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Stadtnachrichten

Hier finden Sie Informationen aus dem städtischen Mitteilungsblatt  "Schorndorf Aktuell"

Rettung aus der Dose


Dr. Gunter Kaiser und Dr. Heinz-Jürgen Kopmann (v.l.) wollen die Rettungsdose bekannt machen.

In einem medizinischen Notfall ist es wichtig, dass Rettungskräfte möglichst schnell alle relevanten Informationen zum Patienten zur Verfügung haben. Am kommenden Samstag, 14. Oktober, informieren das Seniorenforum Schorndorf und der Verein „Gute Nachbarschaft im Mühlenviertel“ zwischen 9 und 13 Uhr beim Wochenmarkt an einem Stand vor dem Gebäude Gottlieb-Daimler-Straße 1 über die sogenannte „SOS-Rettungsdose“.

Wichtige Infos schnell griffbereit

Diese Dose (siehe Foto) ist ein Angebot für Menschen, die zuhause leben. Weil man im Notfall vielleicht nicht immer alle Fragen von Helferdiensten wie DRK oder Notarzt gleich beantworten kann, enthält die SOS-Rettungsdose ein Datenblatt mit wichtigen persönlichen Informationen. Das Datenblatt wird so in der Wohnung deponiert, dass es die Helfer schnell finden können: in der rot-weißen Dose in der Innentür des Kühlschranks. Durch einen Aufkleber an der Innenseite der Wohnungstür und an der Außentüre des Kühlschranks wissen die Helfer sofort, dass der Betroffene eine solche Dose besitzt.

Selbstbestimmt leben

Die SOS-Rettungsdose. „Unser Ziel ist es, dass die Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrer Wohnung leben können. Die Rettungsdose ist ein Baustein auf diesem Weg“, erklärt Dr. Heinz-Jürgen Kopmann, Vorsitzender des Seniorenforums Schorndorf. Wobei Kopmann und Dr. Gunter Kaiser, Vorsitzender des Vereins Gute Nachbarschaft im Mühlenviertel Schorndorf, betonen: „Die Dose ist nicht nur für ältere Menschen gedacht. Sie ist für jeden Risikopatienten sinnvoll.“ Denn auf dem Datenblatt können neben Name, Vorname, Anschrift, Telefon und einem aktuellen Foto viele Informationen hinterlegt werden – wie beispielsweise:
  • Der Kontakt der Hausärztin, des Hauarztes.
  • Beschreibungen derzeitiger Erkrankungen, Allergien, Unverträglichkeiten.
  • Aufbewahrungsorte von Medikamenten
  • Hinweis auf eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht.
  • Kontaktdaten von Personen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen.
  • Leben mehrere Menschen im Haushalt, so können selbstverständlich mehrere Datenblätter in der Rettungsdose hinterlegt werden. „Weitere Datenblätter sind beispielsweise im Familienzentrum in Schorndorf erhältlich“, sagt Kopmann.
  • Über die Verteilung der SOS-Dosen haben Kopmann und Kaiser auch bereits die ansässigen Rettungsdienste informiert. Nun hoffen beide, dass möglichst viele Menschen von diesem Angebot Gebrauch machen. „Und wir freuen uns natürlich, wenn auch andere Kommunen aufspringen und die Rettungsdose einführen.“

1.000 Dosen beschafft

1.000 SOS-Rettungsdosen haben das Seniorenforum und der Verein „Gute Nachbarschaft im Mühlenviertel“ zunächst beschafft. Dank einer Spende der Volksbank können sie diese am Samstag kostenfrei an die Menschen aus Schorndorf und den Teilorten weitergeben.
Außerdem ist die Dose in folgenden Apotheken kostenfrei erhältlich:
  • Daimler-Apotheke
  • Dr. Palm’sche Apotheke
  • Gaupp’sche Apotheke
  • Künkelin-Apotheke
  • Linden-Apotheke
  • Nord-Apotheke
  • Post-Apotheke
  • Uhland-Apotheke
  • Vitalwelt-Apotheke

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