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Stadtnachricht

200 Überstunden für den guten Zweck


Zunächst war da nur der Plan, wieder gemeinsam Urlaub zu machen. Dann kam Robin Bellmann (22) aus Haubersbronn und Tim Schneider (21) die Idee, ihren Rucksacktrip nach Nepal mit einer guten Tat zu verbinden. Ihr Einfall: Die Überstunden, die sie als Mitarbeiter des Oskar Frech SeeBades angesammelt hatten, für ein Kinderheim in Nepal zu spenden.

Scheckübergabe für eine tolle Idee

Mehr als 6.300 Euro

Eine Idee, die bei Stadtwerke-Chef Andreas Seufer und Bäderbetriebsleiter Jörg Bay sehr gut ankam. "Ich finde das Engagement klasse und wir haben die Beiden natürlich gerne in ihrem Vorhaben unterstützt", sagt Andreas Seufer. Etwa sechs Wochen lang warben Robin Bellmann und Tim Schneider auch bei Kolleginnen und Kollegen für ihr Projekt. Das Ergebnis war beeindruckend: Rund 200 Überstunden kamen so zusammen  das entspricht rund 4.000 Euro. Stadtwerke-Chef Seufer steuerte nochmals 1.000 Euro hinzu.

Den Scheck über 5.000 Euro übergaben Robin Bellmann und Tim Schneider nun gemeinsam mit Andreas Seufer an Ellen Dietrich, Vorsitzende des Vereins "Haus der Hoffnung  Hilfe für Nepal". Der Verein betreibt in Kathmandu zwei Kinderhäuser, in denen Voll- oder Halbwaisen oder Kinder aus bitterarmen Familien unterkommen. Inzwischen unterstützt die Initiative mehr als 100 Kinder und Jugendliche. "Ich bin überwältigt von dem sagenhaften Engagement der Menschen, die selbst ein nicht so sehr hohes Gehalt haben, und trotzdem ihre Überstunden spenden", sagt Ellen Dietrich. "Das rührt mich sehr." Zumal noch weitere rund 1.350 Euro hinzukommen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ein aufgestelltes Spendenschwein gesteckt hatten. "So konnte sich auch diejenigen beteiligen, die keine Überstunden spenden konnten", erklärt Robin Bellmann. Dass die Spendenbereitschaft so groß war, erklären sich die beiden mit dem persönlichen Bezug. "Wir konnten genau sagen, wo das Geld hingeht, und dass es zu 100 Prozent dort auch ankommt", betont Tim Schneider. Und davon überzeugen sie sich auch selbst. Am Freitag, 24. April starten sie nach Nepal. Ihre erste Station: "Haus der Hoffnung" in Kathmandu. Interessierte können die Reise im Internet mitverfolgen unter www.robingrafie.de  einen Reiseblog soll es geben, vorausgesetzt, es finden sich Internetzugänge in Nepal.

Fürs kommende Jahr planen Robin Bellmann und Tim Schneider eine Tour durch Afrika. Dass sie sich dann wieder eine gute Tat einfallen lassen, davon ist auszugehen: "Man wird von uns hören", kündigen sie schon heute an.

Info

Informationen zum Verein "Haus der Hoffnung  Hilfe für Nepal" gibt es im Internet unter www.hausderhoffnung-nepal.de. Ellen Dietrich verbringt etwa fünf Monate im Jahr selbst in Nepal. "Die Not dort ist riesengroß", sagt die ehemalige Englisch- und Französischlehrerin, die inzwischen im Ruhestand ist.


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