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Stadtnachricht

Flauschige Spürnasen: Bürgerstiftung spendet 1.000 Euro


Die beiden Personensuchhunde mit ihren Mantrailern und EBM Hemmerich

Die Nachbarschaftshilfe mit Personensuchhunden ist vielfältig aktiv. Sie hilft unter anderem bei der Suche nach vermissten Personen und bietet zusätzlich ein „Such und Hilf“-Vorsorge-Paket an. Die Bürgerstiftung unterstützt das Projekt, das die Schorndorferin Monika Menges ehrenamtlich mit ihrem Ehemann leitet, mit 1.000 Euro. Edgar Hemmerich, Erster Bürgermeister und Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Schorndorf: „Im Namen der Bürgerstiftung bedanke ich mich für das große Engagement. Zum einen ist die Nachbarschaftshilfe mit Personenhunden eine wichtige Unterstützung bei der Suche nach vermissten Personen. Zum anderen organisiert sie das ebenfalls wichtige „Such und Hilf“-Vorsorge-Paket. Ziel sollte sein, dass jede Bürgerin, jeder Bürger, und vor allem die ältere Generation, eine solche Notfalldose in seiner Kühlschranktüre stehen hat.“

Vermisstensuche

Wenn Personen als vermisst gelten, greift die Polizei häufig auf Personensuchhunde zurück. Die Spezial-Spürnasen können den menschlichen Individualgeruch mehrere Wochen lang riechen und verfolgen. Sogenannte Mantrailer werden auch von der Nachbarschaftshilfe mit Personensuchhunden eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Schorndorf, die als Ergänzung zu offiziellen Suchmaßnahmen allen Bürgern kostenlos zur Verfügung steht. Es kann sich hilfesuchend an die Organisation gewendet werden, wenn beispielsweise Personen mit Demenz oder Autismus vermisst werden.
Anhand einer Geruchsprobe lernen die Suchhunde die Fährte einer Person aufzunehmen. Dabei spielt der Individualgeruch der Person eine wichtige Rolle. Der einzigartige Geruch eines jeden Menschen ist wie ein Fingerabdruck und entsteht durch vom Körper abgestoßene Hautzellen. Bis zu vier Wochen liegen sie in der Luft und können von den feinen Spürnasen der Hunde wahrgenommen werden. Die Ausbildung der Hunde dauert mindestens zwei Jahre. Dabei lernen sowohl der Hundeführer als auch der Hund in gleicher Weise dazu. Monika Menges, Geschäftsführerin der Nachbarschaftshilfe mit Personensuchhunden erklärt: „Menschen sind beim Mantrailen wie Blinde und müssen lernen die Sprache der Hunde zu deuten.“ Die Suche nach Personen funktioniert am besten mit dem Suchhund und seinem Halter, da der Hundeführer die Bewegungen am besten interpretieren kann. Monika Menges hat zwei Hunde, mit denen sie und ihr Mann Personensuchen durchführen. Sie hat gelernt, dass ein gewisser Schwenk mit dem Körper bei ihrem Hund die Änderung der Richtung bedeutet. Grundsätzlich können alle Hunde, die den Willen dazu zeigen, zu Personensuchhunden ausgebildet werden. Wichtig ist, dass Hunde den Unterschied zwischen frischen und alten Spuren erkennen. Denn Personen verschwinden meist an Orten, an denen sie sich regelmäßig aufhalten.

Notfalldose für den Kühlschrank

Zusätzlich zu der Personensuche mit Hunden bietet die Nachbarschaftshilfe ein „Such und Hilf“-Vorsorge-Paket einschließlich eines speziellen Aufbewahrungsglases für Gerüche („Scent Preservation Kit“) an. Das Vorsorge-Paket steckt in einer sogenannten SOS-Notfalldose. Diese sollte in der Kühlschranktüre des jeweiligen Haushaltes aufbewahrt werden. Die Notfalldose enthält wichtige Informationen für den Notfall, also wenn beispielsweise eine Person ohnmächtig in der Wohnung liegt und nicht ansprechbar ist: die Blutgruppe des oder der im Haushalt Lebenden, die Dokumentation über Medikamente und eben auch das „Such und Hilf“- Vorsorge-Pakte inklusive Aufbewahrungsglas für individuelle Gerüche, um die Vermisstensuche zu erleichtern.

Wer mehr über die Mantrailer und die Nachbarschaftshilfe mit Personensuchhunden wissen möchte und sich für eine SOS-Notfalldose interessiert, kann sich im Internet unter www.nachbarschaftshilfe-personensuchhunde.de informieren.

Die Personensuchhunde waren auch schon bei einer Veranstaltung des Demenznetzwerks zu Besuch.

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