Projekte

Der Klimawandel ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Auch in Schorndorf werden die Auswirkungen der Klimaveränderungen immer spürbarer. Die Stadt hat sich dazu entschieden, die Aktivitäten zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Mobilität zu bündeln und ein integriertes Klimaschutzkonzept auf den Weg zu bringen, welches konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz definiert.

Bereits heute setzt Schorndorf zahlreiche Projekte zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel um. Dabei ist die Stadt in den unterschiedlichsten Bereichen aktiv. Im Folgenden finden Sie Details zu einer Auswahl unserer aktuellen sowie abgeschlossen Projekte.

Schorndorf hat eine belebte Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität. Mit der Teilnahme am Kompetenznetz Klima Mobil wollen wir diese weiter stärken und gleichzeitig hochwirksame Maßnahmen zum Klimaschutz im Verkehr umsetzen. So etwa aktuell im Projektgebiet Archivstraße und Johann-Philipp-Palm-Straße.

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Die lokale Wärmewende ist ein zentrales Instrument für eine klimaneutrale Stadtentwicklung und für das Erreichen der Klimaziele unserer Stadt. Mit der kommunalen Wärmeplanung wird eine Strategie erarbeitet, wie die gesamte Stadt Schorndorf bis 2035 ihren Wärmebedarf CO2-neutral durch den Einsatz Erneuerbarer Energien decken kann. Zudem werden Wege aufgezeigt, wie der Wärmebedarf deutlich reduziert werden kann. Die Wärmeplanung berücksichtigt private Haushalte, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen, Industrie und städtischen Liegenschaften.

Derzeit erfolgt die Bestandsanalyse mit der Erhebung des aktuellen Wärmebedarfs und -verbrauchs sowie der Wärmeversorgungsstruktur. Im Anschluss folgt eine Potenzialanalyse sowie die Aufstellung eines Zielszenarios und – als letzter und wichtigster Schritt – die Erarbeitung der Wärmewendestrategie für Schorndorf.
Die Stadtverwaltung geht mit gutem Beispiel voran und integriert Klimaschutz in die tägliche Verwaltungsarbeit. Mit dem Beitritt der Stadt zum Klimaschutzpakt des Landes Baden-Württemberg hat sich Schorndorf dazu bereit erklärt, die Klimaneutralität innerhalb der Verwaltung anzustreben. Damit dies klappt, wurden bereits einige Maßnahmen angestoßen:
  • Alle städtischen Projekte, die vom Gemeinderat verabschiedet werden, werden ab jetzt auf ihre Klima-Auswirkungen hin geprüft.
  • Die Stadtverwaltung hat einen Produktkatalog entwickelt, der sicherstellt, dass alle Beschaffungen innerhalb der Verwaltung mit Blick auf Nachhaltigkeit zertifiziert sind.
  • Die Energieverbräuche der städtischen Liegenschaften werden seit dem letzten Jahr kontinuierlich ermittelt und auf Optimierungspotenziale hin untersucht. Ergänzend dazu, werden die Wärmeverbräuche der kommunalen Liegenschaften erörtert und ein Fahrplan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung erstellt.
  • Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe. Dies wird seit Jahresbeginn 2022 auch in unserer Stadtverwaltung in Form von zwei Arbeitskreisen aktiv angenommen. Alle 14 Tage finden regelmäßig die Arbeitskreise „Klimagerechte Energieversorgung“ und „Nachhaltige Mobilität“ statt, in denen Mitarbeiter aus mehreren Fachbereichen aktuelle klimarelevante Fragestellungen diskutieren und gemeinsame Lösungen erarbeiten, die zum Klimaschutz und zur Treibhausgas-Reduktion beitragen werden.
Seit 2022 werden alle Beschlüsse des Gemeinderats und der beschließenden Ausschüsse nach Kenntnisnahme ihrer Klimarelevanz gefasst. In der entsprechenden Sitzungsvorlage zum dargestellten Vorhaben sind die zu erwartenden Auswirkungen auf das Klima einzuschätzen. Mit dieser Maßnahme wird sichergestellt, dass sowohl im Gemeinderat als auch in der Verwaltung eine Sensibilisierung für das Thema Klimaschutz erfolgt und bei etwaigen klimaschädlichen Beschlüssen Alternativen aufgezeigt werden. Hierfür wurde ein standardisiertes Verfahren für Sitzungsvorlagen entwickelt.
 
Die Klimarelevanzprüfung ist ein starkes Signal für den aktiven kommunalen Klimaschutz und zeigt, dass Klimaschutz fortan in allen (Fach-)Bereichen mitgedacht wird. Sie schafft Transparenz, macht Entscheidungen nachvollziehbar und führt zu dem Bewusstsein, dass Klimaschutz als etwas völlig Normales und nicht mehr als Zusatzaufgabe gesehen wird.
Die Stadt Schorndorf hat sich zum Ziel gesetzt bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Dieses Ziel lässt sich nur dann erreichen, wenn alle – egal ob klein oder groß, jung oder alt – den Klimaschutz in unserer Stadt aktiv betreiben und bereits die Jüngsten dafür sensibilisiert und motiviert werden. Genau hier setzt das Projekt „KLIMAreporter 2022“ an.

Junge und motivierte Talente, im Alter zwischen 10 und 16 Jahren, setzen sich intensiv mit dem Thema Klimaschutz auseinander und berichten als KLIMAreporter über Spannendes und Interessantes in und aus der Stadt Schorndorf. Sie lernen das Schreiben von Texten, die Tricks und Kniffe aussagekräftiger Fotoaufnahmen und bekommen das Handwerkszeug für eine spannende Interviewführung sowie das Erstellen von öffentlichkeitswirksamen Berichten vermittelt.

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Rund um den Schorndorfer Bahnhof herrscht hoher Parkplatzdruck für Fahrräder. Die derzeitigen Anlagen sind tagsüber meist ausgelastet und entsprechen nicht mehr den aktuellen Standards. Um dem Parkdruck in Bahnhofsnähe zu mildern, plant die Stadtverwaltung Schorndorf eine neue Fahrradabstellanlage am Bahnhof zwischen Karlsplatz und Bahnsteig des Gleis 1.

Die derzeitigen Fahrradparkplätze sollen durch moderne Doppelstockparker ersetzt werden. Diese Art von Fahrradplätzen ermöglichen es auf einer geringen Fläche viele Fahrräder ordentlich abzustellen. Die Zahl der Abstellmöglichkeiten wird durch die moderne Anlage mehr als verdoppelt. Die geplante Fahrradabstellanlage am Bahnhof Schorndorf bietet Platz für 98 Fahrräder. Die Überdachte Anlage ist zudem benutzerfreundlich und komfortabel beim be- und entladen.

Im Zuge der Bike + Ride Offensive der Deutschen Bahn und dem Bundesumweltministeriums hat sich die Stadt Schorndorf für die Förderung von Radabstellanlagen beworben. Der Förderantrag wurde im September 2021 eingereicht. Mit einer Rückmeldung ist im Frühjahr/ Sommer 2022 zu rechnen.
Die Bike+Ride Offensive ist eine gemeinsames Projekt des Bundesumweltministeriums und der Deutschen Bahn. Mit diesem Programm soll es Kommunen erleichtert werden Radabstellanlagen in Bahnhofsnähe Auf- und Auszubauen. Die Förderung des Vorhabens läuft über die Kommunalrichtlinie und die Förderquote beträgt 70%.

weitere Informationen auf deutschebahn.de
Die Stadt Schorndorf lässt derzeit eine CO2-Bilanz für das gesamte Stadtgebiet erstellen. Die CO2-Bilanz wird angeben, wie viele Tonnen Kohlendioxid derzeit in der Kommune innerhalb eines Jahres ausgestoßen werden. Berücksichtigt werden nur die Emissionen, die im Stadtgebiet anfallen. Dabei soll separat aufgezeigt werden, welche Verbrauchssektoren und Energieträger jeweils die größten Anteile haben.

Die Bilanzierung wird anhand des Tools BICO2BW erarbeitet. Dieses legt eine einheitliche Bilanzierungsmethodik fest, die dem bundesweit etablierten BISKO-Standard („Bilanzierungs-Systematik Kommunal“) entspricht. Betrachtet werden grundsätzlich die Sektoren Verkehr, Industrie, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen, kommunale Liegenschaften sowie private Haushalte.
Die CO2-Bilanz wird somit den IST-Zustand in Schorndorf aufzeigen und als wertvolle Basis für das kommunale Klimaschutzkonzept dienen. Die Ergebnisse werden helfen, den Handlungsbedarf bei den Sektoren mit den höchsten Verbrauchs- und Emissionsanteilen zu ermitteln und die Schwerpunkte bei der Maßnahmenplanung zur Klimaneutralität 2035 zu setzen.
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