei standen drei Ansatzpunkte im Mittelpunkt:

  • Verkehr vermeiden (z. B. durch kurze Wege)
  • Verkehr verlagern (z. B. mehr Bus, Bahn und Fahrrad)
  • Verkehr verbessern (z. B. umweltfreundlichere Fahrzeuge)

Wie sieht die Mobilität in Schorndorf in Zukunft aus? Dazu wurden drei Szenarien für eine mögliche Verkehrsentwicklung erstellt:

  • Ohne Veränderungen: Wie entwickelt sich der Verkehr, wenn alles bleibt wie bisher, wenn also keine Bestrebungen zur Förderung der nachhaltigen Mobilität sowie zur Treibhausgasreduzierung vorgenommen werden?
  • Ziele des Landes Baden-Württemberg (2040): Was bedeutet es konkret für den Verkehr in Schorndorf, wenn diese Ziele verfolgt werden?
  • Kommunale Ziele der Stadt Schorndorf (2035): Wie würde sich der Verkehr entwickeln, wenn diese Ziele verfolgt werden?

So wird sichtbar, welche Auswirkungen heutige Entscheidungen auf die Mobilität in der Zukunft haben werden.

Als Ergebnis aus den Analysen wurde ein übersichtlicher Maßnahmenkatalog erarbeitet. Darin steht, was konkret getan werden kann, um die Mobilität in Schorndorf umweltfreundlich zu gestalten. Dabei wurden die neuen Erkenntnisse mit bestehenden Konzepten verbunden – unter anderem: Radwegeplanung, Lärmaktionsplan, Klimaschutzkonzept, Stadtentwicklungskonzept, Fußverkehrs-Check und Schulwegplanung. Der Maßnahmenkatalog enthält insgesamt 20 Maßnahmen in sechs Handlungsfeldern: Fließender Verkehr, ruhender Verkehr, Ladeinfrastruktur, Radverkehr, Fußverkehr und öffentlicher Personennahverkehr.
Zum Abschluss des Projektes wurde ein Controllingsystem entwickelt, mit dem sich die Umsetzung und Verstetigung von Maßnahmen zur Förderung der nachhaltigen Mobilität beurteilen lässt.

Bürgerbeteiligung und Kommunikation

Die Meinung der Menschen in Schorndorf war den Projektbeteiligten besonders wichtig. Deshalb wurde im Rahmen des Projektes auf aktive Beteiligung gesetzt:

  • 7. November bis 2. Dezember 2024: Repräsentative Mobilitätsbefragung der Schorndorfer Bürgerinnen und Bürger sowie eine offene Online-Befragung für alle Interessierten
  • 23. Juli 2025: Bürgerveranstaltung mit Vorstellung der Ergebnisse und Diskussion der Maßnahmen. Hier konnten Schorndorfer Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen, eigene Erfahrungen einbringen und direkt mit dem Projektteam ins Gespräch kommen.

Projektabschlussbericht

Abschlussbericht herunterladen (PDF)

Projektpartner

  • CIMA Beratung + Management GmbH
  • Ingenieur Gesellschaft Verkehr GmbH & Co. KG

Laufzeit: 01.01.2024 bis 31.12.2025

Eine Projektförderung erfolgte aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Projektträger ist die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH.

Förder-Logo des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und der Nationalen Klimaschutzinitiative.