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Stadtnachrichten

Hier finden Sie Informationen aus dem städtischen Mitteilungsblatt  "Schorndorf Aktuell"

Das Wunschbuch ist wieder voller Wünsche


Waldemar Jung mit dem Schorndorfer Wunschbuch
Waldemar Junt mit dem Schorndorfer Wunschbuch

Es ist eine schöne Erfolgsgeschichte, das Schorndorfer Wunschbuch. Bereits zum fünften Mal lag es bei der Weihnachtswelt im Dezember aus. Und wieder haben es die Menschen pickepackevoll mit Wünschen beschrieben. „Grob überschlagen finden sich etwa 4.000 Wünsche im aktuellen Wunschbuch“, berichtet der Initiator der Aktion, der ehemalige Dekan Waldemar Junt. 430 Seiten dick ist das Buch. Es hat damit noch einmal 100 Seiten mehr, als die Jahre zuvor. Zusammengezählt, so schätzt Junt, sind in den fünf bisherigen Schorndorfer Wunschbüchern rund 18.000 Wünsche niedergeschrieben. Von denen auch einiger erfüllt wurden, wie Junt weiß.
 
„Das Wunschbuch ist ein Spiegel der Gesellschaft, kein Poesiealbum“.           
Waldemar Junt
 
„Man sieht in den Büchern, wie die Bevölkerung tickt, was sie auf dem Herzen hat, was die Menschen bewegt. Deshalb ist das Schorndorfer Wunschbuch ein voller Erfolg“, betont Junt. Und es zeige, wie bunt und multikulturell die Stadt inzwischen sei: „Man findet Einträge in allerlei Sprachen, in deutsch natürlich, aber auch auf Englisch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Türkisch, Vietnamesisch und Chinesisch.“ Dass es auch Jux-Einträge oder durchaus auch Schmierereien gibt, darüber ärget sich Junt nicht. „Das Wunschbuch ist ein Spiegel der Gesellschaft und kein Poesiealbum“, bringt er es auf den Punkt. Schäde fände er es allerdings, wenn dies Menschen davon abhalten würde, ihre Wünsche niederzuschreiben. Bislang macht es jedoch nicht den Eindruck. Zwischen 70.000 und 90.000 Menschen, nimmt Junt an, hatten inzwischen Kontakt mit dem Wunschbuch. Sogar im Sommer seien schon Anfragen bei ihm angekommen, ab wann man sich denn eintragen könne. Und die Wünsche sind vielfältig. Politisches und Privates stand im aktuellen Buch hoch im Kurs: von „Frieden auf Erden“ über weniger Motorradlärm und bezahlbare Mietwohnungen bis hin zum Lego-Technik-Kran, zur Chance auf eine Nierentransplantation und zu einer Apotheke für Oberberken. Wie in den vergangenen Jahren wird die Stadtverwaltung wieder alle aufgeschriebenen Einträge erfassen und schauen, welche Wünsch sich erfüllen lassen
 
Auch bei der Weihnachtswelt 2018 wird es wieder ein Wunschbuch geben, dank des Rotary Clubs Schorndorf, der das Buch jedes Jahr finanziert. Und dank weiterer Unterstützer: das Weihnachtsmarktteam von Schorndorf Centro, das jedes Jahr das Wunschbuchhaus aufbaut und tagsüber ein Auge auf das Buch hat. „Auch Oberbürgermeister Matthias Klopfer nimmt das Schorndorfer Wunschbuch bei der Eröffnung immer sehr gerne entgegen und schreibt alljährlich als Erster seine Wünsche nieder“, erzählt Junt, der sich zum Dank bei der Weihnachtswelt 2017 bereiterklärt hatte, Adventsgeschichten für Kinder zu erzählen. „Das wird sicherlich eine Fortsetzung finden“, kündigt er schon heute an.

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