Informationen zu Wirtschaft und Corona

Bundesweite Maßnahmen ab 2. November 2020

Der Bund und die Länder haben sich aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen am 28.10.2020 auf weitere harte Einschnitte, aber auch Hilfen für die betroffenen Gewerbe geeinigt.

Darf ich mein Geschäft öffnen? Hier finden Sie eine Übersicht (PDF) über das Öffnen der Einrichtungen, Dienstleistungen und Einzelhandelsbereiche. (Stand: 1. November 11 Uhr)

Hier finden Sie eine Übersicht (PDF) über die Maßnahmen, die ab dem 2. November 2020 und bis Ende November bundesweit gelten.

Bund und Länder haben massive Hilfen für die betroffenen Betriebe beschlossen:
  • Außerordentliche Wirtschaftshilfe - Novemberhilfe
    Die von der temporären Schließung betroffenen Unternehmen, Betriebe und Selbständige erhalten eine Ausfallentschädigung vom Bund.
  • Ausweitung KfW-Schnellkredite
    Den KfW-Schnellkredit können künftig auch Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten nutzen.
  • "Überbrückungshilfe III" - Für die mittelbar betroffenen Betriebe wird der Bund seine Hilfsmaßnahmen für Unternehmen mit einer sogenannten "Überbrückungshilfe III" verlängern. Der Zugang wird weiteren Unternehmen und Selbstständigen ermöglicht und ins nächste Jahr verlängert.
Mehr Informationen finden Sie beim Bundesfinanzministerium.

Finanzielle Zuschüsse

Die weltweit dynamische Ausbreitung des Coronavirus hat die Wirtschaft schwerwiegend getroffen und zu einer bedrohlichen Ausnahmesituation geführt. Unternehmen sehen sich in nahezu allen Wirtschaftsbereichen mit gravierenden Umständen konfrontiert, die für zahlreiche Unternehmen existenzbedrohlich geworden sind. Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen versuchen Land und Bund mit einem 750 Milliarden Euro schweren Hilfspaket die Folgen der Coronakrise abzumildern
Wer ist antragsberechtigt?
Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen nach folgender Maßgabe:
  • Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten zählen als direkt betroffene Unternehmen.
  • Indirekt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen

Was wird gefördert?

Damit den Betroffenen einfach und unbürokratisch geholfen werden kann, wird die Hilfe als einmalige Kostenpauschale ausbezahlt. Unternehmen sollen damit insbesondere ihre Fixkosten decken können, die trotz der temporären Schließung anfallen.

  • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten können eine einmalige Kostenpauschale in Höhe von bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes von November 2019 erhalten. Die Höhe errechnet sich aus dem durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz des Vorjahresmonats, gezahlt wird sie für jede angeordnete Lockdown-Woche.
  • Für größere Unternehmen gelten abweichende Prozentanteile vom Vorjahresumsatz. Ihre Höhe wird im Einzelnen anhand beihilferechtlicher Vorgaben ermittelt.

Trotz der Schließung erzielte Umsätze werden angerechnet, wenn sie 25 Prozent des Umsatzes des Vergleichsmonats überschreiten. Für Gaststätten gilt eine Sonderregelung.

Antragsverfahren:
Die Anträge können voraussichtlich ab 25. November 2020 über die bundeseinheitliche Überbrückungshilfe-Plattform durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte gestellt werden.

Soloselbständige sollen bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein. 

Antworten auf häufige Fragen finden Sie in den FAQ.


Die Überbrückungshilfe II (ab Mitte Oktober) stellt die zweite Phase des Nachfolgeprogramms der bisherigen Soforthilfe dar. Allerdings mit Änderungen, was die Voraussetzungen und die Durchführung angeht.

Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt sind:
  • Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren
  • Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb
  • Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe gemeinnütziger Unternehmen und Organisationen
Unternehmen, die Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen haben, aber weiter von Umsatzausfällen betroffen sind, sind erneut antragsberechtigt.

Was wird gefördert?
Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und  nicht einseitig veränderbare Fixkosten (zum Beispiel Mieten, Versicherungen, Kosten für Azubi…) in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Die ergänzende Förderung des Landes durch einen fiktiven Unternehmerlohn wird in der zweiten Phase der Überbrückungshilfe fortgesetzt (für im Unternehmen tätige Inhaber in Höhe von bis zu 1.180 Euro pro Monat).

Übrigens werden anteilig investive Kosten für „Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in Außenbereiche“ erstattet
(zu finden unter Punkt 2.4, Nr. 6 bei den FAQs zur Überbrückungshilfe). Somit sind auch Ausgaben für Zelte und Heizpilze, aber auch für Schirme, Garnituren und Sitzpolster über die Bundesmittel förderfähig.

In der zweiten Phasen wurden die Fördersätze erhöht. Künftig werden erstattet:
  • 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
  • 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten) und
  • 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch).
Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.
Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro.

Fördervoraussetzungen:
Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

Antragsverfahren:
  • Die Überbrückungshilfe kann für 4 Monate (September bis Dezember 2020) beantragt werden. Antragsbeginn: Mitte Oktober 2020. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020.
    Hier zum Vorab-Check: Überbrückungshilfe II
Die Antragstellung erfolgt digital in Zusammenarbeit mit einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer. Direkt zur Antragsplattform des Bundesministeriums


Die Überbrückungshilfe stellt das Nachfolgeprogramm zum bisherigen Soforthilfeprogramm dar. 

Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt sind:
  • Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren
  • Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb
  • Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe gemeinnütziger Unternehmen und Organisationen
Unternehmen, die Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen haben, aber weiter von Umsatzausfällen betroffen sind, sind erneut antragsberechtigt.

Was wird in der 1. Phase gefördert?
Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und  nicht einseitig veränderbare Fixkosten (zum Beispiel Mieten, Versicherungen, Kosten für Azubi…) in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. In Baden-Württemberg kann als länderspezifische Komponente ein fiktiver Unternehmerlohn für Soloselbständige und für im Unternehmen tätige Inhaber in Höhe von bis zu 1.180 Euro pro Monat angesetzt werden.

Die Überbrückungshilfe ist gestaffelt und erstattet einen Anteil in Höhe von
  • 80 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch,
  • 50 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 %,
  • 40 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 % und unter 50 %
im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei Gründung des Unternehmens nach Juni 2019: Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 als Vergleichsmonate. 

Maximale Förderhöhe:
Unternehmen bis zu 5 Beschäftigte: maximale Förderung 9.000 Euro für drei Monate.
Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten: maximale Förderung 15.000 Euro für drei Monate.
Unternehmen > 10 Beschäftigte: Maximale Förderung bis zu 150.000 Euro für drei Monate.

Fördervoraussetzungen:
  • Umsatzrückgang in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019
    Unternehmen, die zwischen dem 1. April 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.
    Unternehmen, die nach dem 31. Oktober 2019 gegründet wurden, sind nicht antragsberechtigt.
  • Die Einstellung der Geschäftstätigkeit beziehungsweise der damit einhergehende Umsatzeinbruch muss ganz oder teilweise auf die Corona-Krise zurückzuführen sein
  • Der Antragsteller darf sich am 31. Dezember 2019 gemäß Europäische Union-Definition nicht in Schwierigkeiten befunden haben.
Antragsverfahren:
  • Die Überbrückungshilfe kann für 3 Monate (Juni bis August 2020) beantragt werden. Antragsfrist: 09. Oktober 2020. Es ist nicht möglich rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.
Die Antragstellung erfolgt über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer.
Direkt zur Antragsplattform des Bundesministeriums

Weitere Informationen 

Wer wird gefördert?
  • Unternehmen der Bustouristik, die seit mindestens 16.03.2020 eine Genehmigung für den Gelegenheitsverkehr nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) besitzen
Was wird gefördert?
Einmalig, nicht rückzahlbarer Zuschuss zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses, abhängig von der Anzahl der Fahrzeuge, der Fahrzeugklasse und Euro-Abgasnorm und dem jeweiligen Anteil im Reiseverkehr gefahrenen Kilometer (maximal 18.750 Euro pro Reisebus, maximal 400.000 Euro pro Unternehmen)

Fördervoraussetzungen:
Coronabedingter Liquiditätsengpass im Förderzeitraum 01.09.2020 bis 31.12.2020 im Bereich Bustourisitk aufgrund des Busreiseverbotes oder geringer Auslastung der Reisebusse

Antragsverfahren:
Antragstellung, Bewilligung und Auszahlung erfolgt bis einschließlich 31.10.2020 über die L-Bank. Der Antrag muss vom Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer bestätigt werden.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
  • Gewerbliche Unternehmen, Soloselbständige und Sozialunternehmen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe
  • Bäckereien/Konditoreien, Metzger, Speiseeishersteller und Brauereien, die mindestens 30 Prozent des Umsatzes normalerweise über den gastronomischen Bereich oder über Catering erzielen
Was wird gefördert?
Betroffene Betriebe erhalten für einen Zeitraum von drei Monaten eine einmalige Liquiditätshilfe. Auf eine Deckelung der Betriebsgröße wird dabei verzichtet.

Betriebe, die mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes im Bereich Beherbergung und/oder Gastronomie erzielen, können bis zur Höhe ihres Liquiditätsengpasses
  • 3.000 Euro für das Unternehmen sowie
  • bis zu weiteren 2.000 Euro für jeden Beschäftigten, umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte, erhalten.
Für Betriebe, die zwischen 30 Prozent und 50 Prozent ihres Umsatzes im Bereich Beherbergung und/oder Gastronomie erwirtschaften, ist ein reduzierter Fördersatz vorgesehen. Dieser beträgt bis zur Höhe des Liquiditätsengpasses
  • 2.000 Euro für das Unternehmen sowie
  • bis zu weiteren 1.000 Euro für jeden Beschäftigten, umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte.
Der Liquiditätsengpass wird auf Basis der laufenden Kosten (zum Beispiel Miete, betriebliche Kredite et cetera) im Förderzeitraum berechnet.

Fördervoraussetzungen:
Unterstützung erhalten Antragssteller, die unmittelbar infolge der durch das Coronavirus ausgelösten Pandemie in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Antragsverfahren:
Anträge können bis zum 20. November 2020 gestellt werden. Der Förderzeitraum darf frühestens am 1. Juni 2020 beginnen und endet am 31. Dezember 2020.
Für die Antragsstellung werden folgende Unterlagen benötigt:
  • das ausgefüllte und unterzeichnete Antragsformular
  • Anlage 1: Eine Liquiditätsberechnung
  • Anlage 2: Eine Bescheinigung durch eine gemäß § 3 Nummer 1 Steuerberatungsgesetz (StBerG) befugte Person
Der Antrag kann ausschließlich online über www.bw-stabilisierungshilfe-hoga.de eingereicht werden.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
  • Unternehmen und Selbständige des Schaustellergewerbes, der Veranstaltungs- und Eventbranche sowie des Taxigewerbes
Hier finden Sie eine Übersicht über die grundsätzlich förderberechtigten Wirtschaftszweige.

Was wird gefördert?
Die größte finanzielle Belastung für Schausteller und die Eventbranche, aber auch für das Taxigewerbe sind Tilgungsraten für Kredite. Mit dem Tilgungszuschuss wird einmalig die Hälfte der Jahrestilgungsrate 2020 des antragstellenden Unternehmens mit einem Satz von 80 Prozent (das heißt: 40 Prozent der Jahrestilgungsrate) gefördert. Förderfähig sind dabei die nach den Regeltilgungsplänen im Jahr 2020 anfallenden Tilgungsraten ab Bewilligung von Krediten (maximal 150.000 Euro je Antragsteller).

Grundlage des Programms ist die Verwaltungsvorschrift "Tilgungszuschuss Corona" vom 23. Oktober 2020 (in der ab 1. November 2020 gültigen Fassung).

Antragsverfahren:
Eine Antragsstellung ist ab sofort (ab 24. September) bis zum 15.12.2020 möglich. Hier kann das Antragsformular für den Tilgungszuschuss Corona heruntergeladen werden. Es gibt ein neues Antragsformular mit Stand 4. November 2020. Die vorherigen Antragsformulare können noch für Anträge bis zum 12. November 2020, 24:00 Uhr, verwendet werden. Die Anträge können ausschließlich über das Online-Portal unter https://bw-tilgungszuschuss.de eingereicht werden. Die Auszahlung der Tilgungszuschüsse erfolgt über die L-Bank.

Weitere Informationen
Die Antragsfrist für die Soforthilfe Corona des Landes Baden-Württemberg endete zum 31. Mai 2020. Eine Antragstellung ist nicht mehr möglich.

Wer wurde gefördert?
Die Soforthilfe Corona des Bundes und des Landes Baden-Württemberg unterstützte gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen, Land- und Forstwirte und Angehörige der Freien Berufe bis 50 Mitarbeiter.

Was wurde gefördert?

Einmalig, nicht rückzahlbare Soforthilfe

Fördervoraussetzungen:
Der Antragssteller musste versichern, dass er sich infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befindet und dadurch massive Liquiditätsengpässe erleidet

Weitere Informationen

Förderprogramme der Ausbildung

Die Coronakrise soll nicht zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen werden. Deshalb unterstützt das Land Baden-Württemberg und der Bund mithilfe von diversen Förderprogrammen den Erhalt und die Sicherung von Ausbildungsplätzen in Unternehmen.
Wer wird gefördert?
  • Kleine und mittelständische Unternehmen bis 500 Beschäftigte, die allein eine vollständige Ausbildung nicht durchführen können und deshalb einen Ausbildungsverbund bilden
Was wird gefördert?
Gefördert werden die Zusatzkosten der Ausbildung in einem anderen Betrieb mit einer einmaligen Zuwendung („Prämie“).
Zuschuss in Höhe von
  • einmalig 2.000 Euro pro Ausbildungsplatz beziehungsweise 1.000 Euro für Verbundausbildung, wenn der Partnerbetrieb eine Bildungseinrichtung ist und die Dauer der Ausbildung im Partnerbetrieb mindestens 20 Wochen beträgt.
  • einmalig 1.000 Euro pro Ausbildungsplatz bei Kurzarbeit im Stammbetrieb, wenn die Dauer der Ausbildung im Partnerbetrieb und der Kurzarbeit mindestens 4 Wochen beträgt.
Fördervoraussetzungen:
Es handelt sich um eine förderfähige Verbundausbildung

Antragsverfahren:
Die Antragstellung erfolgt über das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Der Antrag ist vor Beginn der Ausbildung im Partnerbetrieb zu stellen.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
  • Kleine und mittelständische Unternehmen bis 500 Beschäftigte, die Auszubildende nach Insolvenz oder unvorhersehbarer Schließung ihres bisherigen Ausbildungsbetriebs übernehmen
Was wird gefördert?
  • Prämie in Höhe von 1.200 Euro erfolgt als Einmalzahlung für jeden übernommenen Auszubildenden nach bestandener Probezeit
Antragsverfahren:
Die Antragstellung erfolgt über das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Der Antrag muss vom neuen Ausbildungsunternehmen innerhalb von drei Monaten nach Übernahme des Auszubildenden eingereicht werden. 

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
  • Kleine und mittlere Unternehmen bis zu 259 Beschäftigte, die von der Corona-Krise betroffen sind und das Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im durchschnittlichen Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen.
Was wird gefördert?
Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag.

Fördervoraussetzungen:
Antragsberechtigt sind Unternehmen, die erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten diese Kriterien:
  • Die Beschäftigten haben in der ersten Jahreshälfte 2020 mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet oder
  • der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist im April und Mai 2020 im Vergleich zu April und Mai 2019 durchschnittlich um mindestens 60 Prozent eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.
Antragsverfahren
Der Antrag ist an die Agentur für Arbeit zu richten, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
Kleine und mittlere Unternehmen bis zu 249 Beschäftigte, die von der Corona-Krise betroffen sind und das Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im durchschnittlichen Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen.

Was wird gefördert?
Für jeden zusätzlich für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag im Vergleich zum früheren Ausbildungsniveau wird eine einmalige Förderung in Höhe von 3.000 Euro gewährt.

Fördervoraussetzungen:
Antragsberechtigt sind Unternehmen, die erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten diese Kriterien:
  • Die Beschäftigten haben in der ersten Jahreshälfte 2020 mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet oder
  • der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist im April und Mai 2020 im Vergleich zu April und Mai 2019 durchschnittlich um mindestens 60 Prozent eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.
Antragsverfahren:
Der Antrag ist an die Agentur für Arbeit zu richten, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
  • Unternehmen bis 249 Mitarbeiter, die ihre Auszubildenden nicht in Kurzarbeit schicken und auch deren Ausbilderinnen und Ausbilder außerhalb von Zeiten des Berufsschulunterrichts davon absehen. Der Arbeitsausfall muss im Betrieb oder in einer Betriebsabteilung bei mindestens 50 Prozent liegen.
Was wird gefördert?
Die Förderung erfolgt in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem im Betrieb ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist und Auszubildende sowie deren Ausbilder dennoch nicht in Kurzarbeit sind. Die Förderung wird rückwirkend gewährt. Sie können sie erstmals im September 2020 für August 2020 beantragen und letztmals für Dezember 2020.

Fördervoraussetzungen:
Das kurzarbeitende Unternehmen muss zusammen mit der Kurzarbeit-Anzeige bei der zuständigen Agentur für Arbeit melden, dass die Ausbildung fortgesetzt wird. Hat das Unternehmen bereits Kurzarbeit angezeigt, muss es dies unverzüglich nachholen.

Antragsverfahren:
Der Antrag ist an die Agentur für Arbeit zu richten, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
  • Kleine und mittlere Unternehmen bis 249 Beschäftigte, die Auszubildende, aus einem anderen kleine und mittlere Unternehmen (KMU)-Betrieb, der infolge der Corona-Krise insolvent ist, zwischen 1. August und 31. Dezember 2020 weiter ausbilden.
Was wird gefördert?
Die Förderung erfolgt als einmaliger Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro

Fördervoraussetzungen:
Sowohl der insolvente als auch der Übernahme-Betrieb müssen zu den kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gehören:
  • Voraussetzung beim insolventen kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Eine pandemiebedingte Insolvenz, das heißt, das Insolvenzverfahren wurde bis zum 31. Dezember 2020 eröffnet und das kleine und mittlere Unternehmen (KMU) war vor dem 31. Dezember 2019 gemäß Europäische Union-Definition nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
  • Voraussetzung beim Übernahme-kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.
Unternehmen können nur eine Prämie pro Ausbildungsvertrag erhalten. Sie können die Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ nicht mit Förderungen auf anderen rechtlichen Grundlagen oder nach anderen Programmen des Bundes oder der Länder kombinieren, die die gleiche Zielrichtung oder den gleichen Inhalt haben.

Antragsverfahren:
Der Antrag ist an die Agentur für Arbeit zu richten, in deren Bezirk der Ausbildungsbetrieb liegt.

Weitere Informationen
Wenn KMU die Ausbildung pandemiebedingt temporär nicht fortsetzen können, können andere KMU, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister befristet die Ausbildung übernehmen.

Wer ist antragsberechtigt?

Unternehmen bis 249 Mitarbeiter

Was wird gefördert?
Einmalige Prämie von 4.000 Euro je übernommenen Auszubildenden

Fördervoraussetzungen
Der Geschäftsbetrieb des ursprünglich ausbildenden KMU muss vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen betroffen sein und damit die Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern. Die Vereinbarung über die Auftrags- oder Verbundausbildung muss zwischen dem 24.06.2020 und dem Ablauf des 30.06.2021 geschlossen werden und eine Dauer von mindestens 6 Monaten betragen.

Antragsverfahren:
Der Antrag ist bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See zu stellen.

Kurzarbeitergeld

Die Agentur für Arbeit gleicht durch das Kurzarbeitergeld den durch einen vorübergehenden Arbeitsausfall entfallenen Lohn teilweise aus. Der Arbeitgeber wird dadurch bei den Kosten der Beschäftigung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet. So können Kündigungen verhindert und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch bei Auftragsausfällen weiter beschäftigt werden.
Wer wird gefördert?
  • Unternehmen mit mindestens einem/r Mitarbeiter/in (auch Leiharbeiter) können Kurzarbeitergeld beantragen. Dabei müssen 10 % der Beschäftigten im Unternehmen vom Arbeitsausfall betroffen sein (Quorum). Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte.
Was wird gefördert?
  • Übernahme von mindestens 60 % des ausgefallenen Nettolohns der Beschäftigten in Kurzarbeit, ab dem vierten Monat des Bezugs 70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern). Außerdem werden die Sozialversicherungsbeiträge erstattet.
Das Kurzarbeitergeld wird auch rückwirkend ausgezahlt. Die maximale Bezugszeit beträgt 12 Monate (21 Monate für Betriebe, die bereits im Jahr 2019 in Kurzarbeit gegangen sind). Arbeitnehmer in Kurzarbeit können ab dem 1. Mai 2020 auch in nicht-systemrelevanten Berufen hinzuverdienen.

Voraussetzung:
Die üblichen Arbeitszeiten sind vorübergehend wesentlich verringert (zum Beispiel wenn aufgrund der Corona-Pandemie Lieferungen ausbleiben oder der Betrieb vorübergehend geschlossen wird). Unternehmen müssen Kurzarbeit vorher bei der Arbeitsagentur anzeigen. Erst danach können Sie dieses beantragen.

Antragsverfahren: 
Die Antragstellung erfolgt über die Agentur für Arbeit. Wichtig für Betriebe, die seit mindestens drei Monaten kein Kurzarbeitergeld mehr abgerechnet haben: Sie müssen Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit neu anzeigen, wenn in ihrem Betrieb aufgrund der geltenden Einschränkungen wieder kurzgearbeitet werden muss.

Weitere Informationen

Hilfen bei Steuer- und Sozialabgaben

Um steuerliche Erleichterungen schnell, unkompliziert und unbürokratisch gewähren zu können, finden Sie hier eine Übersicht.
  • Hilfen für die Gastronomie (Corona-Steuerhilfegesetz)
    Gastronomiebetriebe sind von der Corona-Krise besonders betroffen. Aus diesem Grund wird die Umsatzsteuer für Speisen in der Gastronomie ab dem 1. Juli 2020 befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 % gesenkt.
  • Steuerlose Stundungen
    Ab sofort, längstens bis zum 31. Dezember 2020 Anträge auf eine - in der Regel zinsfreie - Stundung von bereits fälligen oder bis zum 31. Dezember 2020 fällig werdenden Steuern (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag und Umsatzsteuer) beim zuständigen Finanzamt stellen.

    Für Ihren Antrag wurde vom Finanzamt ein vereinfachtes Formular zur Verfügung gestellt.

    An die Bewilligung der Stundung sind dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Unternehmen müssen darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. 

    Auch eine Stundung der Kraftfahrzeugsteuer möglich. Hierzu ist bis 31. Dezember 2020 beim zuständigen Hauptzollamt ein entsprechender Stundungsantrag zu stellen.
  • Herabsetzungen von Vorauszahlungen beim Finanzamt
    Die Steuervorauszahlungen können auf Antrag durch das Finanzamt herabgesetzt werden, wenn absehbar ist, dass aufgrund sinkender Umsätze die Gewinne durch die Corona-Krise deutlich geringer ausfallen als bisher angenommen. Dies betrifft die Herabsetzung von Vorauszahlungen der Einkommen- und Körperschaftsteuer (inklusive Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) sowie die Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrags (für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlung)
  • Aussetzung der Vollstreckung
    Unter bestimmten Voraussetzungen soll längstens bis zum 31.Dezember 2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet werden. In diesen Fällen werden die zwischen dem 19. März 2020 und längstens dem 31. Dezember 2020 kraft Gesetzes verwirkten Säumniszuschläge erlassen
  • Herabsetzung der Sondervorauszahlungen bei der Umsatzsteuer für das Jahr 2020
    Die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung für die Dauerfristverlängerung bei der Umsatzsteuer für das Jahr 2020 auf Antrag ganz oder teilweise durch die Finanzämter herabsetzen lassen. Die Dauerfristverlängerung bleibt auch bei einer Erstattung bestehen.
Das Finanzministerium Baden-Württemberg hat ferner einen FAQ-Katalog auf seiner Seite veröffentlicht.
Bei der zinslosen Stundung von
  • Nachzahlungen aus Vorjahren und bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen sofern die Vorauszahlungen gleich bleiben sollen, wenden Sie sich bitte an die Stadt Schorndorf. Den zinslosen Stundungen wird vorerst bis spätestens 31. Dezember 2020 stattgegeben. Es genügt ein formloser Antrag bei der Stadtkasse, der das Buchungszeichen, eine kurze Begründung des Corona-bedingten Ertragsausfalls und Kontaktdaten für Rückfragen enthält. 

    Ansprechparterin:
    Frau Kohler
    E-Mail: Tanja.Kohler@schorndorf.de
    Telefon: 07181 602-2300
  • Vorauszahlungen der Gewerbesteuer für das laufende Jahr 2020
    wenden Sie sich bitte direkt an die Finanzämter.

    Bitte verwenden Sie das landeseinheitliche Formular der Finanzämter.
Wenn Ihr Unternehmen in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten in Folge der Coronakrise gerät, ist die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen eine Möglichkeit, dem Unternehmen finanziell wieder ein wenig Luft zu verschaffen. Die Stundung setzt einen entsprechenden Antrag des Unternehmens voraus. Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre jeweils zuständige Krankenkasse.
  • Vereinfachtes Stundungsverfahren bis Ende Mai 2020
Für die Beitragsmonate März bis Mai 2020 konnte aufgrund der Corona-Krise von Arbeitgebern ein vereinfachtes Stundungsverfahren genutzt werden. Stundungszinsen wurden nicht berechnet.
  • Regelstundungsverfahren mit Erleichterungen ab Juni 2020
Es ist davon auszugehen, dass zahlreiche Arbeitgeber auch über den insoweit verlängerten Stundungszeitraum hinaus nicht in der Lage sind, sowohl die bislang gestundeten als auch die laufenden Gesamtsozialversicherungsbeiträge zu entrichten. Stundungsvereinbarungen, die Einzugsstellen mit Arbeitgebern für die Zeit ab dem Fälligkeitstag Juni abschließen, werden sich wieder stärker am bisherigen Regelprozess orientieren. Grundlage sind die "Einheitlichen Grundsätze zur Erhebung von Beiträgen, zur Stundung, zur Niederschlagung und zum Erlass sowie zum Vergleich von Beitragsansprüchen (Beitragserhebungsgrundsätze)" des Gesetzlichen Krankenversicherungs (GKV)-Spitzenverbandes vom 17. Februar 2010

Arbeitsschutz und Arbeitsrecht

Wir informieren Sie über arbeitsschutzrechtliche Maßnahmen und Möglichkeiten beim Umgang mit dem Coronavirus.
Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) bietet die Möglichkeit für Arbeitgeber und Selbstständige eine finanzielle Entschädigung bei Verdienstausfällen zu beantragen.

Wer ist anspruchsberechtigt?

Anspruch auf Entschädigung haben:

  • Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmer*innen (für längstens sechs Wochen) die Entschädigung auszahlen.
  • Selbstständige, deren Betrieb oder Praxis während der Dauer der Quarantäne oder des Tätigkeitsverbots geschlossen ist, können zusätzlich den Ersatz von weiterlaufenden und nicht gedeckten Betriebsausgaben nach § 56 Absatz 4 Satz 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG) beantragen.
  • Arbeitnehmer*innen und Selbstständige, die von Quarantäne oder einem Tätigkeitsverbot betroffen sind.
  • Berufstätige Eltern und Pflegeeltern von betreuungsbedürftigen Kindern, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und auf Hilfe angewiesen sind und deren Schulen oder Betreuungseinrichtungen geschlossen wurden.

Voraussetzungen:
Das Tätigkeitsverbot oder die Quarantäne muss vom Gesundheitsamt oder einer anderen zuständigen Stelle angeordnet sein.

Antragsverfahren:
Arbeitgeber und Selbstständige können eine Erstattung von Verdienstausfällen beantragen. Der Antrag gilt für Verdienstausfälle, die Ihnen oder Ihren Arbeitnehmer*innen wegen einer behördlich angeordneten Quarantäne oder eines Tätigkeitsverbots entstanden sind. 

Informationen zur Antragstellung und die Online-Anträge finden Sie hier.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat einen hilfreichen FAQ-Katalog zu arbeitsrechtlichen Fragen entwickelt.
Die Ausnahmeregelungen des Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg sehen vor, dass in systemrelevanten Tätigkeiten, die für die Daseinsvorsorge oder zur Bekämpfung der Pandemie durch das Coronavirus SARS-CoV-2 wichtig sind, auch an Sonn- und Feiertagen gearbeitet werden darf. Zudem kann in diesen Tätigkeiten die tägliche Höchstarbeitszeit auf bis zu zwölf Stunden verlängert werden.
Der Arbeitsschutz eines Betriebes liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers.
  • Bei Maßnahmen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes, zum Beispiel Quarantänemaßnahmen für Beschäftigte mit Kontakt zu Erkrankten, sind die Gesundheitsämter vor Ort anzusprechen. Das zuständige Gesundheitsamt kann hier ermittelt werden.
  • Bei sich ändernden Gegebenheiten gemäß § 3 Absatz 1 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sollte die bestehende Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) möglichst unter Beteiligung der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des/der Betriebsarztes/-ärztin überprüft und gegebenenfalls Maßnahmen hieraus abgeleitet werden
  • Ergibt sich durch die zuständigen Gesundheitsbehörden eine Neubewertung der Gefährdung (zum Beispiel zum Thema Auslandsreisen, Kundenkontakt oder ähnliches) und den sich daraus ableitenden Maßnahmen, muss für die Kommunikation und Umsetzung dieser Maßnahmen im Betrieb Sorge getragen werden.

Liquiditätshilfen

Die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen wurden erheblich ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. So unterstützt der Staat Kreditausreichungen durch erhöhte Bürgschaften. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) weitet bestehende Kreditprogramme aus und hat Sonderprogramme aufgelegt.

Wer wird gefördert?
Ab sofort (9.11.2020) können alle Unternehmen den KfW-Schnellkredit beantragen.

Was wird gefördert?
  • Kredit für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) mit 3,00 %  Sollzins per anno
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 800.000 Euro (maximal 25 % des Jahresumsatzes 2019.​​​​​)
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übernimmt 100 % des Bankenrisikos
Fördervoraussetzungen:
Das Unternehmen hat in 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre einen Gewinn erwirtschaftet.

Antragsverfahren:
Die Antragstellung erfolgt bis 31.12.2020 über die Hausbank.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
Unternehmen und Freiberufler, die mindestens seit 5 Jahren am Markt sind und bis zum 31.12.2019 nicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten waren

Was wird gefördert?
  • Kredite für Anschaffungen und laufende Kosten mit reduziertem Zinssatz von 1,00 bis 2,12 % per anno
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 100 Millionen Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung sowie 2 Jahre keine Tilgung.
  • Bis zu 90 % des Bankenrisikos übernimmt die Kreditanstalt für Wiederaufbau

Fördervoraussetzungen:
Ohne Branchenbeschränkung. Keine Umschuldungen, Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben sowie Anschlussfinanzierungen und Prolongationen.

Antragsverfahren:
Die Antragstellung der Mittel erfolgt über die Hausbank.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
Gründer bis maximal 5 Jahre, deren Unternehmen seit mindestens 3 Jahren am Markt sind, beziehungsweise 2 Jahresabschlüsse vorweisen können.

Was wird gefördert?
  • Kredite Für Anschaffungen und laufende Kosten mit reduziertem Zinssatz von 1,00 bis 2,12 % per anno
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung sowie 2 Jahre keine Tilgung
  • Bis zu 90 % des Bankenrisikos übernimmt die Kreditanstalt für Wiederaufbau
Fördervoraussetzungen:
Ohne Branchenbeschränkung. Keine Umschuldungen, Nachfinanzierungen bereits abgeschlossener Vorhaben sowie Anschlussfinanzierungen und Prolongationen.

Antragsverfahren:
Antragstellung erfolgt über die Hausbank.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
Unternehmen in Krisensituation mit Tätigkeit in Baden-Württemberg mit maximal 500 Beschäftigten

Was wird gefördert?
Liquiditätskredit bis maximal 5 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 4 bis 10 Jahren, zur Finanzierung von Betriebsmitteln, Betriebsübernahmen und Konsolidierungen (inklusive Umschuldung)

Fördervoraussetzungen:
Ohne Brancheneinschränkung, Nachweis der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells erforderlich; nicht für Unternehmen, die kurz vor oder in einem Insolvenzverfahren stehen.

Antragsverfahren:
Antragstellung über die Hausbank. Durch Kombi-Bürgschaften der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg können 50% des Darlehens verbürgt werden. Vorzeitige kostenfreie Rückzahlung, sofern die Krisenbewältigung früher gelingt.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
Kleine und junge Unternehmen, die nicht vom Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)-Schnellkredit umfasst sind und industrieller Mittelstand mit bis zu 500 Mitarbeitern. Der Tilgungszuschuss zum Liquiditätskredit ergänzt die bestehenden Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)-Sonderprogramme.

Was wird gefördert?
Im Vergleich zum „Liquiditätskredit“ zusätzlich ein Tilgungszuschuss von 10 % des eingesetzten Darlehensbetrags, maximal aber 300.000 €.

Fördervoraussetzungen:
Beim Liquiditätskredit Plus zusätzlich: Ihr Umsatz ist 2020 coronabedingt um mindestens 15 % zurückgegangen.

Antragsverfahren:
Antragstellung erfolgt über die Hausbank.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
Unternehmen bis 500 Beschäftigte

Was wird gefördert?
Förderkredit für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter, mit einer Kredithöhe von maximal 20.000 Euro (pro qualifizierendem Beschäftigten),  Laufzeit 3 oder 5 Jahre

Antragsverfahren:
Die Antragstellung erfolgt direkt über die Hausbank.

Weitere Informationen

Förderprogramme für Gründer

Durch die Corona-Pandemie haben Gründerinnen und Gründer verstärkt mit ausbleibenden Finanzierungsrunden und daraus resultierenden Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Aus diesem Grund unterstützt das Land Baden-Württemberg gezielt Start-Ups mit diversen Förderprogrammen.
Wer ist antragsberechtigt?
Start-ups, die nicht älter als fünf Jahre sind

Was wird gefördert?
Ein Zuschuss zwischen 50.000 € und 200.000 €, der zurückgezahlt werden muss

Voraussetzungen:
  • Der zusätzliche Liquiditätsbedarf muss wegen Corona entstanden sein
  • Das Start-up darf noch keine Gewinne ausgeschüttet haben und muss ein wachstumsorientiertes Geschäftsmodell haben
  • Es darf noch nicht mehr als zwei Millionen Euro Eigenkapital aufgenommen worden sein
  • Die Empfehlung sowie die Begleitung muss durch einen Start-up Baden-Württemberg Accelerator und Programmpartner von „Start-up BW Pre-Seed“ erfolgen
  • Private Ko-Investoren müssen unverändert mindestens 20 Prozent der jeweiligen Start-up-Finanzierung zu gleichen Konditionen wie das Land übernehmen
  • Die Berechnungsgrundlage für den Finanzierungsbetrag ist der „Cashburn“, also die fortlaufenden zahlungswirksamen Kosten abzüglich etwaiger Umsätze der nächsten sechs Monate
Antragsverfahren
Die einzelnen Schritte können Sie der Grafik von Start-up Baden-Württemberg entnehmen. Bitte kontaktieren Sie bei Interesse zunächst einen Betreuungspartner. Die Betreuungspartner werden Sie kompetent beraten.

Weitere Informationen
Wer ist antragsberechtigt?
Start-ups, die nicht älter als fünf Jahre sind

Was wird gefördert?
Start-up BW Pro-Tect ermöglicht krisengeschüttelten Start-ups, die eine erste Finanzierungsrunde bereits erfolgreich beendet haben, den rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 200.000 Euro zu beantragen, um Liquiditätsengpässe bis zur nächsten Finanzierungsrunde zu überbrücken. 

Voraussetzungen:
  • Der zusätzliche Liquiditätsbedarf muss wegen Corona entstanden sein
  • Das Start-up darf noch keine Gewinne ausgeschüttet haben und muss ein wachstumsorientiertes Geschäftsmodell haben
  • Es darf noch nicht mehr als drei Millionen Euro Eigenkapital aufgenommen worden sein
  • Die Empfehlung sowie die Begleitung muss durch einen Start-up BW Accelerator und Programmpartner von „Start-up BW Pre-Seed“ erfolgen
  • Private Ko-Investoren müssen unverändert mindestens 20 Prozent der jeweiligen Start-up-Finanzierung zu gleichen Konditionen wie das Land übernehmen
  • Die Berechnungsgrundlage für den Finanzierungsbetrag ist der „Cashburn“, also die fortlaufenden zahlungswirksamen Kosten abzüglich etwaiger Umsätze der nächsten sechs Monate
Antragsverfahren
Die einzelnen Schritte können Sie der Grafik von Start-up BW entnehmen. Bitte kontaktieren Sie bei Interesse zunächst einen Betreuungspartner. Die Betreuungspartner werden Sie kompetent beraten.

Weitere Informationen
Wer wird gefördert?
Start-ups und mittlere Unternehmen mit einem Jahresumsatz von maximal 75 Millionen Euro

Was wird gefördert?
Beteiligung- oder beteiligungsähnliche Finanzierung über die L-Bank zur Eigenkapitalstärkung und Liquiditätssicherung zur Finanzierung von Investitionen und Betriebsmittel (maximal 800.000 Euro) durch eine ausgewählte Beteiligungsgesellschaft,  mit einer Laufzeit bis zu 10 Jahre, Entgeltregelung und Besicherung frei zwischen Beteiligungsgesellschaft und Unternehmen vereinbar

Fördervoraussetzungen:
Eine Beteiligungsgesellschaft bietet eine Finanzierung zur Eigenkapitalstärkung an

Antragsverfahren:
Die Antragstellung erfolgt direkt über die Beteiligungsgesellschaft.

Weitere Informationen

Förderprogramme der Digitalisierung

„Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für Unternehmen und Beschäftigte ist. Die Digitalisierungsprämie Plus kann diesen Digitalisierungsschub der letzten Monate fortsetzen und verstärken." sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Die Digitalisierung ist für die Unternehmen in Baden-Württemberg eine große Chance für effizientere betriebliche Prozesse, neue Produkte und Dienstleistungen oder innovative Geschäftsmodelle.
Das Wirtschaftsministerium hat in Kooperation mit der L-Bank das Förderprogramm „Digitalisierungsprämie Plus“ gestartet. Für die „Digitalisierungsprämie Plus“ stehen insgesamt 66 Millionen Euro zur Verfügung. 

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind größere mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigte.

Was wird gefördert?
Gefördert werden vor allem die Einführung neuer digitaler Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) für Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Verbesserung der IKT-Sicherheit sowie künstliche-Intelligenz-Anwendungen mit einem Kostenvolumen zwischen 10.000 Euro und 200.000 Euro. Auch die im Rahmen des Digitalisierungsprojekts notwendigen Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind förderfähig. Die Anschaffung von reiner IKT-Grundausstattung (Hardware wie z. B. Laptops, Tablets, Smartphones oder Software wie z. B. übliche Betriebssysteme oder Bürosoftware) ist von der Förderung ausgenommen.

Antragsverfahren:
Die Antragsteller können zwischen zwei Programmvarianten wählen:
  • Digitalisierungsprämie Plus - Zuschussvariante (direkter Zuschuss)
    Anträge für die Zuschussvariante können direkt bei der L-Bank gestellt werden.
  • Digitalisierungsprämie Plus - Darlehensvariante (zinsverbilligtes Darlehen mit Tilgungszuschuss)
    Anträge für die Darlehensvariante können ab sofort über die Hausbank bei der L-Bank eingereicht werden.

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Die bislang bis 30. September 2020 befristete gesetzliche Regelung soll mit inhaltlichen Einschränkungen bis 31. Dezember 2020 verlängert werden.

Informations- und Beratungsmöglichkeiten

Wir haben für Sie eine Übersicht über diverse Anlaufstellen und Corona-Hotlines für Unternehmen zusammengestellt.
  • Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt Schorndorf
    Fragen zu Hygieneverordnungen, zu Hygienekonzepten und zum Öffnen des Betriebs
Ansprechpartnerin: Frau Heinrich
Telefon: 07181 602-3133

E-Mail: Heike.Heinrich@Schorndorf.de

  • Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
    Allgemeine Auslegungshinweise der Corona-Verordnung für Betriebe

Montag bis Freitag 9.00 bis 18.00 Uhr
Telefon: 0800 40 200 88

E-Mail: coronaverordnung@wm.bwl.de
E-Mail: finanzierungen@wm.bwl.de

  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
    Informationen zu Kreditprogrammen
Montag bis Freitag 8.00 bis 18.00 Uhr
Telefon: 0800 539 9001 (kostenfreie Servicenummer)
Weitere Infos: Webseite der KfW Bank
  • L-Bank
Informationen über bereitstehenden Hilfsangebote zu Betriebsmittel-, Liquiditäts- und Überbrückungsfinanzierungen 
Montag bis Donnerstag 8.30 bis 16.30 Uhr, Freitag 8.30 Uhr bis 16.00 Uhr
Telefon: 0711 122-2345
E-Mail: wirtschaftsfoerderung@l-bank.de

Informationen über Bürgschaften und Bankdarlehen zwischen 2,5 Millionen und 5 Millionen Euro
Montag bis Donnerstag 8.30 bis 16.30 Uhr, Freitag 8.30 bis 16.00 Uhr
Telefon: 0711 122-2999
E-Mail: buergschaften@l-bank.de

Weitere Informationen Webseite der L-Bank
  • Bürgschaftsbank Baden-Württemberg
    für Bürgschaften bis 2,5 Millionen Euro
Telefon: 0711 1645-6
E-Mail: ermoeglicher@buergschaftsbank.de
  • Bundeswirtschaftsministerium
    Informationen über allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:
Telefon: 030 12002-1031 / -1032
Montag bis Freitag 9.00 bis 17.00 Uhr
  • Informationen für (potentielle) Hersteller von Masken und Schutzausrüstung
E-Mail: medizintechnik@bio-pro.de
Weitere Informationen finden Sie hier 
  • Agentur für Arbeit
    Informationen über Kurzarbeitergeld (Antragsstellung über die örtliche Arbeitsagentur)
Telefon: 0800 45555 20

Weitere Informationen Webseite der Agentur für Arbeit

Informationen über Arbeitslosengeld II/Grundsicherung:
Telefon: 0800 4 5555 23
  • Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart
    Fragen zum Kurzarbeitergeld, Schließungen im Handel, Absage der Ausbildungsprüfungen, Liquiditätsengpässen, Vertragsrecht, Arbeitsrecht et cetera
Corona-Hotline: 0711 2005 1677

Montag bis Donnerstag 8.30 bis 16.30 Uhr, Freitag bis 15.00 Uhr
E-Mail: corona-hilfe@stuttgart.ihk.de
Weitere Informationen Webseite der IHK Region Stuttgart

  • Handwerkskammer (HWK) Region Stuttgart
Weitere Informationen Webseite der HWK Region Stuttgart
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