Haubersbronn

Haubersbronn ist mit rund 3.300 Einwohnern der zweitgrößte Stadtteil der Großen Kreisstadt Schorndorf und liegt an den Landesstraßen L 1150 und L 1148, die von Schorndorf in das Wieslauftal und auf den Welzheimer Wald führen. Im Osten grenzt Haubersbronn an das Landschaftsschutzgebiet Linsenberg sowie nördlich an den Fuß des Welzheimer Waldes.


Zur Geschichte Haubersbronn


Haubersbronn wurde im Jahre 1296 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname besteht aus einem Eigennamen "Hubrecht", wie es in der Urkunde von 1296 noch heißt, und dem Hinweis auf einen Brunnen. Mit Brunnen war nicht unbedingt ein gegrabener und gefaßter Brunnen gemeint. Als Brunnen wurde in früheren Zeiten auch eine Quelle bezeichnet. Quellen hat es an den Ausläufern des Welzheimer Waldes zum Wieslauftal hin viele gegeben. Der Hubertsbrunnen geht vermutlich auf den Namen von Bischof Hubert von Lüttich zurück, der selbst aber nie im Remstal war. Der Brunnen gab hiernach der Siedlung den Namen, als Menschen im 9. Jahrhundert den Wald hier rodeten, Wiesen, Äcker und vielleicht schon Weinberge anlegten und in den Nähe des Hubertsbrunnens ihre Behausungen bauten.


Die Kirche in Haubersbronn


Die evangelische Kirche wurde 1470/80 an der Stelle eines in erhaltenen Teilen nachweisbaren, kleineren spätromanischen Baus errichtet. Die Chorseitenturmanlage lässt auf die geplante Erhebung zur Pfarrkirche schließen. Im Netzgewölbe des Chores der Kirche ist der Heilige Wendelin, nachdem die Kirche benannt ist, neben Maria und dem Jesuskind abgebildet. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Haubersbronn eine rein evangelische Gemeinde. Mit der Zuweisung von Heimatvertriebenen kamen vorwiegend Katholiken nach Haubersbronn. Am 24. Juli 1955 wurde die neu erbaute katholische Kirche dem Heiligen Bonifatius geweiht.